Aktionstagen gegen Homophobie und Sexismus

Referat für Gleichstellung des U-AStA der Universität Konstanz informiert

Konstanz. Heute beginnt an der Uni Konstanz eine Aktionswoche gegen Diskriminierung. Noch bis 11. November läuft auch in Konstanz eine Veranstaltungsreihe gegen Homophobie und Sexismus. Diese wird von der Studierendenvertretung der Universität Konstanz organisiert. Sie ist Teil der bundesweiten Aktionswoche des Vereins „freier zusammenschluss von studentInnenschaften“.

Sprache ist Indikator für Ausgrenzungen

In einer Mitteilung heißt es: „Sexismen und Ausgrenzungen aufgrund von Geschlecht oder sexueller Orientierung sind leider immer noch allgegenwärtig in unserer Gesellschaft. Dies schlägt sich im alltäglichen Sprachgebrauch und in den Berufsperspektiven der Betroffenen nieder“, erklärt Nora Schütze, Mitglied des studentischen Gleichstellungsreferats, und führt weiter aus: „In Deutschland wird beispielsweise nur jede fünfte Professor_innenstelle von einer Frau besetzt. Und das ist nicht der einzige Hinweis auf das Fortbestehen des Patriarchats.“ (Anmerkung der Redaktion: Die Schreibweise aus der Pressemitteilung übernommene Schreibweise entspricht der geschlechtergerechten Schreibweise. Die Idee: Wer geschlechtergerecht schreibt, grenzt niemanden aufgrund seines Geschlechts oder seiner sexuellen Präferenzen aus und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur tatsächlichen Gleichstellung der Geschlechter.)

Normen prägen das Leben

„Wir wollen erklären, welche tieferliegenden gesellschaftlichen Strukturen zu diesen Benachteiligungen führen“, so Sandro Philippi, ebenfalls Mitglied des Referats. In diesem Zusammenhang soll deutlich werden, wie Normen unser Leben prägen. „Wenn Frauen in bestimmte Berufssparten vordringen wollen, haben sie oft mit Vorurteilen und Diskriminierungen zu kämpfen. Die gleichen Normen führen auch dazu, dass wir uns bestimmten Rollen fügen“, meint Lisa Schmid, ein weiteres Mitglied des Teams. Tatsächlich ist Geschlecht nichts anderes als eine soziale Konstruktion. In der Wissenschaft sei dies schon lange bekannt, in der Öffentlichkeit jedoch kaum. Lisa Schmid weiter: „Wir haben Expert_innen eingeladen, die sowohl soziologisch als auch biologisch zeigen werden, wie unsere Vorstellung von Geschlecht entsteht, wie sie unser Leben beeinflusst und warum wir unsere alten Denkmuster aufgeben müssen.“

Vorträge und Workshops

Während der Aktionswoche werden Vorträge und Workshops unter anderem zu den Themen Intersexualität, Queer Theory und biologische Geschlechtertheorien stattfinden. Alle Veranstaltungen sind kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nähere Informationen zum Programm auf der Website des U-AStAs der Universität Konstanz  und als Veranstaltung auf Facebook.

Foto: U-AStAs der Universität Konstanz

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.