Bodensee-Berufsfischer zogen 733 Tonnen Fische aus dem See

Felchen ist der Brotfisch der Berufsfischerei am Bodensee – Weniger Kretze

Arbon. Die 145 Berufsfischerinnen und Berufsfischer am Bodensee-Obersee haben im vergangenen Jahr 733 Tonnen Fische gefangen. Der Fangertrag entspricht dem Niveau der beiden Vorjahre. Die Felchenfänge waren geringfügig besser, die Barschfänge (Kretzerfänge) dagegen deutlich schlechter als im Vorjahr. Die Angelfischer machten Fänge von insgesamt 40 Tonnen. Das ist in dieser Woche bei der Internationale Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF) bekannt geworden. Die Tagung vfand in Arbon in der Schweiz statt.

Viel weniger Kretzer

Der Gesamtfang der Berufsfischerei entsprach mit rund 733 Tonnen dem Ergebnis der beiden Vorjahre. Der Anteil der Felchen am Gesamtfang lag bei 85 Prozent oder bei 622 Tonnen. Das waren etwas mehr Felchen als im Vorjahr. Einen massiven Einbruch gab es bei den Kretzern. Der Ertrag lag bei nur noch 34 Tonnen. Das sind 50 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Anzahl der im Bodensee gefangenen Seeforellenfang nahm gegenüber dem Vorjahr ebenfalls deutlich ab und auch der Seesaiblingsfang entwickelte sich leicht negativ gegenüber den sehr guten Erträgen des Vorjahres; der Ertrag lag mit acht Tonnen aber immer noch über dem langjährigen Mittel. Die Weissfische trugen mit 30 Tonnen nur wenig zum Gesamtertrag bei. Die Einkommenslage der Bodenseefischer ist anscheinend eher kritisch.

Weniger Anglerglück

Die Angelfischerei erreichte mit rund 40 Tonnen ein 13 Tonnen schlechteres Ergebnis als im Vorjahr. Im der Region Bodensee-Obersee wurden im Jahr 2010 insgesamt 12.400 Angelkarten ausgegeben – das waren 1.405 weniger als im Vorjahr.

Weitere aktuelle Informationen über die Bodenseefischerei gibt’s unter www.IBKF.org.

Foto: wak

 

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