Bewegung „Occupy“ erreicht am Samstag Konstanz

Infostand „Gemeinsam für globalen Wandel” zwischen drei Konstanzer Banken – „Können Sie nachts noch ruhig schlafen?“

Konstanz. In New York hat die Bewegung Occupy Wall Street ihren Anfang genommen. Sie erfasst immer mehr Menschen. „Seit Anfang Oktober rufen täglich ungefähr 30 Prozent mehr Besucher unsere Seite auf“, sagt Thomas Stelling von echte-demokratie-jetzt.de. Am kommenden Samstag, 15. Oktober, einem weltweiten Aktionstag, laden echte-demokratie-jetzt.de und ATTAC Konstanz zu Versammlung unter dem Motto „Gemeinsam für globalen Wandel”  um 15.10 Uhr auf die Marktstätte ein. Treffpunkt ist zwischen Postbank Commerzbank und Dresdner Bank.

Menschen in vielen Ländern stehen auf

Vieles ist in Bewegung geraten. Die Unzufriedenheit vieler Menschen mit der aktuellen Einkommensverteilung wächst weltweit. Das hat sich im Sommer in Spanien gezeigt, als die Jugend wochenlang protestierte. Thomas Stelling erinnert an weitere Proteste in Israel, Chile und Griechenland. Aktuell sind es die Wall-Street-Besetzungen, die in den Schlagzeilen stehen – Nachahmer gibt es weltweit.

In Zürich und vielen deutschen Städten

In Zürich ist für Samstag eine Kundgebung angekündigt, die sich unter dem Titel „Occupy Paradeplatz“ gegen das bestehende Wirtschaftssystem richtet. Hinter der Aktion stehen die Gruppierungen „We Are Change“ und „Echte Demokratie jetzt“. Auch in vielen deutschen Städten sind Aktionen geplant. Einen Überblick über alle Aktionen in Alle Aktionen in Deutschland, Österreich und Schweiz gibt es auf der Website occupyfrankfurt.de.

Politik jenseits der Parteipolitik

„Was ist in den USA passiert?“, fragt Thomas Stelling und trinkt seinen Kaffee im Konstanzer „Dom“. Er redet von einer „globalen Entwicklung“, von Menschen, die sich empören und die immer mehr werden. Sie wollen Veränderung. Es geht um Fragen wie, was machen wir mit unserem Planeten und was machen wir mit der Finanzwelt? Die Bewegung sei basisdemokratisch und die Akteure bewegen sich jenseits der klassischen Politik, meint Stelling. Aufs Schachbrett, das die Welt in rechts und links einteilt, möchten sie nicht gesetzt werden. Politische Parteien sind ihnen fremd.

Viele Fragen und keine Antworten

Das Handelsblatt veröffentlichte in dieser Woche ein Interview mit Baudoin Prot, der Chef von BNP Paribas, der größten französischen Bank, ohne Antworten – stellvertretend dafür, eine Geldelite, der es angesichts Staatsschulden- und Eurokrise die Sprache verschlagen hat.

Ausschläge erreichen Verbraucher

Die Schuldenkrise trübt Konjunkturaussichten ein und kommt auch bei den Menschen in Deutschland an. Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young veröffentlichte eine Meldung, nach der viele deutsche Einzelhändler trotz gestiegener Einkommen und gesunkener Arbeitslosigkeit um ihr Weihnachtsgeschäft bangen. Im Einzelhandel wachse die Sorge. Laut einer Umfrage gingen zwei Drittel der Händler gingen davon aus, dass die Konsumlust der Verbraucher kleiner geworden sei. Schuld hätten die Konjunkturaussichten, die sich verschlechtert haben, und die Turbulenzen an den Aktienmärkten. Befragt worden waren 120 Unternehmen.

