Autos und Busse lösen sich in Überlingen nicht in Luft auf

Warnruf der Bürgerinitiative WOGE ZaNeLI – Altstadt-Sperrung mit Folgen

Überlingen (wak) Die Bürgerinitiative WOGE ZaNeLi freut sich über eine grüne Franziskanerstraße in Überlingen nicht wirklich: Ihr Verdacht: Wenn die Altstadt für den Verkehr gesperrt würde, hätte dies eine zusätzliche Belastung der Wohngebiete zur Folge. „Rund 10.000 Fahrzeuge, die täglich die Franziskanerstraße entlang fahren, lösen sich nicht einfach in Luft auf“, erklärt jetzt Alexander Kuntz, Sprecher der WOGE ZaNeLi. Er verweist auf Verkehrsentwicklungsplan des Beratungsbüros Modus-Consult und fordert eine Verbindung zwischen der Wiestorstraße und der Bahnhofstraße. Verlaufen könnte diese neue Straße nur durch den Stadtgraben.

Fatale Folgen für Wohngebiete

Die WOGE ZaNeLi geht davon aus, dass eine komplette Schließung der Altstadt unter Umständen fatale Folgen für die vielen Wohngebiete haben könnte. Sie rechnet mit täglich bis zu 2.000 Kfz mehr. „Deswegen legen wir größten Wert darauf, dass bei entsprechenden Konzepten immer auch die Gesamtstadt betrachtet wird“, so Alexander Kuntz.

Ruf nach der Grabentrasse

Der Verkehr in der Franziskanerstraße würde sich nicht einfach in Luft auflösen, so Kuntz. Dies habe bereits das Beratungsbüro Modus-Consult im Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Überlingen im März 2006 bestätigt. Auf der Seite 12 steht: Eine Sperrung der Altstadt zum derzeitigen Zeitpunkt könne nicht in Frage kommen kann, „solange nicht eine gegenläufige Tangente zur Altstadt zwischen Wiestorstraße und Bahnhofstraße besteht (…)“.

Von Profiteuren und Verlierern

„Genau aus diesem wichtigen Grund beinhaltet unser Konzept eine zweispurige Grabentrasse, so der Sprecher der Bürgerinitiative. Er appelliert: „Bitte schauen Sie sich bei jedem Vorschlag entsprechende Auswirkungen auf die Gesamtstadt genau an.“ Kuntz weiter: „Vergleichen Sie Verkehrszahlen nicht nur mit dem katastrophalen Ist-Zustand, sondern auch mit dem Zustand vor 2008, der damals als Grundlage zur Verkehrsberuhigung diente. Dabei wird Ihnen sehr schnell bewusst werden, wer zu den wenigen großen Profiteuren gehört und welche komplexen Wohngebiete dafür gnadenlos geopfert wurden.“

Wörtlich schreibt Alexander Kuntz im Namen der WOGE ZaNeLi :

„Es war ein etwas fremdartig wirkendes „green-happening“ am vorletzten Samstag in der belebten Franziskanerstraße. Ein rotes Plüschsofa, garniert mit zwei älteren Herrschaften zwischen Kräuter- und Blumentöpfen, das war schon fast „Spitzweg“-Idylle (oder eine Vorlage für ein neues Lenk-Denkmal?). Zum Nachdenken sollte die Szene anregen? Worüber denn? Macht es sich diese Aktionstruppe nicht zu einfach, wenn sie die Überlinger Verkehrsproblematik dermaßen verniedlicht?

Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema bei dieser „flowerpower-show“ blieben die zwei netten Herren den Bürgern leider schuldig, z.B.: Gibt es Alternativen zum „basta – einfach alles absperren“, welche weiteren Maßnahmen zur Innenstadt- Beruhigung wären vorstellbar, wie sähe in ihren Augen der Zeithorizont aus, wie die Machbarkeit (Kosten)? Was wären die Planungs-Konsequenzen für die angrenzenden Stadtgebiete / für den städtischen Gesamtverkehr? Leider kam dazu von der IVI-Initiative bisher kein einziger konstruktiver Verbesserungsvorschlag auf den Tisch, – nur Theorien wie „Oberstdorf ist schöner“.

Die netten „rote Sofa“-Herrschaften waren schon einmal (in 2008) daran beteiligt, als im „Dorf“ Verkehrsstrukturen so heftig durcheinandergebracht wurden, bis nichts mehr funktionierte. Keine Minute wurde damals verschwendet, um über mögliche negative Folgen der radikalen Entscheide nachzudenken (auf gut bayerisch: „mia san mia“). Tausende der im „Dorf“ ausgesperrten Kfz landeten prompt zwei Straßen weiter in den Reinen Wohngebieten, dort, wo hunderte kinderreiche Familien leben, wo täglich große Kindergruppen den Weg zur Schule gehen, wo der größte Spielplatz der Stadt nur auf Auspufflänge vom Hauptverkehr entfernt ist, wo abends vor 24 Uhr kaum einer mehr ein Auge zubekommt und wo der Schadstoffgehalt der Luft gut 30% über der gesetzlich zulässigen Grenze liegt.

Der IVI-Initiative, repräsentiert auf dem „roten Sofa“, geht es anscheinend nur um Ruhe in ihrer Hauptgeschäftsstraße und damit vor ihren eigenen Läden und Büros. Alles andere dürfte Propaganda sein. Um die Belange der Bürger in den Wohngebieten haben sie sich bisher noch nie den Kopf zerbrochen. Im Moment sieht es sogar eher danach aus, als wolle sich die Aktionstruppe noch rasch vor Beginn der „moderierten Bürgerbeteiligung“ einen Startvorteil verschaffen. Das wäre zwar nicht gerade die feine demokratische Art, es würde uns allerdings auch nicht wundern.

