Aliens und Weihnachtswunderfilme im Kino

Schöne Bescherung außer an Heiligabend und Silvester

weihnachtsgeschichte b529x330Überlingen (wak) Weil es viel zu langweilig wäre, immer nur den Christbaum anzuschauen, geht’s nach der Bescherung an den beiden Weihnachtsfeiertagen für viele zwischendurch ganz bestimmt auch ins Kino. Der Andrang an der Kinokasse war in den vergangenen Jahren nach den Festtagen jedenfalls stets groß. Die Überlinger Kammerlichtspiele und die Cinegreth präsentieren über Weihnachten Filmfreunden das ganz reguläre Kinoprogramm. Vorstellungen gibt es zwischen Weihnachten und Neujahr an allen Tagen – außer an Heiligabend und an Silvester. Sechs Filme legt Nicole Lailach, die zusammen mit ihrem Mann Thomas das Überlinger Kino betreibt, Kinofreunden ganz besonders ans Herz.

„Eine Weihnachtsgeschichte“

Das Prädikat empfehlenswert erhält von Nicole Lailach unbedingt auch Disney’s „Eine Weihnachtsgeschichte“, auch wenn „Scrooge“ den Kinosaal den Kinosaal überraschend nicht füllte. Die Neuinterpretation von Charles Dickens „Weihnachtsgeschichte“ kam nach dem Start bei den Überlingern aber leider gar nicht so sehr gut an, weshalb es noch nicht ganz raus ist, ob die Geschichte an Weihnachten auch tatsächlich noch läuft. Wer den Film verpasst, versäumt aber ein Weihnachtsmärchen, das sich in etwa so anhört: Der selbstsüchtige und eigenbrötlerische Geizhals Ebenezer Scrooge lebt ein zurückgezogenes Leben als Misanthrop und führt seit dem Tod seines Partners sein Geschäft allein. Profitgier ist seine dominierende Eigenschaft. An Heiligabend bekommt er jedoch Besuch von den drei Geistern der vergangenen, der gegenwärtigen und der zukünftigen Weihnacht, die ihm sein Leben in all seiner Trostlosigkeit vor Augen führen. Mit einem Mal wird sich Scrooge seiner eigenen Kaltherzigkeit und deren Folgen bewusst und beginnt, sich zum Besseren zu wandeln. In der Neuverfilmung des Dickens-Klassikers spielt Jim Carrey gleich sieben Hauptrollen. Wenn es Kinobesuchern da nicht warm ums Herz wird, müssten sich Filmkritiker arg getäuscht haben.


„Morgen Findus wird’s was geben“

Nach „Pettersson und Findus“ und „Neues von Pettersson und Findus“ folgt nun thematisch passend zum Frohen Fest der dritte Streich aus der beliebten Zeichentrickserie frei nach der Kinderbuchreihe von Sven Nordqvist. Der sprechende Kater Findus (Stimme: Tobias von Freyend) hat von den Kindern im Dorf von der mutmaßlichen Existenz eines gewissen Weihnachtsmannes erfahren. Nun möchte auch er Besuch von dieser geheimnisvollen Gestalt erhalten, von der es heißt, dass sie Geschenke bringt. Leider steckt der Erfinder Petterson in diesem Jahr bis zum Hemdkragen im Weihnachtsstress und kann sich unmöglich selbst für Findus in den roten Wams werfen. Vielleicht hilft da ja eine Weihnachtsmann-Maschine …


„Kuddelmuddel bei Pettersson und Findus“

Nicole Lailach kann von Pettersson und Findus, so wie es aussieht, gar nicht genug bekommen, und empfiehlt gleich noch ein Abenteuer der beiden Freunde. Und das geht so: Kater Findus wünscht sich sehnlichst, groß zu sein. Sein Wunsch geht in Erfüllung, doch ganz anders als erwartet. Denn sein Herrchen Pettersson schrumpft gleichzeitig zu Katzengröße, so dass nun Findus alles im Haus erledigen muss und die Verantwortung trägt. Vor schwierige Probleme stellt die beiden außerdem, dass Pettersson sein Gedächtnis verloren hat und zwar so komplett, dass er gar seinen besten Freund Findus vergisst.


„Küss den Frosch“

Die Geschichte von „Küss den Frosch“, Originaltitel „The Princess and the Frog“, USA 2009, kommt wahrscheinlich nicht nur Cineasten irgendwie bekannt vor. Nicole Lailach aber schwärmt für den Streifen aus einem ganz anderen Grund. „So schön handgezeichnet wie frühere Walt Disney Filme“, schwärmt sie. Statt auf Animation setzten die Macher auf Romantik. Und pünktlich zu Weihnachten meldet sich Disney denn auch mit dem zurück, was Disney immer am besten beherrscht hat: einem Zeichentrickfilm. In „Küss den Frosch“ werden die Zuschauer nach New Orleans entführt, in eine Welt einzigartiger Charaktere und Träume. Über die Leinwand stolpern normale Menschen genauso wie ein Prinz und der vom Jazz begeisterte Alligator Louis. Sie zaubern vor Zuschaueraugen eine symphonische Welt, die Disney-Fans nur begeistern kann.


„Planet 51“

Und dann wäre da zu Weihnachten auch noch ein Science Fiction, aber was für einer: Neera ist mit ihrer Familie bei einem Grillnachmittag im Garten, da platzt auf einmal ein Alien in die Veranstaltung. Bei ihm handelt es sich um den amerikanischen Astronauten Chuck, der eigentlich nur kurz die Flagge aufstellen wollte, um den Planeten 51 in Besitz zu nehmen. Doch dann stößt er auf diese kleinen, grünen Einwohner, die eigentlich nur in Ruhe Grillen wollten. Bald wird allerdings auch die Armee von Planet 51 auf Chuck aufmerksam. Aus der Perspektive Chucks könnte sich die Geschichte von „Planet 51“ übrigens in etwa so anhören: US-Astronaut Baker traut seinen Augen nicht. Der von ihm gerade für die Nation in Besitz genommene Planet ist von grünen Aliens bewohnt, die sich in ihrem friedlichen Leben, das irgendwie an das unschuldige Amerika der Fifties erinnert, ausgerechnet von ihm bedroht fühlen. Nach dem ersten Kulturschock, nach Panik und Flucht, findet Baker beim 16-jährigen Lem Unterschlupf. Während das Militär nach dem vermeintlichen Invasoren sucht, entdecken Teenager und Raumfahrer, dass Furcht vor dem Fremden absolut unbegründet ist. Eine schönere Botschaft zu Weihnachten gibt es kaum.


„Die Standesbeamtin“

Ganz zum Schluss hätte Nicole Lailach dann noch eine sehr persönliche Empfehlung: Die Kinobesitzerin schwärmt vom Schweizer Film die „Die Standesbeamtin“. Die Standesbeamtin Rahel Hubli traut zwar Tag für Tag glückliche Paare und auch sie selbst ist längst verheiratet, aber an die große Liebe glaubt sie schon lange nicht mehr. Eines Tages jedoch taucht ihr Jugendfreund und ehemaliger Bandkollege Ben in dem kleinen Schweizer Städtchen auf. Alte Gefühle kommen wieder an die Oberfläche und Rahel weiß wieder, wie es ist, verliebt zu sein. Aber Ben ist gekommen, um sich von ihr verheiraten zu lassen. (Mehr Infos und Kritiken aller Filme gibt’s unter http://www.kino.de/.)


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