Globale Solidarität

Ulrich Riebe spricht davon, sich solidarisch mit der ganzen Welt zu zeigen. Das Blog www.nachdenkseiten.de schrieb: „Lange Jahre hat die amerikanische Tea-Party-Bewegung die außerparlamentarische Opposition in den USA fast im Alleingang geprägt. Diese Zeiten sind jedoch vorbei. Heute betreibt die Tea Party parlamentarische Fundamentalopposition, während sich in den Straßen unter dem Slogan ,Occupy Wall Street‘ endlich wieder eine linke Massenbewegung formiert.“ Weiter heißt es: „Wenn sich PR-Strategen ein zentrales Thema für eine ,neue‘ rechte Partei aussuchen müssten, würde ihre Wahl auf den Euro fallen.“

Occupy Wall Street linke Massenbewegung

Von Rechtspopulismus sind Occupy Wall Street und echte-demokratie-jetzt.de in Konstanz meilenweit entfernt. Ulrich Riebe sieht echte-demokratie-jetzt als Teil einer weltweiten Bewegung. Thomas Stelling sind die alten links-rechts Debatten sowieso zuwider. Er muss gleich weg. Die süddeutsche online hat sich gemeldet und bittet um einen Rückruf.

Protest auf zwölf Quadratmetern

„Wir haben einen Infostand angemeldet“, sagt Stelling. Zwölf Quadratmeter Platz sei der Gruppe für ihren Infostand überlassen worden. Auch eine Kundgebung soll es geben. Einer schlug bei Facebook vor, das Handelsblatt-Interview ohne Antworten als Theaterstück aufzuführen. Eine Vorlesung aus „Empört Euch!“ soll es geben. Im Vordergrund stehe die Information. Wer noch etwas beitragen möchte, könne sich unter post@echte-demokratie-jetzt.de melden. „Am 15.10. um 15.10 Uhr“, sagt Stelling.

Hier geht es zum Terminüberblick  http://www.occupyfrankfurt.de/doku.php?id=alle-demonstrationen

Hier trifft sich die Konstanzer Grupep auf Facebook http://www.facebook.com/event.php?eid=232114070177896

Hier geht es zu http://www.echte-demokratie-jetzt.de/

Hier geht es zu einer Website der amerikanischen Bewegung http://occupywallst.org/

 

Hier geht es zu einem Bericht der Süddeutschen Zeitung http://www.sueddeutsche.de/politik/protestbewegung-occupy-in-europa-sie-sind-viele-und-sie-sind-wuetend-1.1162025-3

httpv://www.youtube.com/watch?v=_Db-8c_LJJ4&feature=related

 

2 Kommentare to “Bewegung „Occupy“ erreicht am Samstag Konstanz”

  1. The Wall
    14. Oktober 2011 at 09:37 #

    Die OCCUPY-Bewegung mal aus ganzheitlicher Sicht … wie im Kleinen, so im Großen:

    Und wieder so eine Überraschung aus der Welt der Wissenschaft. Gemeint ist dieser Text hier:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,791156,00.html

