Atomgesetz spaltet die Konstanzer Bundestagsabgeordneten

Konstanzer Peter Friedrich kritisiert seinen CDU-Kollegen Jung – Jungs Zustimmung Sieg der Atomlobby

Peter FriedrichKonstanz. Hart und gar nicht mehr herzlich: Der SPD-Bundestagsabgeordnete Peter Friedrich hat seinen Kollegen Andreas Jung ungewohnt scharf kritisiert. Jung hatte dem Atomgesetzt zugestimmt.

Friedrich: Jung Erfüllungsgehilfe der Atomindustrie

„Vom selbsternannten Atomskeptiker zum Erfüllungsgehilfen der Atomindustrie“, kritisiert der SPD-Bundestagsabgeordnete Peter Friedrich die Zustimmung des CDU-Abgeordneten Jung zum Atomgesetz. „Vor der Wahl hat sich Jung gebrüstet, die CDU auf Anti-Atomkurs gebracht zu haben. Jetzt macht er selbst das Gegenteil mit.“, so Friedrich. Jung habe mit seiner Zustimmung zum Atomgesetz seine Glaubwürdigkeit in der Umweltpolitik verspielt. „Ich hatte die Hoffnung, dass er sich treu bleibt. Aber offensichtlich war er dem Druck der Atomlobby nicht gewachsen.“, bedauert Friedrich.

Atomstrom schadet Stadtwerken

Das jetzt beschlossene Atomgesetz schade dem Kreis Konstanz massiv. „Mit dem Atomstrom im Netz wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien blockiert und die Marktbeherrschung der Stromkonzerne schadet unseren Stadtwerken.“, so Friedrich. Der Weg zu einem energetisch selbständigen Kreis Konstanz werde damit verbaut. Dies schade dem Handwerk und den Betrieben im Kreis. Jung habe zudem die Position der Region in der Schweizer Endlagersuche massiv geschadet. „Wie sollen wir dort Sicherheitsaspekte anmahnen, wenn wir zuhause Atomsicherheit gegen Profite eintauschen“, fragt Friedrich.

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