Gartenschau für Überlingen wie Olympiade für München

Landesgartenschau 2020 ein Kick Off für Überlingen

Überlingen (wak) Die Landesgartenschau 2020 ist ein Kick Off für Überlingen. „Sie ist wie die Olympischen Spiel für München.“ Das sagte Hilmar Woernle, Chef des Stadtmarketings Konstanz. Auch  Daniela Pahl-Humbert, Geschäftsführerin des Internationalen Bodensee-Tourismus (IBT) sieht es so. Reisen zu Gärten und Parks liegen ihrer Meinung nach im Trend. Dafür dass viele Überlinger und sogar Kommunalpolitiker zögerlich reagieren, hat Woernle kein Verständnis. Als es in Konstanz darum ging, „Stadt der Wissenschaft“ zu werden, argumentierte Woernle: „Nur weil wir kein Geld haben, können wir doch auf die Zukunft nicht verzichten.“

Landesgartenschau ein Marketing Tool

Woernle, der freimütig erklärt, kein Fachmann für Gärten zu sein, ist aber immerhin einer fürs Stadtmarketing. Er ist in Konstanz zuständig für eine Aufgabe, die in Überlingen vielleicht die Kur und Touristik GmbH oder der Wirtschaftsverbund Überlingen (WVÜ) nebenher erledigen. Woernle sieht die Chance, mit der Landesgartenschau ein „strategisches Ziel“ zu erreichen. Er denkt vor allem an die Stadtentwicklung und die Chance der Konversion von Brachen. Überlingen könne sich „neu auf die Landkarte“ bringen und neue Zielgruppen ansprechen. Aber auch Woernle sieht es so: Die Bürger müssten hinter der Landesgartenschau stehen. Wenn das erfüllt ist, sei die Landesgartenschau ein „Marketing Tool“. Zum Thema Umwegrentabilität wollte er sich nicht äußern. Berechnungen für die Internationale Gartenbau Ausstellung IGA 2017, die von der Regio Bodensee aber abgesagt worden ist, habe es gegeben. Ein möglicher Ansprechpartner der Oberbürgermeisterin wäre der Konstanzer und St. Galler Wissenschaftler Roland Scherer.

Botschaft an die Überlinger Oberbürgermeisterin

Dass Konstanz von der Landartenschau 2020 in Überlingen mit profitieren könnte, glaubt Woernle aber nicht. Wenn man wollte, wäre aber einiges denkbar – ein Bootsshuttle zum Beispiel. Allzu optimistisch ist der Chef des Konstanzer Stadtmarketings da aber nicht. Er sagte, die Kommunikation mit Überlingen sei in der Vergangenheit eher schwierig gewesen. Initiative seien verpufft und das Interesse Projekten wie Literatur in den Häusern oder einem Oldtimer Event sei nicht sonderlich groß gewesen. „Überlingen macht sein Ding.“ Bereit zu kooperieren wären die größte Stadt am Bodensee und ihr Stadtmarketingchef aber in jedem Fall.

Touristiker freuen sich auf Landesgartenschau

Das mit der Zusammenarbeit über den See hinweg scheinen die Touristiker etwas optimistischer einzuschätzen. „Wir freuen uns sehr, dass es gelungen ist, die Landesgartenschau 2020 nach Überlingen und damit an den Bodensee zu holen, gerade nach den gescheiterten Bemühungen um die Internationale Gartenbauausstellung IGA 2017 ist der Zuschlag ein ganz positives Signal für die gesamte Bodenseeregion“, erklärte Daniela Pahl-Humbert.

Gärtenreisen an den Bodensee

Reisen zu Parks und Gärten sind stark im Trend. Und mit jeder Landesgartenschau entstehe ein neuer, hoch attraktiver Park. Deshalb ist die Ausrichtung der Gartenschau auch unter dem Gesichtspunkt des Tourismusmarketings eine sinnvolle Investition. Die für sich genommen schon parkartige Bodenseelandschaft habe in diesem Bereich bereits viel zu bieten. „Insofern wird sich die Gartenschau nahtlos in unser bestehendes Angebot einfügen und es noch attraktiver machen. Alles in allem: ein echter Gewinn für uns alle!“

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