Am Samstag erinnern Konstanzer an Deportation der Konstanzer Juden

Gedenken an der Stele mit den Namen – Eine Kerze für jedes Opfer

Konstanz. Am 22. Oktober jährt sich die Deportation von 112 Konstanzer Juden in das französische Lager Gurs zum 71. Mal. Aus diesem Anlass lädt die Initiative „Stolpersteine für Konstanz – gegen Vergessen und Intoleranz“ am Samstag, 22. Oktober, um 19.30 Uhr zum stillen Gedenken an die Stele für die deportierten Juden in der Bahnhofstraße. „Wir werden für jedes der 112 Opfer, die alle namentlich auf der Stele genannt sind, eine Kerze anzünden“, sagte Katrin Brüggemann, Sprecherin der Initiative „Stolpersteine für Konstanz“.

Jüdisches Leben in Konstanz

Im Sommer 2009 hatte das Konstanzer Rosgartenmuseum die berührende Ausstellung „Sommer ’39“ gezeigt und auch an das Schicksal jüdischer Familien in Konstanz erinnert. Dokumentiert war auch wie jüdische Geschäftsleute ihre Unternehmen aufgeben mussten. An einer Parkbank, die in der Ausstellung aufgebaut war, war ein Schild „Nicht für Juden“ angeschraubt. Ein Teil der Ausstellung ist mittlerweile Teil der Dauerausstellung des Rosgartenmuseums. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt anlässlich des 70. Jahrestags der Deportation zu einer Gedenkfeier in den Rathausinnenhof und Ratssaal eingeladen. Demnächst soll in Konstanz wieder eine Synagoge entstehen. Die Stadt hat ein Grundstück als Bauplatz zur Verfügung gestellt.

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