60.000 Besucher wollten Sterne Afrikas über Konstanz sehen

Mehr als 100.000 Besucher beim Seenachtsfest Konstanz und in Kreuzlingen – Bis vier Uhr waren Gäste auf dem Heimweg

Konstanz. So schön wie funkelten die Sterne Afrikas über Konstanz, dass der Smily am nächtlichen Kreuzlinger Himmel vor dem Konstanzer Feuerwerk schier verblasste. Meistens setzten die Schweizer beim Spektakel noch eins drauf. Dieses Mal war es anders. Bei fantastischem Sommerwetter und besten Wetterprognosen besuchten auch deutlich mehr Menschen als die Jahre zuvor das Seenachtfest in Konstanz. Mindestens 60.000 Besucher in Konstanz und etwa 50.000 Besucher im benachbarten Kreuzlingen sind es nach Schätzung der Polizei gewesen.

Staus auf der B 33

Obwohl sehr viele Gäste mit der Bahn anreisten, kam es ab den Mittagsstunden zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der B 33. Bereits gegen 13 Uhr stauten sich die Autos auf der Bundesstraße 33 bei Allensbach auf einer Länge von rund drei Kilometern. Die Abwanderung der Festbesucher zog sich nach Mitteilung der Polizei bis nach 4 Uhr hin. Auf der B 33 kam es von Konstanz Richtung Radolfzell deswegen zu temporären Verkehrsstörungen.

Bilanz der Polizei

Die starke polizeiliche Präsenz habe Auseinandersetzungen zwischen Festbesuchern verhindert, berichtete die Polizei. In der Konstanzer Innenstadt kam es dennoch zu mehreren polizeilichen Einsätzen. Schwerere Straftaten oder Unfälle gab es aber nicht. Die vorläufige Bilanz der Polizeidirektion Konstanz sieht so aus: Vier Festnahmen, fünf Gewahrsamnahmen, acht eingeleitete Strafverfahren, zwei wegen Körperverletzungen, zwei wegen gefährlichen Körperverletzungen, eine wegen Widerstand sowie drei wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

20.000 kamen mit der Bahn

Etwa 20.000 Besucher des Seenachtfests waren nach Mitteilung der Bundespolizeiinspektion Konstanz mit der Bahn nach Konstanz angereist. Die Bundespolizeiinspektion Konstanz, die mit über 60 Polizeibeamten am Bahnhof Konstanz und den Haltepunkten für einen gefahrenfreien Zugverkehr sorgte, hatte nach eigenen Angaben alle Hände voll zu tun. Bei der Anfahrt waren einige Züge so voll besetzt, dass sie an diversen Haltepunkten direkt vor Konstanz keine weiteren Passagiere zusteigen lassen konnten. Auch an den Bahnübergängen in der Stadt stellten sich Polizeibeamte auf, um gegebenenfalls einen Rückstau der Fußgänger auf den Übergängen zu vermeiden. In Konstanz angekommen, strömten die Reisenden aus den Zügen in Richtung Hafen. Dabei kam es im Bahnhof vermehrt zu unerlaubten Gleisüberschreitungen. Zudem konnten zeitweise durch die ankommenden Menschenmassen nicht alle Aus- und Abgänge des Bahnhofes genutzt werden.

Insgesamt war das Gedränge groß. In der Hafenstraße und der Marktstättenunterführung wurde es eng.

Pressefoto: MPS GmbH

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