37 Prozent der jungen Wähler beteiligten sich an Singener OB-Wahl

Chris Kühn über OB-Wahl in SingenSingen. 37 Prozent der jungen Wähler beteiligten sich an Singener OB-Wahl. Grünen-Landeschef Chris Kühn widerspricht Einschätzungen, wonach die Wahlbeteiligung von Jugendlichen bei der Oberbürgermeister-Wahl in Singen am vergangenen Sonntag „gering“ gewesen sei. „Zum allerersten Mal überhaupt durften 16- und 17-Jährige in Baden-Württemberg bei einer Kommunalwahl wählen. Immerhin jeder dritte Teenager hat diese Chance genutzt und seine Stimme abgegeben. Für mich ist das ein Erfolg“, sagt Chris Kühn.

37 Prozent Wahlbeteiligung

Etwas mehr als 37 Prozent der jungen Menschen gingen am Sonntag in Singen zur Wahl, insgesamt lag die Wahlbeteiligung bei rund 43 Prozent. Der Grünen-Landeschef spricht den jugendlichen Wählerinnen und Wählern sein Kompliment aus: Viele hätten sich schon während des OB-Wahlkampfes engagiert, „sie haben sich selbstbewusst eingemischt und die Interessen der Jugendlichen ihrer Stadt vertreten.“

Zu viele Erwachsene wählten nicht

Der Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen bedauert viel mehr, dass bei der OB-Wahl so viele Erwachsene zu Hause geblieben waren. Umso wichtiger sei es, junge Menschen in Baden-Württemberg frühzeitig in demokratische Diskussions- und Entscheidungsprozesse einzubinden, sie damit für Politik zu interessieren und ihre politische Urteilsfähigkeit zu stärken. Chris Kühn: „Die kommunale Ebene ist dafür der beste Platz, weil Jugendliche hier unmittelbar die Auswirkungen ihres Engagements erfahren. Ob der Bau eines Sportplatzes, das Schließen eines Jugendhauses oder ein verbesserter Busverkehr bei Nacht – sie sind stark von Entscheidungen in ihrer Gemeinde betroffen.“ Zu Recht habe die grün-rote Landesregierung deshalb das Wahlalter bei Kommunalwahlen gesenkt.

2 Kommentare to “37 Prozent der jungen Wähler beteiligten sich an Singener OB-Wahl”

  1. Fafnir
    3. Juli 2013 at 10:14 #

    Grundsätzlich halte ich gar nichts davon, wenn Leute wählen dürfen, die das Ergebnis der Wahl dann nicht finanziell ausbaden müssen. Und speziell zum Kinderwahlrecht: Die Kinder sollen erst mal vernünftig Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, bevor sie vor der Wahlurne herumgammeln. Übrigens bedeutet bei den Grünen „junge Menschen (…) frühzeitig in demokratische Diskussions- und Entscheidungsprozesse einzubinden“ diese jungen Menschen mit ihrer Ideologie zu impfen. Die Politik soll erst mal ihre Hausaufgaben machen und durch gute Arbeit zusehen, daß sie die Wähler wieder an die Urne bringt, anstatt sich ihre Klientel bei Kindern und Randgruppen zu suchen! Da sind ja linke Parteien ganz groß darin.

  2. Franz Sauerstein
    3. Juli 2013 at 11:36 #

    Wer trägt denn sonst außer die junge Generation die Ausgaben der Politik?

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