Beethovenschule Singen bei Anti-Mobbing Preis unter den Gewinnern

Sieger des landesweiten Präventionspreises „Mobbing + weggeschaut = mitgemacht!“ ausgezeichnet

Singen/Stuttgart (red) „Wer dachte, Mobbing sei kein Problem für Kinder und Jugendliche, wurde jetzt eines Besseren belehrt.“ Das sagte Innenminister Heribert Rech im Europa-Park in Rust bei Freiburg bei der Verleihung des Präventionspreises 2010. Kein Thema der sieben landesweiten Präventionswettbewerbe habe in den vergangenen Jahren auch nur annähernd eine solch hohe Beteiligung erreicht, nicht einmal die Thematik Alkoholmissbrauch.

96 Schülergruppen machten mit

Beim Wettbewerb mit dem Titel „Mobbing + weggeschaut = mitgemacht“ des Einzelhandelsverbands Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Kultus- und dem Innenministerium, dem Städte- und dem Gemeindetag sowie der Polizei Baden-Württemberg hätten sich Kinder und Jugendliche konstruktiv und kreativ damit auseinandergesetzt. Von 96 eingereichten Einzelprojekten habe eine Jury aus Vertretern der Kooperationspartner als Sieger zehn Schulklassen, Jugend- und Ausbildungsgruppen ausgewählt und in den Europa-Park nach Rust eingeladen.

Jugendliche hören auf andere Jugendliche

„Wenn Gleichaltrige mit vernünftigen Argumenten und vor allem auf vielfältige Art und Weise darstellen, weshalb es bei Mobbing nur Verlierer gibt, wird das von Kindern und Jugendlichen eher wahrgenommen und akzeptiert“, sagte Innenminister Rech. Dies wirke eindringlicher als der erhobene Zeigefinger eines Erwachsenen. Hinsehen statt wegschauen – die Preisträger hätten diesen Grundsatz eindrucksvoll umgesetzt. Mehr als 1.400 Kinder und Jugendliche (2009: 300) hätten sich auf die verschiedenste Art und Weise mit der Thematik auseinandergesetzt und sich dabei äußerst kreativ gezeigt. Neben Collagen, Interviews, Umfragen und Fotostories seien in diesem Jahr sogar ein Kunstobjekt und ein Spielfilm in professioneller Qualität unter den prämierten Projekten. „Besonders freut mich, dass neben den vielen Facetten auch konkrete Lösungsmöglichkeiten erarbeitet wurden, um Mobbing erst gar nicht entstehen zu lassen“, sagte der Innenminister.

Kein Platz für Mobbing

„Für Mobbing darf es in dieser Gesellschaft keinen Platz geben. Die Titel der beiden prämierten Musikstücke bringen es auf den Punkt: Schau nicht weg! – ein Appell, der zukünftig hoffentlich viele Nachahmer in unserer Gesellschaft finden wird“, so Rech. Unterstützt wurde der Wettbewerb auch in diesem Jahr von der Edeka Südwest, dem Europa-Park, der Signal Iduna Versicherungsgruppe sowie den Firmen Hirsch Süßwaren und Jacoby Fruchtsäfte. Unter den Gewinnern ist auch die Video-AG der Beethovenschule in Singen

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