Brand in Friedrichshafener Ausländerwohnheim: Fahrlässige Brandstiftung wahrscheinlich

FeuerwehreinsatzFriedrichshafen. Der Brand in einer von Männern unterschiedlicher Nationalität bewohnten Unterkunft in Friedrichshafen hat mit großer Wahrscheinlichkeit keinen fremdenfeindlichen Hintergrund. Als Brandausbruchstelle ist ein Sofa lokalisiert worden, das als Raucherplatz genutzt worden sei. Spuren von Brandbeschleuniger sind nach Auskunft der Friedrichshafener Polizei und der Staatsanwaltschaft Ravensburg im Brandschutt nicht gefunden worden. Polizei und Landeskriminalamt haben nach dem Brand gemeinsam ermittelt.

Fahrlässige Brandstiftung wahrscheinlich

Auf fahrlässige Brandstiftung ist deshalb vermutlich der Brand zurückzuführen, der am frühen Morgen des 14. Mai 2013 in einem Friedrichshafener Ausländerwohnheim ausgebrochen war und bei dem sieben Personen verletzt worden sind. Das teilten die Polizei und die Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Medienmitteilung jetzt mit. Von den insgesamt 15 Bewohnern aus unterschiedlichen Herkunftsländern, die sich zu diesem Zeitpunkt im Gebäude aufgehalten hatten, mussten sechs mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ambulant behandelt werden, ein Mann musste wegen einer Brandverletzungen im Krankenhaus stationär behandelt werden.

Keine technischer Defekt

Vorbehaltlich der noch ausstehenden kriminaltechnischen Untersuchungen haben Brandermittler des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg festgestellt, dass eine technische Ursache als Brandauslösung mit hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen ist. Auch der Einsatz eines Brandmittelspürhundes verlief negativ.

Hinweise auf Rauchercouch

Nach vollständiger Abtragung des Brandschuttes im Aufenthaltsraum des Wohnheimes, wo das Feuer seinen Ausgang genommen hatte, konnte die eigentliche Brandentstehung auf den Standort einer Couch, die als Raucherplatz genutzt wurde, lokalisiert werden.

Vorsätzliche Brandstiftung scheidet aus

Sämtliche Bewohner der Unterkunft, Nachbarn und die ersten am Brandort eingetroffenen Einsatzkräfte sind zwischenzeitlich alle von der bei der Polizeidirektion Friedrichshafen eingerichteten 12-köpfigen Ermittlungsgruppe befragt worden. Auch diese Befragungen hätten keinerlei Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Brandstiftung oder gar fremdenfeindliche Aktivitäten ergeben.

Keine Tatverdächtigen

Die Kriminalpolizei geht deshalb von einer fahrlässigen Entstehung des Brandes aus, wobei derzeit keine konkreten Verdachtsmomente gegen einzelne Personen vorliegen.

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