Unser Trost: Die alte Reichsstadt hat schon schlimmere Prüfungen überstanden!“

Ringen bis zu einem Bürgerentscheid

Bevor in Überlingen eine Entscheidung fällt, gibt es einen moderierten Prozess, an dem sich Bürger beteiligen können. Das Ringen, der Austausch von Argumenten und das Äußern von Ängsten geht deshalb erst einmal noch einige Monate lang weiter. Am Ende des Diskurses könnte ein Bürgerentscheid stehen. Oberbürgermeisterin Sabine Becker, hatte diesen Vorschlag vor wenigen Wochen bei einer Verkehrsbürgerversammlung gemacht.

24 Kommentare to “Autos und Busse lösen sich in Überlingen nicht in Luft auf”

  1. soso
    1. Juni 2010 at 10:50 #

    Ich kann das – entschuldigung – Geschwätz der WoGe Zaneli nicht mehr hören. Hier wird konstant auf unterstem Niveau gestänkert und Leute persönlich beleidigt.
    Es ist wirklich fast rührend wie sie anderen vorwerfen nach dem St.-Florians-Prinzip zu handeln, wo dieses doch erkennbar ihre eigene Maxime ist. Die Zahnstraße ist von Anfang an als Straße gedacht gewesen, die auch einen gewissen Durchgangsverkehr trägt (man könnte ja mal nachfragen wieviel Anschlussgebühren die Anlieger dort zahlen mussten?) und ist somit eben kein reines Wohngebiet. Und was sind überhaupt reine Wohngebiete. Sind Aufkircherstraße und Friedhofstraße etwa keine?

    Wenn wir nicht bereit sind, Autos ganz aus der Stadt draußen zu lassen, müssen die Verkehrsströme eben verteilt werden. Da hilft es nichts zu argumentieren, das aus historischen Gründen einige Straßen bis jetzt den in den letzten Jahrzehnten immer mehr zunehmenden Verkehr aufgenommen haben. Gerade weil der Verkehr so zugenommen hat, muss heute nach Lösungen gesucht werden, das eben nicht alles an einem Straßenzug hängenbleibt. Das ist mit der jetzigen Regelung (Einbahnregelung in Aufkircherstr. und am Schättlisberg) gut gelungen. Jetzt muss es darum gehen, auch für die Innenstadt Lösungen zu finden.

    Was ich allerdings nicht verstehe, ist warum manche immernoch die Grabentrasse befürworten. Kann mir ernsthaft jemand erklären, wie die Grabentrasse bei der evangelischen Kirche in die Christophstr. eingegliedert werden soll, wie es von dort weitergehen soll?

    Kann mir außerdem jemand erklären, warum man eine grüne Oase nahe der Innenstadt von großem historischen Wert durch eine breite Straße durchqueren soll? Die weitgehend intakte mittelalterliche Überlinger Stadtbefestigung ist ein zu schützendes Gut. Man kann nur hoffen, dass das Denkmalamt eine Grabentrasse nicht mitmachen würde.

    Im übrigen, Herr Kuntz, befindet sich dort ein Spielplatz.

  2. loewe
    1. Juni 2010 at 12:04 #

    Wir sind sehr froh, dass es die Bürgerinitiative WOGE Zaneli gibt und sich vor allen Dingen auch für die vielen älteren Anwohner der Wohngebiete entsprechend einsetzt und somit verdeutlicht, dass Überlingen nicht nur aus der Altstadt und der Friedhofstraße besteht. Die Zahlen und Fakten der Bürgerinitiative sind immer leicht verständlich und die Konzepte nachvollziehbar. Vermutlich ist dies deswegen für so manche ein Dorn im Auge, die ausschließlich Ihre eigenen Interessen vertreten. Bitte setzt Euch weiterhin für die Anwohner der Wohngebiete ein! Vielen Dank an Eurer Engagement!

  3. energy
    1. Juni 2010 at 12:47 #

    soso scheint zu den wenigen Profiteuren zu gehören und sich angesprochen zu fühlen.
    Wie wäre ansonsten dieses schwachsinnige Schöngerede von Einbahnstraßen nachvollziehbar? Wenn einer nicht einmal die Unterschiede von Wohngebiets-Charakterien kennt und dann solche Äußerungen von sich gibt, dann sollte er dringend seine Hausaufgaben machen. Kann man nur hoffen, dass solche nicht im Gemeinderat sind und weiteren Schaden den Anwohnern zufügen!

  4. soso
    1. Juni 2010 at 14:55 #

    soso wohnt nicht mehr in Überlingen, aber netter Versuch energy. Aber bin gespannt auf Ihre objektiven Kriterien für Wohngebiete!

