Brand in Konstanz vernichtete 50 Boote und mehrere Hallen: Verdacht Brandstiftung

Grossbrand in KonstanzKonstanz. Brandstiftung ist mutmaßlich Ursache des verheerenden Brandes, bei dem 50 Boote und mehrere Hallen, darunter auch ein Holzlager vernichtet worden sind. Das berichtete mittlerweile die Freiwillige Feuerwehr Konstanz, die in der Nacht auf Dienstag mit 90 Mann im Einsatz war. Erst gegen 6 Uhr heute Morgen war das Feuer unter Kontrolle. Offenbar gibt es Hinweise darauf, dass das Feuer, das einen Millionenschaden anrichtete, gelegt worden ist.

Brand begann in den frühen Morgenstunden

Am frühen Morgen brannten die Lagerhallen im Industriegebiet von Konstanz. Weithin sichtbar erhellte ein Feuerschein den Nachthimmel. Die Feuerwehr rückte mit starken Kräften aus. Boote und Fahrzeuge brannten zu diesem Zeitpunkt bereits lichterloh.

Feuer griff auf weitere Halle über

Der Brand brach nach Mitteilung der Freiwilligen Feuerwehr gegen 4:00 Uhr in einer Lagerhalle für Boote aus und griff rasch auf eine benachbarte Halle über. Die zur Einwasserung bereitgestellten Schiffe vor den Gebäuden entzündeten sich ebenfalls.

Handwerker und Anwohner betroffen

Durch die starke Hitze griff das Feuer auch noch auf eine weiter Halle über, in der unter anderem Handwerksbetriebe untergebracht sind. Drei Wohngebäude in unmittelbarer Nachbarschaft der brennenden Hallen wurden evakuiert. Die Schnelleinsatzgruppe des Malteser Hilfsdienstes betreute die Bewohner.

Massiver Rauch durch Kunststoff

Die Feuerwehr rückte mit starken Einsatzkräften zur Bekämpfung des Großfeuers aus. Einsatzleiter Dieter Quintus löste die 3. Alarmstufe aus. An der Einsatzstelle wurde massiv Wasser benötigt, welches aus den Hydranten der weiteren Umgebung mittels Schlauchleitungen herangeschafft werden musste. In der Erstphase des Einsatzes explodierten die Treibstofftanks der Boote. Die verbrennenden Kunststoffe erzeugten eine massive Rauchentwicklung, so dass die Einsatzkräfte nur unter Atemschutz und äußerster Vorsicht zur Brandbekämpfung vorgehen konnten. „Über Wasserwerfer, Wasserringmonitore, das Wenderohr der Drehleiter und B-Rohre wurden Riegelstellungen und direkte Brandbekämpfung eingeleitet“, berichtet Feuerwehrsprecher Klaus Menge.

Feuer brannte eineinhalb Stunden

Das Feuer wütete mehr als eineinhalb Stunden und vernichtete etwa  50 Boote, die Lagerhallen brannten vollständig aus und stürzten teilweise ein.

Hitze entfachte Feuer im Schilf

Das angrenzende Schilfgelände im Wollmatinger Ried fing durch die Hitzestrahlung an zu brennen. Diese Feuer konnten Einsatzkräfte mit Feuerpatschen löschen.

Um 6 Uhr war Feuer unter Kontrolle

Gegen 6:00 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, so dass die Bewohner der Häuser wieder in ihre Wohnungen zurück konnten. Ab 8:30 Uhr begannen die Aufräumarbeiten auf dem Gelände mittels eines Baggers.

OB kam zur Brandstelle

Die Feuerwehr war mit rund 90 Mann im Einsatz. Der Malteser Hilfsdienst und mehrere Streifen der Schutzpolizei sowie die Kriminalpolizei waren ebenfalls vor Ort. Auch Oberbürgermeister Uli Burchardt ließ sich in den frühen Morgenstunden an der Einsatzstelle über den Einsatz informieren.

Angeblich kleinere Brandstiftungen entdeckt

In den Hallen sind nach Mitteilung der Feuerwehr mehrere bereits in der Vergangenheit kleinere Brandstiftungen entdeckt worden, so dass anzunehmen sei, dass das Feuer durch Brandstiftung gelegt worden ist. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Personen kamen nicht zu Schaden. 

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