Alles frisch: Glasverbot in Konstanz gilt erst ab Samstag

Glasverbot an Seestraße, im Herosépark und am Rheinufer – Aufschub wegen Formfehlers des Südkurier bei Veröffentlichung der Polizeiverordnung

Konstanz. Die Stadt Konstanz verhängt vom 28. Mai bis 27. Juni ein Glasverbot für die öffentlichen Flächen der Seestraße, des Heroséparks und der Promenade am Rheinufer. Das Verbot gilt ab Samstag  jeweils von 19 Uhr abends bis 6 Uhr morgens. Das teilte die Stadt jetzt mit. Wegen eines Formfehlers kann das Verbot nicht schon am Freitag in Kraft treten – wie ursprünglich angekündigt.

Hier gilt das Glasverbot

Die Seestraße umfasst die öffentlichen Wege und Grünflächen, östlich begrenzt vom Beginn des Seeuferweges auf der Höhe der Hebelstraße und westlich bis zum Eingang des Rudervereins, einschließlich der Unterführung der Rheinbrücke mit dem Vorplatz der Bastion Rheinbrücke.

Der Herosépark und das Rheinufer umfassen die öffentlichen Wege und die Grünflächen, östlich begrenzt durch das Grundstück des Kur- und Hallenbades und westlich begrenzt durch das Ausbauende des Weges am Rheinufer auf Höhe der Schneckenburgstraße. Zum Geltungsbereich gehören auch der Wegbereich am Rheinufer um das Kulturwissenschaftliche Kolleg herum und der Gesamtbereich Herosépark.

Schluss mit Sixpacks

Im Geltungsbereich der Verordnung ist es, wie die Stadt weiter mitteilte, auf den „öffentlichen Verkehrs- und Grünflächen“ und im „öffentlichen Uferbereich“ verboten, Getränke aus Glasflaschen und Gläsern zu konsumieren. Es sei auch verboten, Glasflaschen und Glasbehältnisse mit sich zu führen, wenn diese im „Geltungsbereich der Verordnung im öffentlichen Raum“ verwendet werden sollen.

Wer Glas mit bringt, zahlt Geldbuße

Zuwiderhandlungen können, wie die Stadt weiter mitteilt, mit einer Geldbuße geahndet werden. Beamten Landespolizei seien in den Verbotszonen verstärkt unterwegs, um zu kontrollieren, ob das Glasverbot eingehalten werde. Parknutzer reagierten heute unterschiedlich auf die Ankündigung des Verbots. Während Badende und Schwimmer das Verbot eher befürworten, lehnen es andere ab, weil es die Freiheitsrechte zu sehr einschränkt. Viele halten ein bloßes Verbot auch nicht für wirksam – oder sie fordern mehr Toleranz.

Verbot befristet bis 27. Juni 2011

Die Polizeiverordnung tritt am 28. Mai 2011 in Kraft und erlischt mit Ablauf des 27. Juni 2011. Die Maßnahme sei aus Sicht der Verwaltung notwendig, um der zunehmenden Gefährdung durch die großen Mengen an Glasscherben und der Vermüllung der öffentlichen Flächen entgegen zu wirken. Der Reinigungsaufwand für die zahlreich zerschlagenen Glasflaschen sei groß.

Südkurier machte bei Veröffentlichung Formfehler

Die am 26. Mai 2011 ausschließlich im Südkurier veröffentlichte Polizeiverordnung mit dem Zeitraum des Glasverbots vom 27. Mai bis 26. Juni ist aufgrund eines Formfehlers der Zeitung bei der Platzierung nicht gültig. Am Freitag, den 27. Mai 2011, werde daher die amtliche Bekanntmachung nochmals wiederholt. Das Glasverbot gilt daher erst ab Samstag, den 28. Mai 2011 – vorausgesetzt, der Südkurier platziert die Polizeiverordnung dieses Mal so, dass sie auch wirksam ist.

Foto: wak

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