  5. streetworker
    1. Juni 2010 at 15:10 #

    Ich bin immer wieder darüber erstaunt, wie manche Verfasser von Leserbriefen oder Kommentaren eigentlich gar nicht das Handwerk einer „guten Schreibe“ besitzen. Wenigstens entschuldigt sich der unter dem Pseudonym schreibende „Soso“ im voraus.
    Schreiben können ist das eine, argumentieren das andere. Der Autor wehrt sich mit Händen und Füßen gegen den Vorschlag, die Grabenstraße als Entlastungsstraße zu nutzen. Immer wieder folgen als Satzschlusszeichen Fragezeichen. Kann es sein, dass der Schreiber zu denen gehört, die im Gemeinderat sitzen und in der Vergangenheit vergeblich nach Verkehrslösungen suchten?
    Wenn vor langer Zeit beschlossen wurde, die Zahnstraße so zu konzipieren, dass sie einen „gewissen Durchgangsverkehr trägt“, dann ist es völlig unverständlich, warum in den letzten Jahren der Schättlisberg besiedelt wurde. Lange Zeit wurde diese Gebiet als familienfreundlich angepriesen. Übrigens soll dort ja uch ein Montessori- Kindergarten gebaut werden. Kinder sind unsere Zukunft. Wir sollten unsere Kinder so gut es geht vor schädlichem Lärm und Abgasen bewahren – im Notfall auch auf Kosten einer „mittelalterlicher Stadtbefestigung“.
    „Soso“ bezeichnet die Argumente von Herrn Kuntz als „Geschwätz“, beklagt sich aber im gleichen Atemzug darüber, die WOGE- ZaNeLi würde stänkern und Leute beleidigen.
    Zum Schluss noch ein guter Rat: „Soso“ sagt am meist dann, wenn einem der Gesprächsstoff ausgegangen ist oder es an übezeugenden Argumenten fehlt. „Soso“ bringt uns nicht weiter!

  6. sparring
    1. Juni 2010 at 15:25 #

    Der „S.O.S-(O)“-Schreiber scheint mir argumentativ eine ziemlich unkultivierte Dumpfbacke zu sein (die aggressive Schärfe verbessert kaum seine Glaubwürdigkeit, er sollte sie eher für die tägliche Rasur benutzen). Wer mit seinem lauten Imponiergehabe so massiv und bewußt fehlinterpretierend gegen seine (anständigen) Mitbürger auftritt, die nicht anderes als ein legitimes Interesse an mehr Lebensqualität in ihren Reinen
    Wohngebieten äußern, der lebt vermutlich auch sonst bedrohlich wie ein Orang-Utan und sieht nur Bäume.

    Mir kommt es vor, als hätte ich die Stimme schon öfter mal aus einer politisch eingefärbten Ecke unserer Stadt gehört. Auch da gibt es natürlich – wie im richtigen Leben – einen oft recht unterschiedlichen IQ. Eine Sprache verstehen sie jedoch alle :
    Die der “ Roten Karte !“

    Übrigens — dieses „soso“-Geschwätz steht voll im Gegensatz zu der von der Stadtverwaltung angestrebten aktiven Bürgerbeteili-gung an der Verkehrsdiskussion. Hier soll künftig endlich mal mehr Demokratie gewagt werden, was „in gewissen Kreisen“ aber anscheinend nicht Jedermanns/-fraus Sache ist.

    Mit „soso“ fühlt sich vermutlich einer auf den Verkehrs-Bleifuß getreten, der im Leben bisher nichts Bemerkenswertes (außer Kollateralschäden) auf die Reihe gebracht hat. Soll er sich ruhig weiter getreten fühlen, – auf solche unartikulierte Typen kann eine liebenswerte Stadt wie Überlingen gern verzichten.

    Obwohl ich glaube, daß weder von den „Dorf“-Spontis noch von den „rote Sofa“-Besetzern bzw. ihren politischen Sympathisan-ten noch etwas Gescheit-Konstruktives zum Thema Verkehr zu erwarten ist, sage ich vorsichtshalber erst einmal „auf Wieder-sehen“. Dennoch hoffe ich, daß sich die Gemüter bald wieder beruhigen und etwas mehr Kultur und gesunder Menschenverstand auf Überlingens Straßen einziehen werden.

    — sparring —

  7. RA-F
    1. Juni 2010 at 18:43 #

    Dieser S.O.S.O – Typ erinnert mich sehr stark an einen bekannten Winkeladvokaten aus Überlingen. Solchen Typen hat Überlingen nicht nur das Verkehrschaos zu verdanken. Hier in Überlingen dreht sich eben nicht immer nur alles um die Innenstadt oder um das Dorf – vielmehr muß eben auch das Verkehrs-Fiasko in den Wohngebieten beendet werden. Die Zanelis machen wenigstens Vorschläge für die Gesamtstadt und legen Lösungsansätze vor. Einbahnstraßen und eine Überflutung der nördlichen Wohngebiete zu beschönigen und sofort gegen eine Grabentrassen zu schießen ist eine Vorgehensweise, die wir hier in Überlingen nicht mehr haben wollen. Ansonsten bräuchten wir auch keinen Bürgerbeteiligungsprozess. Nur mit Bildern und Blumenkübel, wie bei manch anderen Initiativen, wird niemanden wirklich geholfen.

  8. soso
    1. Juni 2010 at 20:03 #

    @ sparring

    Ich sehe schon, dass sie ein Meister des guten Stils sind, bei dem geschliffene Ausdrucksweise und inhaltlich gehaltvolle Aussagen zusammenkommen.

    Gerne würde ich Sie jedoch bitten Ihre argumentative Stärke noch etwas deutlicher machen und auf die von mir angebrachten Argumente zu antworten. Konkrete Fragen habe ich ja einige gestellt, auf diese gehen Sie leider ebenso wenig ein, wie ihr Vorgänger „streetworker“, der sich lieber an der sprachlichen Gestaltung meines – zugegeben in Eile verfassten – Kommentars abarbeitet. Das können Sie gerne weiter tun, zeigt aber, dass es Ihnen eher darum geht, meine Argumente und Fragen an Sie zu umgehen, als sich mit diesen inhaltlich auseinanderzusetzen.

    Versuchen wir es doch nochmal.

    Ich hätte folgende Fragen an sie:

    Was sind für sie objektive Kriterien an Wohngebiete?

    Sind beispielsweise Aufkircherstr., Friedhofstr. oder Owingerstr. und Ulrichstr. keine Wohngebiete? Ist es gerecht allein diese Straßenzüge mit dem Straßenverkehr zu belasten?

