Bombardement mit Szenen aus dem Verkehr

Rechtsanwalt Faupel legt noch einmal Fotoserie nach

Überlingen (wak) Nicht einmal am Tag der Arbeit, am 1. Mai, machte die Initiative zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt Pause. Sie beklagt sich weiterhin darüber, dass in Überlingen Fußgänger wie Hasen Haken schlagen müssen, um zwischen den Autos die Straße zu überqueren. Fußgänger würden an den Rand gedrängt. Die Stadt, so der Vorwurf des Überlinger Rechtsanwalts Hermann Josef Faupel, schaue einfach weg.

Noch ein Brief an Hornstein

An Stadtrat Günter Hornstein, der im Hauptberuf Polizeibeamter ist, schrieb Faupel am Wochenende: „Sie  wollen  der  Initiative zur Verkehrsberuhigung  der  Innenstadt nicht verübeln, wenn wir uns  auch am Feiertag zu unhaltbaren Zuständen im Verkehr in der Überlinger  Innenstadt äußern: Die  angefügten Bilder  sind  gestern  oder im Laufe  der  Woche  enstanden und  sprechen eigentlich  für  sich.“ Weiter beklagt Faupel, der sich in der Initiative zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt engagiert: „Das  größte  Problem in unserer  Stadt  ist  die  permanente  Missachtung einfachster  Verkehrsregeln und  deren Tolerierung  durch  die berufenen Organe.“

Misere der Fußgänger

Nach Einschätzung Faupels sollten Fußgänger in der Überlinger Innenstadt gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer sein. Davon ist die Stadt aber weit entfernt: Tatsächlich gleicht ein Gang durch die historische Altstadt viel zu oft einem Spießrutenlauf – vorbei an auf Gehwegen geparkten Autos.  Weshalb stehen eigentlich so viele Autos auf dem Münsterplatz, fragt Faupel. Viele Gehwege sind so schmal, dass Eltern mit Kinderwagen, wenn ihnen andere Fußgänger entgegen kommen, auf die Straße ausweichen müssen. Beeindruckt sei er, wie es zum Beispiel in Konstanz gelungen sei das Quartier in der Bahnhof- und Sigusmundstraße auf zu werten, sagte der Überlinger. „Früher habe ich da immer einen Parkplatz gesucht“, so Faupel. Heute ist er begeistert von der Aufenthaltsqualität, wie er sie auch den Überlingern wünscht.

Fotos: Faupel

3 Kommentare to “Bombardement mit Szenen aus dem Verkehr”

  1. sparring
    3. Mai 2010 at 20:51 #

    Das sogen.“Bombardement“ von Verkehrsszenen ist schon ziemlich
    penetrant. Man kann es auch Propaganda für einen persönlichen,
    engbegrenzten Zweck nennen. Wer – außer Herrn RA Faupel – hält die Hauptgeschäftsstraße vor seinem Büro eigentlich für den Mittelpunkt der (Überlinger) Welt ?

    Lt. Straßenverkehrsordnung gibt es für das Überqueren von Haupt-
    geschäftsstraßen zwingend gekennzeichnete Übergänge ( Ampel / Zebra u.ä.), spontanes „zwischen den Verkehr rennen“ gefährdet nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch die der anderen Verkehrsteilnehmer (Jurastudium 4.Semester !).

    Den Propagandisten geht es anscheinend nur um Vorteile vor der eigenen Haustür. Bislang habe ich jedenfalls noch kein Wort darüber gehört oder gelesen, ob sich die Initiative Innenstadt auch Gedanken über evtl.Auswirkungen ihrer Verkehrsberuhigungs-wünsche gemacht hat. Ein Fall wie im „Dorf“, wo einfach der (beruhigte) Verkehr in die angrenzenden Wohngebiete geschaufelt wurde, darf sich nicht noch einmal wiederholen. Also – bitte etwas weniger Ego, mehr Gesamtverantwortung !

    — sparring —

  2. H.J.Faupel
    4. Mai 2010 at 22:06 #

    Sehr geehrter Herr Vorredner,

    im Gegensatz zu Ihnen geb ich meine Identität preis.

    Persönliche Angriffe untersage ich mir.

    Ihre Kenntnisse der StVo sind leider mangelhaft.

    In einer Tempo 30 Zone dürfen Sie jederzeit die Strasse überqueren.Dass dies in Überlingen andernorts als in der Zahnstrasse verboten sei, ist in Ihrer Phantasiewelt entstanden.

    Im übrigen findet bei Ihnen Verkehr aus dem wachsenden Baugebiet statt , der jetzt schon von mehr als 700 dort ansässigen Fahrzeugen gespeist wird.

    In der Franziskanerstrasse ist das “ Hauptproblem , die viel zu hohe Verkehrsmenge ca.12000 Fahrzeuge pro Tag)“ – so ausdrücklich die Stadtverwaltung heute durch Herrn Nöken.

    Wir zeigen demzufolge nur Missstände auf; keine andere Innenstadtstrasse trägt diese Art und den Umfang an Lärm- und Emissionsbelastung.

    Freundliche Grüße

    H.J.Faupel

  3. sparring
    5. Mai 2010 at 12:10 #

    Wer kalt erwischt wird, reagiert meist gereizt. Habe für diese
    menschliche Reaktion Verständnis. Zur StVO : Ich reiche Ihnen
    mal ein paar Gerichtsurteile zum Thema rüber. Unrichtig ist übrigens die Aussage : 12.000 Kfz in der Franziskaner Straße (lt.gültigem Planfall 1 f sind es max. 9.500 !!, sollte H.Nöken mal nachschlagen). Damit ist auch die Behauptung unrichtig, daß die Franziskanerstraße das Hauptproblem in Überlingen sei, – als Hauptgeschäfts-u.Hauptverkehrsstraße ist sie außerdem keine gültige Bemessungsgröße für umliegende Wohngebiete.
    Es wäre wirklich gut, wenn von Ihrer Bürgerinitiative mal ein
    bis zwei konkrete Lösungsvorschläge zur Diskussion kämen.

    Gruß Ihr „Sparringspartner“

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