Zweites Konstanzer Poesiefestival: dichter dran. auf den versen neuer lyrik

Daniela Danz beim Konstanzer PoesiefestivalKonstanz. Konstanz wird poetisch: Das sagt das Kulturbüro und wirbt für das zweite Konstanzer Poesiefestival. Vom 12. bis 16. Juni 2013 treffen sich 14 Autorinnen und Autoren aus Deutschland und der Schweiz in Konstanz, um ihre neuen Gedichte vorzustellen und über die Kunst und das Handwerk des Dichtens zu erzählen und zu diskutieren. Veranstalter ist das Kulturbüro Konstanz.

Deutsche und Schweizer Lyrik

Jede Veranstaltung des Festivals ist einem eigenen Thema gewidmet: Unter dem Titel Atemrausch. Von der Melodie der Lyrik gehen die Autoren Konstantin Ames, Jürg Halter und Markus Manfred Jung der Frage nach, wie es die Lyrik schafft, mit kleinen Worten große Wirkung zu erzielen. Sie verdeutlichen, wie sich Schweizer und deutsche Lyrik unterscheiden, wie die Klangfarben der Worte die Wahrnehmung beeinflussen und Bilder in unseren Köpfen entstehen lassen können. Der Lyriker Jung stellt die Möglichkeiten der Mundart mit seinen alemannischen Gedichten in den Mittelpunkt. Der Schweizer Autor Jürg Halter präsentiert seine Lyrik gemeinsam mit dem Kontrabassisten Christian Weber.

In die Ferne

Die Lesung Klangwellen. Die Reise führt in die Ferne. Die beiden Autorinnen Daniela Danz und Zsuzsanna Gahse präsentieren mit ihren Gedichten weite Meere und entlegene Landschaften.

In welcher Welt leben wir?

Wortregen. Das natürliche Dasein. So lautet das Motto des Abends mit Nico Bleutge und Walle Sayer, die sich dem assoziationsreichen Begriff Welthaltigkeit widmen. Wie und in was für einer Welt leben wir? Arbeiten wir mit oder gegen die Natur? Fragen, die diese Veranstaltung sicher nicht abschließend beantworten, sich ihnen aber lyrisch nähern kann.

 Unterschiedlichkeit der Lyrik

Der Abend unter dem Motto Stilquellen. Von der Unterschiedlichkeit zeigt und erörtert verschiedene Stile der Sprachkunst und ihre phantastischen Kontraste. Ulrich Koch, Ursula Krechel und Jan Wagner werden verdeutlichen, wie vielfältig Poesie sein kann. Ulrich Koch, der nach längerer Pause mit seinem Werk Uhren zogen mich auf wieder in den Literaturbetrieb zurückkehrt, zeichnet beispielhafte Bilder der Bedrohung und Vergänglichkeit. Jäh erhellte Dunkelheit ist der neuste Gedichtband der Autorin Ursula Krechel, die 2012 den Deutschen Buchpreis erhielt. Der 1971 geborene Jan Wagner erschafft in seinem aktuellen Werk Die Eulenhasser in den Hallenhäusern drei völlig neue, unbekannte, beeindruckende Gestalten der Lyrik.

Leben und überleben mit Poesie

Sprachfall. Die Suche nach den Zeilen. So lautet die Abschlussveranstaltung des Poesiefestivals. Vier Lyrikerinnen zeigen die vielseitigen Wege, sich in der Welt der Lyrik zu bewegen, sowohl sprachlich als auch beruflich. So arbeitet Svenja Herrmann neben dem Schreiben noch als Spezialistin für Begabtenförderung und leitet Schreibwerkstätten für Kinder. Nathalie Schmid ist nicht nur Lyrikerin, sondern auch Lehrerin im Kanton Zürich. Daniela Seel gründete 2003 ihren eigenen Verlag kookbooks. Simone Kornappel macht sich seit 2009 zusätzlich als Herausgeberin der Zeitschrift Randnummer Literaturhefte einen Namen. Der Abend erhellt, was Sie (vielleicht) schon immer über Poeten wissen wollten, aber nie zu fragen wagen: Wie kann man Poesie leben und gleichzeitig überleben?

Eintritt und Vorverkauf

Die Eintrittskarten für 8 € / 5 € gibt es im Vorverkauf im Kulturbüro Konstanz und an den Vorverkaufsstellen des Theaters Konstanz. Der Vorverkauf startet am 21.05.2013 und läuft bis einschließlich 11.06.2013. Danach sind die Karten im Kulturbüro oder an der Abendkasse erhältlich. Die Abendkasse öffnet eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Der ermäßigte Eintritt von 5 € gilt für Schüler und Studenten. Schwerbehinderte und Sozialpassinhaber haben freien Eintritt. Der Festivalpass kostet 15 €: einmal zahlen, beliebig oft dabei sein, Platzreservierung erforderlich. Der Festivalpass ist nur im Kulturbüro Konstanz erhältlich.

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