    Wie würden Sie eine Grabentrasse realisieren?
    Wie soll bei einer solchen der Verkehr an der evangelischen Kirche eingegliedert werden?

    Und sie haben schon richtig gehört, ich würde mich mit Händen und Füßen gegen eine Grabentrasse wehren. Nicht weil ich da wohne, da muss ich sie enttäuschen (im Gemeinderat bin ich übrigens auch nicht), sondern weil ich es für eine nicht zulässige Zerstörung des historischen Stadtgrabens halte. Eine Zerstörung, für die man sich einige Jahre später schämen würde. Darüber hinaus – sie werden es nicht abstreiten können – leben auch dort Menschen.

    In der Hoffnung, dass Sie sich auch inhaltlich mit meinen Fragen auseinandersetzen werden, werde ich hier morgen nocheinmal reinsehen.

    Mit besten Grüßen
    soso, „argumentativ ziemlich unkultivierte Dumpfbacke“, Träger eines niedrigen IQs, Produzent von Geschwätz, Gegner von Bürgerbeteiligung, „Nichts-Bemerkenswertes-Leister“, Kollateralschaden.

  9. soso
    1. Juni 2010 at 20:13 #

    P.S. @streetworker

    soso leitet auch schmunzelnde Bemerkungen ein. Deswegen lässt es soso für heute auch gut sein, schmunzelt sich einen und freut sich daran, dass er den hier in Scharen auftretenden Vertretern der Woge Zaneli Kopfzerbrechen bereitet hat.

    Im Übrigen ist soso ein großer Fan von Bürgerbeteiligung und davon überzeugt, dass am Ende eines Bürgerbeteiligungsverfahrens eben genau das nicht stehen wird, was die Woge Zaneli vorschlägt.

    @RA-F
    soso ein Winkeladvokat? Mitnichten. Es fällt Ihnen wohl schwer zu glauben, aber Herr Faupel ist nicht der einzige, der eine Verkehrsberuhigung der Innenstadt für wünschenswert hält.

    Eine allgemeine Bemerkung würde ich dann gerne noch anschließen. Ich kann gut verstehen, dass sie es nicht wünschen, dass der Verkehr durch die Wohngebiete fließt. Ich wünsche mir das auch nicht. Aber der Verkehr ist in Überlingen Realität und wir tun erstens gut daran zu überlegen, wie wir ihn reduzieren können, zweitens wie er möglichst gut an den Wohngebieten vorbei gelenkt werden kann (z.B. durch die Lippertsreuterstr.) und drittens wie wir den verbleibenden Verkehr so verteilen können, dass eine einigermaßen gleichmäßige Verteilung in den unterschiedlichen Wohngebieten bleibt.

  10. H.J.Faupel
    1. Juni 2010 at 22:31 #

    WogeZaneli veröffentlicht am Montag angebliche gutachtliche Feststellungen.
    Dazu folgende Richtigstellung:

    Der zitierte Satz in Woge Zanelis „Schriften“:
    Auf der Seite 12 steht: „Eine Sperrung der Altstadt zum derzeitigen Zeitpunkt nicht in Frage kommen kann, solange nicht eine gegenläufige Tangente zur Altstadt zwischen Wiestorstraße und Bahnhofstraße besteht (…)“

    Der vollständige Satz lautet S. 12 oben ( O r i g i n a l f a s s u n g ):

    …….die besten Entlastungswirkungen von Maßnahmen ausgehen, die den gegenläufigen Verkehr zwischen Wiestorstraße und Bahnhofstraße aus der Altstadt herausnehmen. Dies wird entweder durch Tunnelvarianten erreicht oder durch offene Trassen im Graben. Gegen diese Planfälle sprechen die hohen Kosten, die langen Planungszeiträume und teilweise die denkmal- schützenden Aspekte. s.a. weiter unten das Protokoll des Gemeinderates von 2006

    Das Zitat von Woge Zaneli S. 12 unten:

    …….eine Sperrung der Altstadt zum derzeitigen Zeitpunkt (gemeint ist 2006!!! – das hat der Urheber weggelassen) nicht in Frage kommen kann, solange nicht eine gegenläufige befahrbare Tangente zur Altstadt zwischen Wiestorstraße und Bahnhofstraße besteht. Gleichwohl wird aufgezeigt, dass eine Sperrung, bzw. eine Teilsperrung eventuell zu bestimmten Zeiten eine denkbare Alternative darstellt, die im Einzelfall genauer unter- sucht werden könnte.

    Das war aber 2006 als es die Zahnstraßenverlängerung noch nicht gab.

    Jetzt gibt es sie aber. Sie ist da, tatsächlich.

    So einfach ist das , wenn man mit der Wahrheit großzügig umgeht .

    Wir sind inzwischen schon weiter, die einzigen die das nicht wahrhaben wollen ,ist die Ignoranz einer kleinen Gruppe von Leuten in einem Straßenabschnitt von 300 Metern , der Zahnstraße.

    Nach Selbstauskunft ca. 85 Leute dort.

    Mit 1415 Unterschriften von Autofahrern (und Nicht Anwohnern!!!) mit denen sie gegen Verkehrsbelastung protestieren.

    Dabei sind in den Gebieten der B-Pläne Schättlisberg und Zahnstrasse über 1000 Pkw standhaft und ansässig.

    Das gibt es allerdings nur in Überlingen!

