Am Samstag Konstanzer Schüler und Eltern für bessere Bildung auf der Straße

Konstanzer Schüler und Lehrer für bessere BildungKonstanz. Schüler, Eltern und Lehrer Hand in Hand. Der Gesamtelternbeirat Konstanz hatte am Samstag, 22. Juni, zu einer Demonstration gegen die Einsparungen der Landesregierung im Bildungsbereich. Die Demo begann um „5 vor zwölf“ auf dem  Münsterplatz in Konstanz. Die Eltern riefen zudem dazu auf, eine Petition zu unterzeichnen. Nach der Kundgebung ließen die Teilnehmer grüne, rote und gelbe Luftballons in den verhangenen Himmel über Konstanz steigen. Die Stossrichtung war klar: Die grün-rote Landesregierung in Stuttgart.

Rücknahme der Streichung von Lehrerstellen

Die geplanten Einsparungen der Landesregierung gefährden nach Meinung des Gesamtelternbeirats Konstanz extrem die Weiterentwicklung des Schulsystems zum Wohle der Kinder und zum Wohle und des Landes. In dem Aufruf zur Demonstration hieß es: „Wir fordern: Rücknahme der geplanten Streichungen tausender Lehrerstellen in Baden-Württemberg; Rücknahme der geplanten Kürzungen der Entlastungs- und Anrechungsstunden für Zusatzaufgaben im Schulbereich; Bestehende Förderkonzepte sind akut gefährdet, zum Beispiel: Hausaufgabenbetreuung, Fortbildungsplanungen und Präventionsprogramme, Angebote wie zum Beispiel Theater, Jugend forscht, Orchester, Chor, Sport; Änderungen der Lehrereinstellungspraxis vor allem bei Schwangerschaften und Langzeitkrankheitsfällen, wir brauchen Sofortmaßnahmen im Grundschulbereich.“

Bessere Bildung

Weiter fordern die Eltern: „Qualitative und pädagogische Sicherung und Weiterentwicklung der Bildung und Ausbildung unserer Kinder, zum Beispiel Schulentwicklungsplanung und -koordination, Differenzierungs- und individuelle Fördermaßnahmen, vielfältige Kooperationen etc.“

Unterschrieben haben den Aufruf Nicola Voigt und Alexandra Bek, Vorsitzende des GEB Konstanz. Gekommen waren rund 150 Schüler, Eltern, Lehrer und Interessierte.

Schüler, Eltern und Lehrer Hand in Hand

Ein Kommentar to “Am Samstag Konstanzer Schüler und Eltern für bessere Bildung auf der Straße”

  1. Detlev Küntzel
    22. Juni 2013 at 00:27 #

    Als Kontrast zu den Verhältnissen am dt. Teil des Bodensees und dieses Bundelandes sei die bedrohlichere Situation dargestellt:

    In einem neuen BL soll der Wissenschaftsbereich stetig massiv gekürzt werden. Die Diskussion hatte die Landesrektoren-Konferenz (ca. 5 Hochschulen und 1 Universität) gesucht, um das Schlimmste zuvermeiden: die Radikalkur wird als selbstzerstörerisch und nicht mehr uberlebensfähig angesehen. Die Diät soll zur existentiellen Magersucht werden, nach Einsparungs-Potentialen soll jährlich deutlich an der Substanz gespart werden. Befürchtet wird u.a. eine Abwanderung von Professoren und Studenten und deutlich weniger Studenten aus anderen BL.
    Der neue Bildungsminister verfolgt seine Vorstellungen ohne Diskussion: die Rektoren-Konferenz hat das Gesprächgesuch zurückgezogen. Die (nicht-machbare) Machbarkeit soll erfinderisch alleine den Hochschulen überlassen sein, was Ossis an Verhältnisse der Planwirtschaft von oben erinnern dürfte.

    Zwanzig Jahre Hochschulaufbau werden als Investitionen in Frage gestellt; die regionale Wirtschaft hat durch gemeinsame Projekte viele Impulse (und mehr) erhalten. Hoffentlich kann diese intensive Vernetzung zugunsten der Wirtschaft weitergeführt werden (kommt auch den Studenten zugute). Die Auslandskontakte sind gut und umfangreich. Ohne ein kleines (aber feines) Hochschulwesen dürfte dem BL ein wichtiger Baustein zur Zukunftsentwicklung fehlen.

    PS.
    Gestreikt und demonstriert wird nicht. Die Argumente wurden nicht gehört und Lautstärke ist nicht das Merkmal von Professoren und der Bevölkerung. Da bleibt nur noch die Frage nach den „externen Beratern“ für solch gewünschte Perspektiven.
    In die Betriebswirtschaftler kann ich mich hineindenken, was die Studenten des modernen Verwaltungs-Managements denken, dürfte verborgen bleiben.

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    Zur SPD und Seemaxx:

    Das Wechselkurs-Verhältnis wird noch lange so bleiben: lt. Medien bis zum Zeitpunkt eines starken Euro-Kurses. Ob wir das noch erleben werden?
    Selbst wenn weniger CH hier einkaufen, dürften die Lücken teilweise jetzige Internet-Käufer (Amazon) verkleinert werden.
    Was macht ein Oberzentrum, wenn im Landkreis durch seine Dominanz eine wirtschaftliche Wüste entsteht? Wo gibt es eigentlich das nächste Oberzentrum? Im Studium wurde beim Thema Investition solche Aspekte nicht erwähnt (zu BL-spezifisch?).

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