Aquapark Management GmbH betreibt Überlinger Bodensee-Therme weiter

Oberbürgermeisterin setzt auf professionellen Betreiber – Saunaerweiterung und große Banja geplant

Überlingen. Die Überlinger Oberbürgermeisterin Sabine Becker, Dr. Michael Quell, Geschäftsführer der Aquapark Management GmbH, und Peter Obser, Geschäftsführer der Sport- und Freizeitanlagen Überlingen Verwaltungs GmbH, haben den neuen Betreibervertrag für die Überlinger Bodensee-Therme unterschrieben. Der Vertragsverlängerung mit der Aquapark Management GmbH, die die Therme schon seit der Eröffnung 2003 betreibt, ging eine EU-weite Ausschreibung voraus. Geprüft hatte die Stadt auch, ob sie oder die Sport- und Freizeitanlagen Überlingen Verwaltungs GmbH die Therme selbst betreiben könnte. „Wir kamen aber zum Schluss, dass für uns die Zusammenarbeit mit einem professionellen Betreiber am günstigsten ist“, sagte Oberbürgermeisterin Sabine Becker. Mit der Vertragsunterzeichnung ist für die Stadt und die Aquapark Management GmbH der Weg frei, die Überlinger Bodensee-Therme weiterzuentwickeln und sich mit dem Bad den Herausforderungen der Zukunft in der Thermen-Landschaft Bodensee zu stellen.

Vier Bewerber für die Bodensee-Therme

Vier Gesellschaften hatten sich um den Betrieb der Bodensee-Therme beworben. Ein Bewerber hatte das Verfahren später in Frage gestellt, sagte Sabine Becker. Der Mitbewerber hatte moniert, dass nicht alle Wettbewerbsteilnehmer dieselben Startvoraussetzungen gehabt hätten und die Aquapark Management GmbH aufgrund ihres Wissensvorsprungs im Vorteil gewesen wäre. Die Vergabekammer beim Regierungspräsidium Karlsruhe entschied aber, dass das Auswahlverfahren korrekt war. Das war bereits im April diesen Jahres. Bis der neue Vertrag ausformuliert war, dauerte es dann aber noch einige Monate bis Oktober.

Aufgusssauna für 80 Personen geplant

Im kommenden, dem dann neunten Betriebsjahr der Therme, steht zunächst die Grundsanierung des Bades an. Geplant sind in einem zweiten Schritt außerdem die Vergrößerung des Saunagartens und der Bau einer neuen Aufgusssauna für 80 Personen. Den städtischen Haushalt belasten die Renovierungsarbeiten 2012 nicht – das Geld kommt aus den Rücklagen, die der Betrieb erwirtschaftet hat.

Thermen am See stehen im Wettbewerb

Im Thermen-Land Bodensee reihen sich in Zukunft vielleicht sogar fünf Thermen wie die Perlen einer Kette entlang aneinander. In Überlingen, Meersburg und Konstanz sprudelt das Thermalwasser längst. Weitere Thermalbäder könnten in Friedrichshafen und Lindau entstehen. Voraussichtlich im Juni 2012 wird die Bodensee-Therme eine Woche lang schließen. „Alles, was für den Badegast sichtbar ist, wird renoviert“, sagt Peter Koop, Betriebsleiter der Therme. Ersetzen muss die Therme wegen des Verschleißes auch Teile der Technik. Komplett erneuert werden zudem die beiden Außensaunen, die die Therme mit neuen Bänken und Holzböden ausstattet. Vor allem der bei Saunabadern beliebte Vitha-Aufguss strapaziert das Holz. Außerdem will die Therme neue, bequeme Liegen anschaffen. Mehr als 200.000 Euro sind eingeplant. Zuletzt hatte die Bodensee-Therme ihren Massage- und Beautybereich ausgebaut und im Spa neue Akzente gesetzt.

Saunaerweiterung für 2012 oder 2013 geplant

Der nächste große Schritt ist dann die Erweiterung des Saunagarten direkt am Seeufer. Hinzu kommen mehrere hundert Quadratmeter Garten. Entstehen wird auch eine neue große Aufgusssauna, eine Banja für 80 Personen. Die Erweiterung ist aus Sicht der Betreiber und auch des Aufsichtsrats dringend nötig, da die Therme an Spitzentagen mit mehr als 1500 Besuchern, davon mehr als 500 im Saunabereich, an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt ist. Betriebswirtschaftlich kann die Bodensee-Therme von der Investition nur profitieren. Während sich die Besucherzahl in den vergangenen Jahren konstant auf dem hohem Niveau von rund 340.000 Gästen bewegte, stiegen die Umsatzerlöse dank der Gäste im Saunabereich weiter an. Wann in Überlingen mit der Erweiterung der Außensauna und dem Bau der neuen Saunahütte begonnen wird, steht noch nicht genau fest – möglicherweise könnte es aber schon 2012, spätestens 2013 soweit sein. Die Investitionssumme liegt voraussichtlich bei 500.000 Euro oder mehr.

Foto: wak

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