    Im übrigen noch einmal die Zitate aus den städtischen Dokumenten bezgl. „Grabenstrasse“ :

    Beratung im Gemeinderat am 12. Juli 2006

    Straßennetz Überlingen / Protokoll der Stadt Überlingen

    S. 3

    Nachdem der Gemeinderat in der am 3. Mai 2006 stattgefundenen öffentlichen Sitzung den Entwurf des Verkehrsentwicklungsplans zur

    Kenntnis genommen hat, wurden in den vergangenen Wochen Informationsveranstaltungen in allen Gemeinderatsfraktionen und beim

    Wirtschaftsverbund durchgeführt. Bei einigen dieser Veranstaltungen wurde nochmals die sog. „Grabentrasse“ (Planfall 3) in die Diskussion eingebracht.

    Diese Lösung würde zwar – ähnlich wie die „Tunnellösung“ – Teile der inneren Altstadt entlasten, hat aber folgende gravierende Nachteile:

    – Der Stadtgraben, eine attraktive Fußwegeverbindung (Schulweg, Naherholung, Tourismus) würde durch ca. 6.000 KfZ/Tag (bei Zweibahnlösung: 12.000 Kfz/Tag) entwertet.

    – Die bisherige Fußgängerzone Grabenstraße würde zu einer Hauptverkehrsstraße.

    – Eine Vielzahl von Bewohnern von Grabenstraße, Steinhausgasse, Turmgasse, Gartenstraße und Gunzoweg würden erstmals Verkehrsimmissionen in diesen Dimensionen ausgesetzt.

    Mit erheblichen Widerständen in einem erforderlichen Bebauungsplan- bzw. Planfeststellungsverfahren müsste gerechnet werden.

    – Der für die westliche Altstadt wichtige Spielplatz „Kinderkreis“ müsste verlegt werden.

    – Die Zäsur zwischen der inneren Altstadt und der Fischerhäuser Vorstadt würde verstärkt; dadurch würde die westliche Einkaufsinnenstadt noch weiter abgehängt, statt diese besser mit den übrigen Geschäftsbereichen zu verklammern.

    – Auch aus Sicht der Denkmal- und Stadtbildpflege bestehen erhebliche Bedenken gegen eine Hauptverkehrsstraße im historischen Stadtgraben.

  11. kralle
    1. Juni 2010 at 22:42 #

    Dieser „SOSO“ ist an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten. Wir mussten damals einen Kredit über 55.000 DM aufnehmen, um die Anschlusskosten der Zahnstraße zu bezahlen und haben nun eine Stadtautobahn vor der Haustür. Den Kredit haben wir jahrelang mühsam abgestottert. Anwohner an der Aufkircherstr. mussten überhaupt keine Anschlusskosten bezahlen, da es sich um eine Landesstraße handelt. Mittlerweile hat die Landesstraße weit weniger Verkehr als die Zahnstraße.
    Wir alle hoffen nun auf einen erfolgreichen Bürgerbeteiligungsprozess. Diese Person ist eine Schande für Überlingen und sollte sich für seine Äußerungen und Lügen schämen! Gott sei Dank setzt sich die Bürgerinitiative der WOGE ZaNeLi für uns ein und legt solchen menschenverachtenden Verbrechern das Handwerk!

  12. sparring
    1. Juni 2010 at 23:24 #

    “ SO SO „, – eigentlich ist das eine freundlich ermahnende Geste an Kinder, und zwar mit dem Zeigefinger (nicht mit dem Stinkefinger). Aber da Sie mich in Ihrem ersten Absatz diesmal so auffallend freundlich angesprochen und geschmeichelt haben, kann ich es nicht übers Herz bringen, Ihnen nicht zu antworten.

    1. Die Frage, welches realisierbare Verkehrskonzept von der
    sogen.„Dorf-/Innenstadt“-Initiative an die Stelle lauter
    Klagen gesetzt werden soll, wurde von vielen Bürgern schon
    seit Wochen an die IVI gestellt. Bisher gelang es Ihnen,
    immer wieder geschickt auszuweichen.

    2. Nach guter alter Sitte sind Sie jetzt also zuerst dran, Ihre
    unbekannten Karten auf den Tisch zu legen (die Karten der
    bedrängten Wohngebiete kennen Sie ja bereits). Aber es ist
    natürlich effektvoller, eine Art von juristischem Kreuzver-
    hör zu beginnen (Recht hat dann oft seltener das Indivi-
    duum, öfter der Anwalt).

    Einigen wir uns darauf, daß Sie zuerst darlegen, was Sie eigent-lich verändern wollen in dieser Stadt (außer daß vor einigen Geschäften und Büros Verkehrsruhe herrschen soll), – und vor allem wie Sie es tun wollen. Dann werden Sie sehen, daß ich mich prompt auch mit Ihren Fragen auseinandersetzen werde. Also bitte immer schön der Reihe nach !

    Übrigens : Ganz so schlecht, wie Sie sich per Unterzeile darge-stellt haben, sind Sie sicher nicht. So habe ich es wortwört-lich auch nicht ausgedrückt, nur eben sehr kritisch.

    „by the way“- Sir,
    alles wartet auf Ihren neuen großen Auftritt, Mr. S.O.S.+O !

    — sparring —

  13. Canu
    2. Juni 2010 at 00:13 #

    Oh jeh, ist das ein unsachliches Angiften hier !
    Wozu soll das führen ?

    Meine Meinung : Den Hauptverkehrsstrom durch die Zahnstraße zu leiten ist nicht nur eine Zumutung für die Anwohner dort, sondern auch für alle diejenigen, die täglich in diese Richtung fahren müssen, zum Beispiel vom Burgberg in die Uhland oder Wilhelm-Beck-Straße, teuer, sinnlos und umweltschädlich obendrein.

    Ich sehe darin keinen Effekt darin, außer daß sich der Verkehr, in der Zahnstraße konzentriert und die Menschen sinnlose Umwege
    in Kauf nehmen müssen.
    Dennoch stellt für mich die Zerstörung des Grabens auf keinen
    Fall eine Lösung für jenes weitere Problem dar, wenn nämlich die Innenstadt gänzlich für den Verkehr gesperrt werden soll.

