Brandstiftung Ursache des Feuers in vierstöckigem Konstanzer Wohnkomplex

Kripo richtete Ermittlungsgruppe ein – Zwei von 50 Wohnungen einsturzgefährdet

PolizeiberichtKonstanz. Einen Tag nach dem Brand in einem Wohnkomplex mit 50 Wohnungen in der Fürstenbergstraße geht die Konstanzer Kripo von Brandstiftung aus. Brandermittler der Polizei fanden neben dem Ausgangspunkt des Feuers noch mehrere Brandstellen in den Kellern, die aber von selbst erloschen waren. Zwei Wohnungen in dem Wohngebäude sind einsturzgefährdet und mindestens für längere Zeit unbewohnbar. Den Sachschaden gibt die Polizei mittlerweile mit 400.000 Euro an.

Dramatische Szenen in der Fürstenbergstraße

Am frühen Dienstagmorgen spielten sich dramatische Szenen in Wollmatingen ab. Gegen 0.25 Uhr brannte es im Keller eines Wohnblocks mit 50 Wohnungen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung gelangten die Bewohner über die Flure nicht mehr ins Freie. 14 Personen mussten von der Feuerwehr Konstanz über Drehleitern in Sicherheit gebracht werden. Damit korrigierte die Polizei erste Angaben von mehr als 20 über Leitern evakuierte Hausbewohner nach unten. Drei Personen standen unter Schock und kamen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

Feuer brach im Keller des Hauses 30 aus

Beim Brandobjekt handelt es sich um einen vierstöckigen, langgezogenen Gebäudekomplex in der Fürstenbergstraße Nr. 28 bis32 b mit insgesamt rund 50 Wohnungen, sieben Zugangstüren und Verbindungen im Untergeschoss. Schon im Zuge der Löscharbeiten wurde festgestellt, dass sich die eigentliche Brandausbruchstelle im Keller des Anwesens Nr. 30 befand.

Von Personensammelstelle ins Hotelzimmer

Aufgrund starker Rauchentwicklung mussten insgesamt 14 Personen über Drehleitern aus dem Gebäudekomplex evakuiert werden. Drei Personen wurden wegen Schock und Verdacht auf Rauchvergiftung zur Beobachtung ins Klinikum Konstanz gebracht, die übrigen Personen wurden zu einer Personensammelstelle in einem Bus der Stadtwerke gebracht. Insgesamt zwölf Bewohner wurden auf Veranlassung der Stadt Konstanz vorübergehend in einem Hotel untergebracht. Hier werden sie auch mit Essen versorgt und durch Notfallseelsorger betreut.

Zwei Wohnungen drohen einzustürzen

Nach ersten Schätzungen dürfte der Schaden von etwa 400.000 Euro entstanden sein. Schäden durch unmittelbare Brandeinwirkung sind laut Polizei überwiegen im Keller des Anwesens Nr. 30 entstanden. Zwei Wohnungen sind einsturzgefährdet.

Viele Wohnungen wegen Ruß unbewohnbar

In den übrigen Gebäudeteilen entstand zum Teil erheblicher Ruß-Schaden, wodurch die Wohnungen nicht mehr bewohnbar sind. Das Bürgeramt der Stadt Konstanz ist derzeit dabei, Ersatzwohnungen zu suchen sowie Kleidung für die Betroffenen zu beschaffen.

Polizei geht von Brandstiftung aus

„Aufgrund dieser Sachlage dürften natürliche und technische Brandursachen eher auszuschließen sein und Brandstiftung nahe liegen“, so ein Sprecher der Polizei. Bei der Kriminalpolizei Konstanz wurde eine Ermittlungsgruppe eingerichtet.

Löscharbeiten dauerten dreieinhalb Stunden

Während der Löscharbeiten wurde der Straßenverkehr weiträumig umgeleitet. Die Löscharbeiten waren erst gegen 4 Uhr am Dienstagmorgen abgeschlossen.

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