Berlin holt den Pokal am Überlinger See

Wechselhafte Bedingungen bei H-Boot-Regatta in Überlingen

Überlingen (max) Das Team um Thomas Kausen vom Berliner Yacht-Club gewinnt den Internationalen Bodenseepokal der H-Boote des Bodensee-Yacht-Club Überlingen (BYCÜ) vor der Schweizer Crew um Cornelia Zech und der Mannschaft um Dirk Stadler vom bayerischen Simssee.

39 H-Boot-Crews am Start


Bei wechselhaften Bedingungen kämpften 39 H-Boot-Crews über drei Tage um den begehrten Bodenseepokal und wertvolle Ranglistenpunkte. Die Hochrangigkeit der Regatta wird alljährlich durch die hohe Leistungsdichte der Mannschaften bestätigt. Aus Berlin, vom brandenburgischen Scharmützelsee, dem Rheinland, den bayerischen Seen, Österreich, der Schweiz sowie aus allen Regionen des Bodensees reisten die Teilnehmer in den BYCÜ an. Während es am Freitag mangels Wind erst nicht nach einer Wettfahrt aussah, konnte das Wettfahrtleiterteam um Tilmann Krackhardt am späten Nachmittag die erste Wettfahrt starten. Die Crew um Knut Viehweger vom Yachtclub Loerick siegte hierbei vor Thomas Kausen (Berliner Yacht-Club) und der Überlinger Crew um Gerhard Fuchs (BYCÜ). Als die letzten H-Boote ins Ziel kamen, frischte der Wind merklich auf und so konnten die Segler bei mittlerweile bis zu fünf Windstärken ihr Können und ihre Ausdauer beim zweiten Lauf testen. Routiniert siegte der spätere Gesamtsieger Thomas Kausen vor Cornelia Zech (Regattaverein Brunnen) und Dirk Stadler (Segel- und Ruderclub Simssee). Optimistisch blickten die Segler auf den nächsten Tag.

Dauerregen und kein Wind


Der zweite Wettkampftag war leider nicht von Wetterglück gekennzeichnet. Dauerregen und mangelnder Wind machten der Wettfahrtleitung am Samstag einen Strich durch die Rechnung. Erst am Sonntagmorgen konnte die dritte Wettfahrt bei strömendem Regen angeschossen werden. Aufgrund von Massenfrühstarts verzögerte sich allerdings die Wettfahrt. Bei ein bis zwei Windstärken und leicht drehenden Winden war taktisches Segeln auf dem langen Kreuzkurs entlang der Promenade der ehemals freien Reichsstadt Überlingen gefragt. So war es nicht verwunderlich, dass der Laufsieg am Ende an einen Revierkundigen ging. Torsten Müller vom Yacht-Club Meersburg und seine Crew ließen das Feld hinter sich. Knapp dahinter folgten allerdings schon zwei Schweizer Crews vom Regattaverein Brunnen. Sie kamen mit den Bedingungen trotz fremdem Revier bestens zurecht. Der abschließende, vierte Lauf sollte nun die Entscheidung bringen. Da ab vier Wettfahrten die schlechteste gestrichen wird, hofften alle Teilnehmer auf eine gute Platzierung. Der Übermut sorgte abermals für einen Massenfrühstart. Da dieser Startversuch mit der sogenannten „Black Flag“ gestartet wurde, wurden die Frühstarter sofort disqualifiziert, was eine Dezimierung des Feldes zur Folge hatte. Nach spannenden Positionskämpfen siegte die Crew um den Konstanzer Sven Holzer vor Thomas Kausen, dem der Sieg damit nicht mehr zu nehmen war, und Michael Aue vom Segelclub Oehningen. Bei der Siegerehrung bedankte sich der Wettfahrtleiter Tilmann Krackhardt nicht nur bei den Teilnehmern für ihr Durchhaltevermögen trotz Dauerregens, sondern auch bei der Stadt Überlingen für die Überlassung der Außenfläche des Seesportplatzes für Übernachtungsfahrzeuge und Bootstrailer. Ohne dieses Entgegenkommen der Stadtverwaltung wäre eine so hochrangige Regatta in Überlingen nicht möglich. (Max Pfeiffer)

Ergebnisse 1.Drittel (39 Boote)

1.Kausen (Berlin) 5 P., 2.Zech (Brunnen/SUI) 10 P., 3.Stadler (Simssee) 13 P., 4.Viehweger (Loerick) 21 P., 5.Göttel (Herrsching) 27 P., 6.Fuchs (Überlingen) 30 P., 7.Roßbach (Wannsee) 30 P., 8.Swoboda (Berlin) 31 P., 9.Holzer (Konstanz) 36 P., 10.Kugler (Brunnen/SUI) 36 P., 11.Beuster (Scharmützelsee) 36 P., 12.Pesendorfer (Ebensee/AUT) 36 P., 13.Kränkle (Meersburg) 37 P.

Foto: Jörg Vossbeck

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