    Bei aller Liebe für Verkehrsberuhigung und Fußgängerzonen, die ich habe ! Es muss aber passen und das tut es eben nicht in jedem Fall. Da schau man sich so manche tote Innenstädt mal genauer an. Leblos, öde, eine Einkaufskette nach der anderen und dazwischen Fastfood. Langweilig und leer….
    Oder Verkehrskonzepte zum Abwinken wie in Tuttlingen, ja vielleicht kann Überlingen das noch übertreffen !

    Sicher ist es nicht schön, wenn sich Blechlawienen durch die Innenstadt wälzen und das Verkehrsaufkommen wächst nun mal. Ich bin darum der Meinung die Verkehrsregelung wie sie vor der teilweisen Sperrung der Friedhofstraße und der Aufkircherstraße war, war in jedem Fall die bessere. Manchmal ist halt verteilen besser als konzentrieren, darüber hinaus sollte man Anreize bieten, damit die Autos möglichst vor der Innenstadt abgestellt werden. Vielleicht könnte man beim Parkplatz oben am Krankenhaus günstig Fahrräder zur Verfügung stellen und so weiter…..

  14. soso
    2. Juni 2010 at 14:01 #

    @kralle entschuldigen Sie, da hatte ich anderes gehört. Es sollte mir nicht darum gehen bewusst mit Falschaussagen zu arbeiten. Aber es ist leider ebenso falsch zu sagen, dass alte Planungen nicht schon lange vorgesehen hatten, dass die Zahnstraße einmal mehr Verkehr würde tragen müssen.

    @sparring

    Zu Ihren Fragen: Ich gehöre keiner dieser Initiativen an, kann es deshalb auch nicht für die Initiativen beantworten. Ich könnte mir gut vorstellen Franziskaner. und Christophstraße einfach zu sperren. Parken kann in dem Gebiet ohnehin keiner und vom Parkhaus Post, Mitte und West ist alles fußläufig erreichbar.
    Sollte dies keine Mehrheit finden, könnte ich mir notgedrungen die sogenannte T-Lösung vorstellen, die immerhin die Christophstr. entlasten könnte.
    Im Übrigen waren die in der „Unterzeile“ genannten Attribute, fast alles wörtliche Zitate von Ihnen

    @canu
    eigentlich gings mir auch um eine sachliche Diskussion. Leider meinten die späteren Kommentatoren sich mehr an dem von mir benutzten Wort „Geschwätz“ aufzuhängen, als an meinen Argumenten.
    Was ihre Argumentation zur Zahnstr. angeht, kann ich Ihnen nicht folgen, denn wer vom Burgberg in die Wilhelm-Beckstr. will, der sollte einfach über die alte B 31 fahren. Das ist allenfalls einen Tick länger, geht aber nicht durch Wohngebiete.

    Was die Innenstadt angeht, sind wir ja bezüglich der Grabentrasse einer Meinung und nachdem ich kürzlich durch Tuttlingen musste, stimme ich Ihnen im Bezug auf Tuttlingen voll zu, verstehe aber nicht, was die Aufhebung der Einbahnregelungen in Aufkircherstr. und am Schättlisberg für positive Auswirkungen auf den Innenstadt verkehr haben soll. Oder habe ich Sie da falsch verstanden?

    @Administratorin
    ich hatte gestern abend noch einen Kommentar geschrieben, der aber immer noch nicht freigeschaltet ist.

  15. KapHorn
    2. Juni 2010 at 18:39 #

    Konstruktiv!
    Aus egoistischer Sichtweise kann man jeden Vorschlag „killen“.
    Dann spricht man von sogenannten „Killer- Phrasen“. Auch juristische Rechthaberei bringt Überlingen hinsichtlich eines vernünftigen Verkehrskonzeptes nicht weiter.
    Dagegen finde ich die Pläne der WOGE ZaNeLi sehr konstruktiv und durchdacht. Auf der homepage dieser Initiative kann man sie einsehen und sich ein Bild davon machen. Fair finde ich auch, dass der Lösungsvorschlag nicht nur eigene Interessen beinhaltet, sondern die Gesamtproblematik der Stadt Überlingen im Blick hat.
    Dies zeugt von Professionalität und Weitsicht.
    Diese Attribute würde ich mir gerne von allen Initiativen und Bürgern wünschen, damit eine möglichst optimale Lösung gefunden werden kann. Zynismus, Rechthaberei und Selbstdartstellung sind hier fehl am Platze. „Suchet der Stadt bestes…“

  16. advokat
    2. Juni 2010 at 22:35 #

    Kompliment der Woge: Die Initiative scheint die Achse der Überlinger-Verkehrs-Chaoten gefunden zu haben. Es ist ein Skandal, dass ein angeblich renommierter Anwalt, sich als solcher Egoist erkennbar gibt und dann auch noch meint, er hätte das Recht gepachtet. Ich bin bitter enttäuscht, dass diese Person seine Stellung derart für persönliche Interessen missbraucht. Eigentlich hätte ich erwartet, dass solche „angeblichen“ Vorbildpersonen an einer Verkehrsreduzierung und Optimierung der Gesamtstadt inkl. aller Wohngebiete interessiert sind und nicht nur an den Straßen, wo sie selber wohnen und arbeiten. Gleichzeitig bezüchtet er noch seine ehemaligen Nachbarn als ignorante kleine Gruppe, nur weil er mittlerweile etwas Besseres zu sein scheint. Wird denn Überlingen nur noch von Macht, Geld und „alten“ Seilschaften diktiert?
    Hätte er seine Recherchen weniger quantitativ und lückenlos vorgenommen, so würde er längst wissen, dass es bei weitem nicht nur um die Zahnstraße geht, sondern um nahezu ganz Überlingen. Deswegen gibt es auch einen Bürgerbeteiligungsprozess der Stadt Überlingen.

