Bildungsstätte will glückliche Menschen erziehen

Schule Schloss Salem wird 90 – Internat feiert am 1. Mai

Salem (wak) Vor 90 Jahren wurde die Schule Schloss Salem gegründet. Am 1. Mai feiert das Internat Geburtstag. „Salem, das ist keine Schule, das ist eine Bewegung“, so Kurt Hahn, 1920 ein Mitbegründer der Schule. 90 Jahre sind für das berühmte Internat trotz großer Erfolge und vieler großer Namen unter den Absolventen aber kein Grund, für eine nostalgische Nabelschau, teilt die Schule mit. Vielmehr sieht sich Salem in der Verantwortung – auch im Sinne Kurt Hahns – Visionen für eine Pädagogik des 21. Jahrhunderts zu entwickeln. Die zentrale Frage, die sich die Schule stellt war und lautet auch heute noch: „Wie können wir Kinder und Jugendliche zu glücklichen Menschen erziehen?“

Ganzheitliche Bildung der Schüler

Die Schule Schloss Salem ist ein Internat mit Hauptsitz in der ehemaligen Reichsabtei Salem. Gegründet wurde die Schule 1920. Von Anfang an wurden auf Salem Jungen und Mädchen aufgenommen. Die Gründer Kurt Hahn, Karl Reinhardt und Maximilian von Baden hatten aus ihrer reformpädagogischen Überzeugung eine Reihe von – weiter entwickelten – immer noch verbindlichen Grundsätzen für Salem erarbeitet. Ein Motto Salems lautet „Es steckt mehr in Dir“. Damit ist gemeint, dass Salem-Schüler ihre Talente und Begabungen nach besten Kräften entwickeln sollen. Der Schule geht es immer auch um Charakterbildung, um die ganzheitliche Erziehung an der Schule. Voraussetzung für ein glückliches Leben ist nach Überzeugung der Schule Schloss Salem ein starkes Selbstwertgefühl. In Salem lernen die Schüler in der Gemeinschaft, Verantwortung zu übernehmen. Zumindest ist das ein Ziel der Schule. Zu den berühmtesten Salem-Absolventen zählen zum Beispiel Golo Mann, Elisabeth Noelle-Neumann, Prinz Philip, Duke of Edinburgh, Hildegard Hamm-Brücher, Eberhard von Kuenheim oder der Schauspieler Walter Sittler. Unter den „Ehemaligen“ finden sich Künstler genauso wie Vorstandsvorsitzende oder Politiker aus unterschiedlichsten Parteien.

Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschowsky diskutiert

Am 1. Mai werden sich in Salem anlässlich des Geburtstages der Schule drei Personen auf einem Podium treffen und über die Frage von Verantwortung, das Erleben von Gemeinschaft und die Frage nach dem Glück junger Menschen – und auch wie alles zusammen hängt – sprechen. Mit dabei sind der ehemalige Salemer Schulleiter Dr. Bernhard Bueb, die Leiterin der staatlichen Montessori-Schule Potsdam, Ulrike Kegler, sowie Heinz Buschowsky, der Neuköllner Bezirksbürgermeister. In der Diskussion über das so genannte Betreuungsgeld für Kinder im Alter von bis drei Jahren hatte sich der Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschowsky, SPD, abfällig über Empfänger und Empfängerinnen staatlicher Erwerbslosen-Unterstützung geäußert. Unterschichts-Eltern sei Alkoholkonsum wichtiger als das Wohl ihrer Kinder. Buschowsky lehnt das Betreuungsgeld deswegen ab.

Ausstellungseröffnung am 1. Mai

Anschließend eröffnet die Schule die Ausstellung „Prinz Max, Kurt Hahn und die Gründung der Schule Schloss Salem“. Die Ausstellung entsteht unter Schirmherrschaft des Prinzen Benrhard von Baden in Kooperation mit dem Kreiskulturamt.

Fotos:  Schule Schloss Salem

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