Bodensee-Airport Friedrichshafen setzt auf innerdeutsche Strecken

Neuer Winterflugplan mit Fokus auf Business-Destinationen – 10 Prozent Passagierwachstum im dritten Quartal

Businesskunden und Urlaubsflieger heben abFriedrichshafen. Im neuen Winterflugplan verstärken die Fluggesellschaften ab Flughafen Friedrichshafen ihr Streckenangebot für Geschäftsreisende. Auch die bewährten Ferienzielen werden weiter angeflogen. Das teilte der Airport mit.

Mehr Flüge nach Hamburg und Berlin

Für die heimische Wirtschaft wichtige innerdeutsche Destinationen ab Friedrichshafen sollen laut Flughafen mit „verdichteten Frequenzen“ ausgebaut werden. Damit stehen mit Beginn der Wintersaison ab 31. Oktober mehr Angebot nach Hamburg, Berlin, Köln, Düsseldorf, Wien oder Frankfurt bereit, die den Passagieren internationale Anschlüsse in alle Welt ermöglichen.

Verdichtete Frequenzen zu Business-Destinationen

Die am Flughafen Friedrichshafen beheimatete Regionalfluglinie InterSky erhöhe ihre Frequenzen und fliegt an Werktagen bis zu vier Mal täglich nach Wien, Hamburg und Berlin. Auch die seit vergangenem Mai neue Verbindung in die Messe- und Modeweltstadt Düsseldorf zwei Mal täglich erweise sich als erfolgreich. Die Kapazitäten zum wichtigen Drehkreuz Frankfurt, über welches 250 Verbindungen weltweit erreicht werden, konnten laut Flughafen gesteigert werden: Die deutsche Lufthansa, die Frankfurt drei Mal täglich ansteuert, setzt nunmehr für diese Strecke ein größeres Fluggerät ein.

Regionalflughäfen brauchen Wirtschaft

„Für die Wirtschaft und Unternehmen aus der Region ist ein gut ausgebautes Angebot zu den bedeutendsten Businesszielen im Direktflug entscheidend“, sagt Hans Weiss, Geschäftsführer des Flughafens Friedrichshafen. „Dies können wir aber nur gewährleisten, weil wir mit der Bodenseeregion, Oberschwaben und Vorarlberg über ein wirtschaftlich besonders starkes und vor allem direktes Einzugsgebiet verfügen. Ohne diese Stabilität und diese Nachfrage unmittelbar aus der eigenen Region sind Regionalflughäfen wirtschaftlich nicht zu betreiben“, so Weiss.

Neue Ziele durch Umsteigeverbindungen

Als neue Fluggesellschaft seit Ende März 2010 am Bodensee-Airport bietet die Lufthansa-Tochter Germanwings nonstop zwei tägliche Verbindungen im Winterflugplan zwischen Köln/Bonn und Friedrichshafen. Dank des umfangreichen Streckennetzes von Germanwings ab Köln zu insgesamt 75 Destinationen weltweit sind für Passagiere aus Friedrichshafen nun auch neue Ziele erreichbar. So können Fluggäste aus der Bodenseeregion via Köln/Bonn insgesamt 16 weitere Destinationen wie Lissabon, Madrid, Nizza, Palma de Mallorca, Rom, Manchester, Stockholm, Prag, Bukarest, Sarajevo, Zagreb und Moskau buchen. Neu im Programm bei Germanwings ab Friedrichshafen ist auch Marrakesch.

Mehr Passagiere am Bodensee-Airport

Während im vergangenen Jahr am Flughafen Friedrichshafen 578.000 Passagiere gezählt wurden, werden bis Ende 2010 rund 610.000 Fluggäste erwartet: „Seit Mai wachsen wir konstant mit etwa zehn Prozent“, berichtet Flughafenchef Weiss von einer sukzessive positiven Entwicklung der Verkehrszahlen am Flughafen, die sich auch im Sommer 2011 fortsetzen werde. Für das dritte Quartal wurde beispielsweise ein Plus zum Vorjahr beim Passagierwachstum von 9,7 Prozent verbucht. Die Erlöse sind im dritten Quartal die Erlöse um 13,5 Prozent auf 2,97 Millionen Euro gestiegen.

Foto: Michael Hirschka PIXELIO www.pixelio.de

Ein Kommentar to “Bodensee-Airport Friedrichshafen setzt auf innerdeutsche Strecken”

  1. dk
    21. Oktober 2010 at 22:22 #

    Weil bei S21 für die Fern-Strecke Paris-Budapest das Nadelöhr S-Ulm genannt wurde, wurde mir vor Tagen bewusst, dass in der Jugend zuerst die Bahn nach Berlin via Stuttgart-Nürnberg benötigt und später mit Führerschein das eigene Auto möglich wurde. Ein Bekannter und Kleinunternehmer verwendet seit Jahren für eine jährliche Ausstellung den Flug über Zürich-Kloten.
    Das waren damals nur Gedanken zur Verkehrsmittel-Wahl und der Konkurrenz-Situation der Bahn. Der obige Artikel dürfte die Bahn nicht freuen, zumindest im Personenverkehr.

    Der Bodensee-Airport dürfte seine Angebote im westlichen Bodensee-Bereich noch deutlicher machen, um sich als evtl. Gegenspieler zu Zürich ins Gespräch zu bringen.

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