Bürgersinn bleibt bei Nein zur Landesgartenschau 2020

Henning von Jagow vermisst Informationen – Bürgerintiative hält Bürgerentscheid nicht für zwingend

Überlingen. Der Verein Bürgersinn, ein überparteilicher Zusammenschluß von  Überlinger Bürgern, ist auch weiterhin dagegen, dass Überlingen die Landesgartenschau 2020 ausrichtet. Das stellte der Vorsitzende des Bürgersinns, Henning von Jagow, klar. Nach einer Vereinsversammlung und einem Zeitungsbericht hatte es offenbar eine Fehlinterpretation gegeben.

Bürgersinn bleibt bei Nein zu Landesgartenschau

An den Argumenten, die Henning vorbringt, hat sich nichts geändert. „Wir haben keine neue Haltung“, sagte von Jagow. „Unserer Meinung nach wäre es für Überlingen nicht sinnvoll“, erklärte von Jagow. „Wenn sich der Gemeinderat entscheidet, verlangen wir eine saubere Finanzierungsrechnung“, so von Jagow. Auf die Barrikaden gehen wolle der Verein aber nicht.

Bürgersinn fordert keinen Bürgerentscheid

Zuletzt hatte sich Oberbürgermeisterin Sabine Becker zum Thema Bürgerentscheid über die Landesgartenschau geäußert. Sie könnte es sich vorstellen, die Bürger direkt zu fragen. Der Vorsitzende des Vereins Bürgersinn fordert so viel direkte Demokratie hingegen nicht. Er sagte, ein Bürgerentscheid würde viel Geld kosten und sei mit einem hohen Arbeitsaufwand für die Verwaltung verbunden.

Mehr Informationen über die Landesgartenschauprojekte

Derzeit sei noch vollkommen unklar wie die Landesgartenschau organisiert werden solle. Er kenne bisher nur die Vorschläge der Planstatt Senner, so von Jagow. Er fordert mehr Transparenz und mehr Informationen. Außer finanziellen Bedenken und der Befürchtung, dass die Stadt von Besuchern überrannt werden könnte, hat der Bürgersinn eine klare Meinung zur Bebauung des Grafschen Geländes. „Die Bebauung des Grafschen Geländes möchten wir verhindern.“ Die Landesgartenschau ist auch Thema bei einer Klausurtagung des Gemeinderats und bei einer Bürgerversammlung.

Ein Kommentar to “Bürgersinn bleibt bei Nein zur Landesgartenschau 2020”

  1. sparring
    6. Oktober 2010 at 13:03 #

    Lieber ab und zu mal eine vernünftige und fundierte Kritik an einem umstrittenen Objekt/Projekt vom „Bürgersinn“ als das oft hysterisch-spätpubertäre Dauergekreische der Karotten-Fraktion (unten rot, oben grün).

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