BUND-Kandidatencheck zur Bundestagswahl: Wo sind Nese Erikli und Andreas Jung?

BUND befragte BundestagskandidatenKonstanz/Bodenseekreis. Der BUND-Kandidatencheck will eine Entscheidungshilfe für Bundestagswahl geben. Verwundert reibt sich da aber die Wählerschaft die Augen: Wo sind denn bloß Nese Erikli (Grüne) und Andreas Jung (CDU) sowie Birgit Homburger (FDP) in Konstanz und Lothar Riebsamen (CDU), Jochen Jehle (SPD) und Hans-Peter Wetzel (FDP) im Wahlkreis Bodensee. Sie haben offenbar bisher noch gar keine Angaben gemacht. Beim BUND-Kandidatencheck stehen unter ihren Namen jedenfalls erst einmal Fragezeichen. 

Energiewende, Massentierhaltung & Co

Welche Bundestagskandidaten wollen mehr, welche weniger Umweltschutz? Wer will nach der Wahl die Energiewende voranbringen, die Massentierhaltung eindämmen und die Bürgerbeteiligung bei Bauprojekten verbessern? Um Wählerinnen und Wählern eine Entscheidungshilfe für die kommende Bundestagswahl an die Hand zu geben und um für mehr Transparenz in der Politik zu sorgen, hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) einen „Kandidatencheck“ gestartet. Rund 1.500 Direktkandidaten von Union, SPD, FDP, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen wurden zu den Themen Energiewende, Massentier­haltung und Bürgerbeteiligung befragt.

Erst gut die Hälfte hat geantwortet

Unter www.bund.net/kandidatencheck können Wählerinnen und Wähler mit der Angabe von Wahlkreis, Wohnort oder Name nach KandidatInnen suchen. Ohne großen Aufwand kann man sich so über das umweltpolitische Profil der Bewerber für den nächsten Deutschen Bundestag informieren. Bislang haben 57 Prozent der Befragten auf die Fragen des BUND geantwortet, darunter prominente Mandatsbewerber wie Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler, der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel, Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin und die Parteivorsitzende der Linken, Katja Kipping.

BUND ermuntert zum Nachfragen

„Haben einzelne KandidatInnen noch keine Auskunft gegeben, können Bürgerinnen und Bürger online bei den entsprechenden Personen nachhaken“, heißt es in einer Medienmitteilung des BUND. Das werden die Konstanzer und die im Bodenseekreis denn auch tun müssen. Denn geantwortet haben bisher in Konstanz  erst Tobias Volz (SPD) und Marco Radojevc (Linke). Bei der Frage nach mehr Bürgerbeteiligung hat es bei Tobias Volz nur für einen orangefarbenen Pfeil „unentschieden“ gereicht. Beim Linken ist vermerkt, dass er sich bei der Antwort zur Massentierhaltung widersprüchlich geäußert habe, wobei es aber noch zum grünen Pfeil reichte. Eindeutig aus Sicht von Wählerinnen und Wählern sind die Antworten von Alexander Gaus (Bündnis90/Grüne) aus dem Bodenseekreis. Er bekam fünf grüne Pfeile.

Pauschale Fragen und Antworten

Wie viel Wert solche pauschalen Antworten und Fragen haben, ist aber fraglich Denn ganz so einfach sind Politik und Haltungen dann doch nicht zu erklären. Ein paar Sätze statt eines roten, grünen oder orangefarbenen Pfeils, wenigstens auf den zweiten Klick könnten hilfreich und vielleicht auch entlarvend sein. Wer gegen Fracking ist und die Energiewende trotzdem nicht wieder beschleunigen wollte, müsste zumindest erklären, wie das zusammen passt. Immerhin mit zwei Klicks erreichen die Interessierten die Homepage der Kandidaten oder das Konraktformular, um noch einmal genauer nachzufragen.

BUND fragte nach

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