    Selbst vor Viren macht die Expansion offenkundig nicht Halt, findet man im verlinkten Text doch reichlich Vokabular der expansiven Art. Schließlich zeigt das aktuelle Bild der Viren Züge militärischer Besetzung … eine virale Okkupation. Doch einmal mehr zeigen Realität und Wirklichkeit zwei gänzlich verschiedene Bilder. Was macht ein Virus ? Laut der Wissenschaft sucht es hinterlistig unentwegt nach Möglichkeiten der fortwährenden Vermehrung. Dabei sollte im Vordergrund der Betrachtung vielmehr das Wort Erreger stehen, mit welchem Viren immerzu tituliert werden, denn nichts anderes machen sie … sie regen zu Reaktionen an, die sich mitunter als das Bild einer Krankheit manifestiert.
    Wofür ? Um anzuzeigen, dass der Organismus, in dem das Virus auftaucht und sich vermehren kann, Aktionen ausgesetzt ist, die einer Anpassung bedürfen, um unter den gegebenen Umständen weiter in der vertrauten Umgebung überleben zu können.
    Wofür ? Um das eingespielte Netzwerk der Ordnung, welches Lebensräume mit sich bringen, nicht an die Unordnung zu verlieren, damit weitere reaktive Unordnung provozierend.
    Wofür ? Der energetischen Schadensbegrenzung wegen, denn Viren vermehren sich nur, wenn es eine vermehrungsfördernde Grundlage in jenem Organismus gibt, der, von jetzt auf gleich, neuen Aktionen auf der Bühne des Lebens gegenübersteht. Plötzliches Aufkommen von Unordnung bedarf einer schnellen, ordentlichen Lösung … und genau dafür gibt es das Bild der Viren. Sie tauchen dort in großer Zahl einer Spezies auf, wo unerwartet Aktionen stattfinden, die einer Eindämmung der Folgen dieser Aktionen bedürfen. Viren sind … auch wenn ich mich hier wiederhole … nicht der primäre Auslöser einer Krankheit, sondern eine Reaktion auf energetische Mißstände in einer ansonsten eingespielten Umgebung.

    Das folgende Zitat aus dem Text deutet genau in diese Richtung:

    … “Die Biologen hatten das Riesenvirus in Wasserproben an Chiles Pazifikküste nahe des Ortes Las Cruces in Amöben der Art Acanthamoeba castellanii entdeckt. Die Genome von Megavirus chilensis und Mimivirus ähneln sich in vielen Bereichen, schreiben die Forscher. Vor allem die Tatsache, dass das Megavirus eine Reihe von zellulären Genen enthält, die für eine Reproduktion benötigt werden, lege den Schluss nahe, dass die Theorie über die Evolution von Viren geändert werden müsse.“ …

    Was mögen am Entdeckungsort des Virus für Umstände in Küstennähe dafür gesorgt haben, dass der Auftritt des Riesenvirus zustande kam ? Diese Frage wird immerzu vernachlässigt, wenn es um die Beurteilung … oder vielmehr um die Verurteilung … von Viren geht. Und so bleibt es in der Regel bei der weißen Leinwand, dem falschen Bild, der oberflächlichen Betrachtung, die den Forschenden eine Okkupation vorgaukelt, während das Gesamtbild vom Versuch des Lebens zeugt lokale Unordnung wieder in Ordnung zu bringen. Daher mag nicht verwundern, dass nicht jeder, der OCCUPY auf seine Fahne schreibt, die gewaltsame Besetzung fremden Gebietes im Schilde führt, sondern einzig auf Aktionen hinweist, die reichlich reaktive Unordnung in sich bergen, einem Trojanischen Pferd gleich. Je mehr Viren an einer gestörten Lokalität in einem Organismus auftauchen, desto größer das Trojanische Pferd. Gleiches gilt für die OCCUPY-Demos: Je mehr Demonstranten, desto größer das Potenzial der reaktiven Unordnung im Bauch des Trojanischen Pferdes mit der Aufschrift Weltfinanzsystem. Jeder Demonstrant ein Virus, ein Erreger, jemand, der Aufmerksamkeit erregt … und Energie, ja, ja, zum zigsten Male, folgt nun mal der Aufmerksamkeit ..

    Doch wie praktisch, und gar nicht paradox, für die energetische Zunahme der Unordnung, dass im allgemeinen Sprachgebrauch Viren und Trojaner für viele Menschen, im expansiven Computerzeitalter, ein und dasselbe sind … und die Leinwand somit weißer und weißer wird …

    Gruß
    http://www.gold-dna.de/update5.html#up84

  2. southvibez.de
    14. Oktober 2011 at 21:54 #

    Hier gibts ne Übersicht sämtlicher Veranstaltungen am 15.10 im Bodenseegebiet:
    http://www.facebook.com/event.php?eid=217635351635220

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