  17. sparring
    3. Juni 2010 at 01:38 #

    Sehr geehrter Herr Faupel,

    endlich haben Sie sich geoutet, es wurde auch Zeit ! Das Bild vom netten Biedermann, der den Menschen zuliebe Blümchen in der Franziskanerstraße pflanzt, gleichzeitig aber seine Mitmenschen im benachbarten Reinen Wohngebiet abschätzig als „ignorante Gruppe“ bezeichnet, ist äußerst widersprüchlich. Welche Qualität wohl bei Ihnen dominiert ?

    In der Nordweststadt konnten die Bürger über Jahre beobachten, wie verbissen missionarisch Sie und „Ü-Bin“ als Team persön-liche Ziele verfolgten. Ein erster Schritt war die sogenannte
    „Beruhigung Dorf“, die in 2008 in einem diskriminierenden Verkehrsdesaster mündete. Die Vision „Verkehrsberuhigung für alle“ war zwar wie eine Droge, die anschließende Realisierung jedoch menschenmißachtend und unwürdig. Nur ein klares Ziel hatte die kleine Dorf-/Innenstadt-Seilschaft (damals wie heute) vor Augen : „Ruhe vor der eigenen Haustür !“
    (im Sinne des entrückten HB :„ü-bin das Herrgöttle vom Dorf“).

    Sie selbst sind der festen Meinung, Ihre Initiative sei im Denken den Zahnsträßlern ein großes Stück voraus. Okay,- diese empfinden dagegen die unangenehme Art, mit der Sie gern anders-denkende Mitbürger bloßzustellen versuchen, als ziemlich schäbig. Vielleicht ist es aber nur ein bißchen zu viel Arroganz, immer Recht haben zu wollen ?

    In den letzten Wochen vermarkteten Sie und die neue I.V.I. unüberhörbar das Thema „Innenstadt“. Man könnte meinen, Sie sehen sich schon als „Gralshüter“ von Überlingen. Daß Ihre Mitmenschen dazu z.T. andere Vorstellungen haben, ist Ihnen
    wie immer „pups-egal“. Daher mein wohlgemeinter Rat : Wenn
    Sie ein guter „Hüter“ sein wollen, dann hüten Sie sich am besten vor sich selbst (denn Hochmut kommt vor dem Fall !).

    Die Zeit lehrt, daß Missionare und Fanatiker kommen und gehen. Die einen mehr, die anderen weniger freiwillig. Wie sieht es bei Ihnen aus ?

    Herzlich Ihr — sparring (trainer) —

  18. RA-F
    3. Juni 2010 at 10:56 #

    @SOSO: Interessant, dass Sie bei einem Winkeladvokaten gleich Herrn Faupel vermuten. So wie er sich hier gibt, stimme ich Ihnen aber voll und ganz zu.

  19. sparringspartner
    3. Juni 2010 at 12:53 #

    @ sparring
    Schade, hätte Sie gerne persönlich mit Namen angesprochen, aber den mögen Sie ja nicht nennen – möglicherweise aus Furcht vor diffamierenden Angriffen anders gesinnter?

    Bemerkenswert, mit welcher Aggressivität Sie sich hier zeigen. Welcher Grund wohl dahinter steckt – vielleicht Aufmerksamkeitsdefizit. Klar, Engagement für eine Sache ist nur so lange gut, wie es für die eigene ist, eine andere Meinung und andere Sicht neben der eigenen wird nicht toleriert.

    Ich erinnere mich gern an die Worte des Moderators bei der Präsentation der Gruppen und Lösungen im Kursaal, mit denen er zur Toleranz und Akzeptanz der anderen Meinung gegenüber mahnte – einen Abend hatte es gehalten. Wäre interessant gewesen, Sie hätten Ihre Stimme bereits damals, an jenem Abend erhoben – aber ich kann verstehen, aus der Deckung heraus ist es einfacher.

    Ich akzeptiere, wenn einer für seine Sache kämpft – der eine hängt eben beschriftete Bettlaken in den Garten, der andere stellt Blumenkübel auf die Straße. Beides ist eine gute (!) Sache, sich für (s)ein Ziel einzusetzen. (Und letzteres ist mir jedenfalls sympathischer.)

    Was nehme ich noch wahr : Sie schmeiße mit Dreck, beschimpfen, beleidigen, verhöhnen… Das ist keine gute Sache.
    In Ihrer Glosse verwenden Sie 8 mal das Wort „Sie“, aber nicht ein einziges mal das Wörtchen „ich“. Manchmal hilft es, bei sich selbst anzufangen, auf der Suche nach einer besseren Lösung.

    Ich jedenfalls hoffe, in diesen Foren bald wieder kreative Gedanken zu einem besseren Überlingen zu finden — das übrigens aus Dorf UND Wohngebieten besteht.

    Der „Feind“ sitzt übrigens nicht im Dorf/Innenstadt, sondern im Rathaus – für diese Leute gilt es, die Kraft aufzubringen, sie zu überzeugen.
    Deswegen werde ich mich an diesem Kindergarten nicht weiter beteiligen und die Foren erst wieder betreten, wenn es um sie Sache geht.

