Demonstration gegen rechte Ideen und rechte Gewalt in Konstanz

Schirmherren Uni-Rektor Ulrich Rüdiger und Theaterintendant Christoph Nix – Donnerstag kommender Woche Abschluss auf Münsterplatz

Konstanz. Konstanz möchte am Donnerstag kommender Woche, 24. November, ein Zeichen gegen rechtsextreme Gewalt und braunes Gedankengut setzen. Der Demonstrationszug beginnt an der Uni und endet mit einer Kundgebung auf dem Münsterplatz. Die Schirmherrschaft haben Uni-Rektor Ulrich Rüdiger und Theaterintendant Christoph Nix übernommen.

Viele Gruppen vereint gegen Rechts

„Die aktuellen Ereignisse haben es gezeigt: Rechtsextreme Gewalt und rechtsextremes Gedankengut sind in unserer Gesellschaft eine unterschätzte Gefahr. Wir sind fassungslos angesichts der Enthüllungen der letzten Woche“, schreibt Gyrel Herrmann, Vorsitzender der Jusos-Konstanz. Um auf die Gefahr von Rechts aufmerksam zu machen, haben die Konstanzer Jusos am kommenden Donnerstag, 24. November, zu einer Demonstration aufgerufen. Unter dem Motto „Faschismus kannst Du knicken – bunte Vielfalt gegen braune Einfalt“ und unter der Schirmherrschaft vom Rektor der Universität Prof. Dr. Ulrich Rüdiger und dem Intendanten des Konstanzer Theaters, Prof. Dr. Christoph Nix, sowie mit der Unterstützung vielfältiger gesellschaftlicher und politischer Organisationen soll die Demo ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen. Gegenüber den Angehörigen der Opfer wollen die Demonstranten am Donnerstag auch ihr unser Beileid ausdrücken. Der U-AStA der Universität Konstanz unterstützt diese Demonstration und ruft die Studierenden dazu auf, sich an der Demo zu beteiligen.

Schweigeminute auf dem Münsterplatz

Los geht es um 17 Uhr an der Uni, am Zähringerplatz trifft der Zug voraussichtlich um 17.30 Uhr und am Sternenplatz gegen 17.45 Uhr ein. Eine Schweigeminute sowie eine kleine Kundgebung werden voraussichtlich gegen 18.30 Uhr auf dem Münsterplatz stattfinden. Die Veranstalter stellen bunte Knicklichter zur Verfügung, die bei Demobeginn abgeholt werden können. Die vielen Lichter sollen stellvertretend für die vielen gesellschaftlichen Gruppen und Organisationen stehen, die im Kampf gegen rechtsextreme Gewalt vereint sind.

Hier geht es zu einem Interview mit dem Theaterintendanten und Schirmherrn der Demonstration Christoph Nix.

Foto: wrw PIXELIO www.pixelio.de

17 Kommentare to “Demonstration gegen rechte Ideen und rechte Gewalt in Konstanz”

  1. Fafnir
    18. November 2011 at 18:29 #

    Diese Hysterie ist ja nicht auszuhalten.

  2. Satansbraten
    19. November 2011 at 12:22 #

    Die Überschrift sowie die Demonstration sind in meinen Augen unglaubwürdig.

    Nur gegen rechte Ideen und rechte Gewalt ? Gibt
    es denn nur Gewalt von rechts ?

    Ich erinnere an die Brände in Berlin !!

    Ich erinnere an die tägliche Gewalt in U – Bahnhöfen !!

    Gewalt sollte eigentlich keine Ausdrucksform für eine
    politische Richtung sein.

    Noch tappen die Ermittler im dunklen. Aber schon
    wird in Konstanz, im vorauseilenden Gehorsam, auf
    rechte Ideen und rechte Gewalt eingedroschen.

    Vielleicht kann mir mal jemand erklären was rechte
    Ideen sind ?

    Diese „Aktion“ ist billig.

    Bitte, ändern Sie Ihre Überschrift: Wir sind gegen jede
    Art von Gewalt. Dann sind die Schlagworte für jeden
    nachvollziehbar.

  3. Karottenstreichler
    19. November 2011 at 13:07 #

    Alles was nicht links ist wird beim Spektrum „rechts“ eingeordnet.
    Schablonendenken.

  4. FresseBratenmitKarotten
    19. November 2011 at 14:25 #

    Was denn nun: Ist jede Gewalt gleich schlecht (grundsätzlich ja, denke ich) oder doch nicht? Einige hier verbitten sich den Ausdruck ‚rechte‘ Gewalt (die angeblich nicht definierbar sei) mit dem Verweis auf ‚linke‘ Gewalt.
    Bei der Veranstaltung geht es um ein Zeichen gegen rechte Gewalt (für Teilnehmer, die gängige Definitionen derer verstehen (können/wollen)). Dass U-Bahn-Schläger ‚linke‘ Gewalt verüben, würde ich für die meisten bekannten Fälle verneinen (zumindest bleiben auch die Vor-Poster hier eine Definition schuldig). Die Ermittler tappen vielleicht z.T. im Braunen, aber mitnichten generell im Dunklen.
    Und da das hier ein wunderschönes Land ist (das weiß ja niemand besser als Sie), aber auch ein freies (und zwar für fast jeden), liegt es an Ihnen, eine ähnliche Veranstaltung gegen ‚linke‘ Gewalt zu organisieren. Ich bin gespannt.

