Als der Buchdruck noch teuer war: Wie sich Botaniker selbst halfen

Rosgartenmuseum präsentiert ein Herbar der besonderen Art – Von gepressten Pflanzen und Blättern

Konstanz. Das ein Druck viel Geld kostete, ist heute kaum mehr Vorstellbar. Im 19. Jahrhundert war das noch so. Botaniker haben sich deswegen mit dem Herbarium, Sammlungen getrockneter und gepresster Pflanzen und Pflanzenteile für ihre wissenschaftlichen Zwecke beholfen.

Zurück ins 19. Jahrhundert

Moderne Bestimmungsbücher überzeugen mit umfassenden Texten und brillanten Fotos der dargestellten Pflanzen und ermöglichen so jedem interessierten Laien einen Zugang zu den einheimischen Pflanzen. Ganz anders im 19. Jahrhundert: Buchdruck war immer noch teuer und vor allem die bildliche Darstellung selbst der wichtigsten Pflanzen machten ein Bestimmungsbuch unerschwinglich. Engagierte Hobby-Botaniker behalfen sich mit der Herausgabe von kleinen Buchherbarien.

Buchherbar in Beständen des Museums

Ein solches Buchherbar aus dem Jahre 1846 stellt Martina Kroth, Leiterin des Bodensee-Naturmuseums, im Rahmen der Reihe „Thema des Monats“ am Mittwoch, den 2. November, um 19 Uhr im Zunftsaal des Rosgartenmuseums vor. Der Eintritt mit anschließendem Aperitif beträgt 4 Euro. Anmeldung unter Tel. 07531/900 913.

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