  20. Rüdiger v.der Linde
    3. Juni 2010 at 13:34 #

    Es „faupelt“ gewaltig

    Ich habe Ihre Glanznummer auf dem „roten Biedermeier-Sofa“
    bewundert und heute Ihren gewaltigen Leserbrief gelesen. Ehrlich,
    die erste Selbstdarstellung fand ich deutlich besser. Der Leserbrief
    war leider schlecht recherchiert, desinformierend und unnötig aus-
    fallend gegen Dritte. Nicht sehr zuträglich für die Absenderadresse.

    Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang (auch an viele andere
    „Möchtegern“-Verkehrsexperten gerichtet) folgendes kurzes Gedicht
    des beliebten sozialkritischen Dichters Eugen Roth zitieren :

    „Ein Mensch erblickt das Licht der Welt,
    doch hat sich oft herausgestellt,
    nach manchem trüb verbrachten Jahr,
    daß dies der einige Lichtblick war !“

    Trotzdem freundliche Grüße Rüdiger v.der Linde

  21. Canu
    5. Juni 2010 at 14:13 #

    Mein Beitrag oben mag für manchen so klingen, als fände ich es besser, wenn alles beim Alten bleibt ( ewig gestrig und alles aussitzen bis es zu spät ist ). Nein !
    Was aber nicht taugt und unzumutbar ist macht man besser rückgängig, solange bis sich bessere Lösungen gefunden haben !

    Irgendjemand wird immer der Leidtragende sein, ja auch das stimmt.
    Das sehen wir bei den Anwohnern der Frohsinnstr., dennoch wurde diese Lösung angenommen und akzeptiert, mindestens von einer breiten Mehrheit, weil es nachvollziehbar für die Allgemeinheit Sinn macht !

    Was den Stil der Auseinandersetzung hier bertifft, so bin ich noch immer der Meinug, das führt zu nichts, dennoch geht es weiter mit Spitzen, Beleidigungen, Schulszuweisungen….

    Es wäre schön, wenn der Eine oder Andere gelegentlich mal die Perspektive wechselt, das könnte vielleicht zum gemeinsamen Anliegen, eine optimale und kreative Lösung zu finden, beitragen !

    Was den Graben betrifft, denke ich es wäre besser, wenn die Woge
    auf diese Idee ganz verzicht. Nicht nur aus strategischen Gründen, weil das nie und nimmer eine mehrheitliche Zustimmung findet, sondern weil es sich beim Graben um ein einzigartiges historisches Kulturgut und um eine Naturschönheit mit besonderem Charakter handelt, sowas macht man nicht einfach kaputt. Ich denke, das trägt nicht zum, meiner Meinung nach, berechtigten Anliegen der Zannelies und ihrer Unterstützer bei.

    Viel mehr macht es Sinn, wenn nun einige Bürger aufgewacht sind und gemeinsam an konstruktiven Lösungen mitarbeiten, dazu müsste aber mindestens mal ein anderer Ton angeschlagen werden !

    Canu

  22. sparring
    6. Juni 2010 at 00:06 #

    Lieber/liebes Canu, nur kurz eine ganz kleine Richtigstellung. Die Idee Grabentrasse stammt ursprünglich aus dem Gemeinderat, weil sich für eine Tunnellösung keine Mehrheit fand. Die WOGE meint, lieber eine Zweitlösung als nur Murks wie eine totale Innenstadtsperrung. Denn diese würde Stadt (und Menschen) auf Jahrzehnte spalten. Hat jemand eine bessere Idee, wie man aus z.Z. noch Undenkbarem evtl. etwas Denkbares entwickeln kann ? Immer heißt es nur “ das geht nicht !“ So wurde Rom einst nicht gebaut.

    — Ihr „Sonntags-“ sparring —

  23. Canu
    7. Juni 2010 at 18:49 #

    Ja ! Das Argument “ Es geht nicht “ kenne ich auch zu gut ! Und oft genug bedeutet das : „Jetzt nicht locker lassen“ ! Und dann geht es doch, besser. Davon bin ich überzeugt, was die Zahnstraße bertifft, nicht im Fall Graben ! Das muss anders gehen.
    Eine bessere Gesamtlösung kann ich nicht anbieten, ja ätsch !
    Aber vielleicht gehen auch mehrere kleine.
    Wer sagt denn, daß für uns eine komplette Sperrung unbedingt gut sein muss wie im Fall Meersburg ? Wer von uns will da schon wirklich leben ? Soll Überlingern jetzt auch eine Art Freilandmuseum werden,im Winter leider zum größten Teil geschlossen ? Dazu müssten wir dann mindestens einen ebenso riesigen Parkplatz direkt vor der Stadt anbieten können.

    Ein größerer Parkplatz oben am Krankenhaus wäre aber schon mal gut, mit einem schönen größen Hinweißschild : “ Parken Sie hier,kostenloser Pendelverkehr, wir stellen günstige Leihfahrräder zur Verfügung….“
    Gegen Pfand gibt es das woanders auch !

    Könnte nicht auch ein Teil des Verkehrs über die Owingerstraße abgeleitet werden u.s.w. ? Vielleicht ist da noch lange nicht alles zu Ende gedacht….

  24. dk
    7. Juni 2010 at 19:32 #

    Ein ganz spontaner Gedanke aus Übersee: eine Ampel oder andere Lichtsignale, die ähnlich wie auf Autobahnen bestimmte Spuren (hier Strassenzüge) zulassen oder verbieten?

    Mit IT-Technik und Verkehrs-Parametern (Schallpegel, Verkehrsdichte, Uhrzeit u.a.) lässt sich der Verkehr beliebig steuern.
    Als personelle Alternative: die berühmte „weisse Maus“ (Berliner Verkehrspolizist).
    Sofern bei der Diskussion ähnlich magere Ergebnisse wie aus Übersee herauskommen, hätte man jetzt schon eine Entschuldigung „sparen, sparen und …“.

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