  5. Satansbraten
    19. November 2011 at 15:12 #

    @ 4
    Warum denn so übel drauf heute ? Hat hier irgend
    jemand geschrieben dass die U – Bahnschläger linke
    Gewalt ausüben?
    Es ging generell um Gewalt. Bitte, alles durchlesen
    und dann schreiben.

  6. sparring
    19. November 2011 at 16:19 #

    warum denn immer so einäugig. so, als ob es überhaupt nur rechte
    gewalt gäbe. Gewalt ist ein grundsätzliches übel, aber die zahl derer,
    die zu den linken gewaltbereiten gehören, ist mit sicherheit um ein
    vielfaches höher.
    außerdem : “ in dubio pro reo“ ! warten wir mal ab, was bei den ganzen ermittlungen gegen rechts wirklich rauskommt. dann bleibt immer noch genug zeit zum verurteilen, – aber ohne lynchjustiz.

  7. Karottenstreichler
    19. November 2011 at 17:48 #

    zu 4

    Gegen Linke demonstrieren ? Es tut mir leid. Ich konnte hautnah
    eine „Gegendemonstration“ der Antifanten in Stuttgart miterleben.

    Es ging bei BPE um die Christenverfolgung. Dieses Thema sollte
    doch eigentlich keinen Angriffspunkt bieten. War aber für die
    Antifanten, einen kriminellen Angriff auf friedliche Teilnehmer
    einer angemeldeten Versammlung, Anlass zu Ausschreitungen.

    Das umdenken beginnt im Kopf. Und wenn die „Linken“ einfach
    nur Ihre Meinung gelten lassen, dann ist einer vernünftigen und
    sachlichen Diskussion jeder Boden entzogen.

  8. Bodenseenixe
    19. November 2011 at 17:54 #

    Die Gesellschaft ist genau auf einem Auge blind, nämlich auf dem Ausländergewaltauge in Verbindung mit ungehemmter und unkontrollierter Masseneinwanderung sogenannter “Fachkräfte”!

    Würden sich die etablierten Parteien mal diesen Ängsten der breiten Bevölkerung öffnen, bräuchten wir nicht länger über rechtsradikale “Terrorzellen” und eine rechte, angeblich ausländerfeindliche Grundgesinnung Deutschlands sprechen!

  9. Bodenseenixe
    19. November 2011 at 17:57 #

    Wer den Linksradikalismus verharmlost und nur das “Rechte Auge” aufmacht, ist meiner Ansicht nach mehr als nur daneben! Der ist schlichtweg nicht mehr bei Trost!

    Augen auf, auf jede Seite von Terrorismus und Extremismus. Die Linksextremen sind keinen Deut besser, sie wissen sich leider nur besser zu verkaufen.

  10. Bodenseenixe
    19. November 2011 at 17:58 #

    Die Suche nach dem Ursprung der Tatwaffe gestaltet sich schwierig, wie Danièle Bersier vom Bundesamt für Polizei (Fedpol) sagt. 1993 war der Handel von Waffen unter Privaten noch nicht geregelt. Insofern sei es spekulativ zu sagen, über welche Kanäle die Pistole nach Deutschland geraten sein könnte. Zudem verweist sie gegenüber «tagesschau.sf.tv» auf die noch laufenden kriminaltechnischen Untersuchungen in Deutschland, ob es sich bei der entsprechenden Ceska 83 tatsächlich um die Waffe aus der Schweizer Lieferung handelt oder nicht.

    Ebenfalls unklar bleibt eine weitere Verbindung in die Schweiz. Laut «Spiegel online» wurden nach einem Mord 2006 in Kassel vermeintliche Täter festgenommen und später wieder freigelassen – nur Stunden später setzten sie sich in die Türkei und die Schweiz ab. Auch dazu will die deutsche Generalbundeanwaltschaft keine Stellung nehmen.

    http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/11/14/International/Doener-Morde-Verbindungen-in-die-Schweiz-werfen-Fragen-auf

  11. Gyrel Herrmann
    19. November 2011 at 18:05 #

    beim lesen der kommentare hier kann einem einfach nur schlecht werden.
    wegen menschen wie ihnen wird seit jahrzehnten die rechte gewalt in diesem land konsequent verharmlost.

    schämen sie sich!

  12. Bodenseenixe
    19. November 2011 at 18:10 #

    Richtig, gegen Gewalttäter muss offen und hart vorgegangen werden. Und wer diese Gewalttäter zu 80% momentan sind – darüber muss man noch nicht mal spekulieren – darüber geben die Kriminalitätsstatistiken und Gefängnisse in der CH, A, D und auch in anderen europäischen Länder unmissverständlich Auskunft.

    Daran ändert auch der vermeintliche „Rechtsterrorismus“ gar nichts.

  13. Satansbraten
    19. November 2011 at 18:11 #

    @ 10
    Genauso habe ich es auch geschrieben. Hier in diesen
    Fall ( ? ) wird alles ungeklärte reingepackt.
    8 Morde an Dönerbudenbesitzern und keine einzige´
    Spur. Das hat einen Geschmack. Es sol auch schon in
    Deutschland vorgekommen sein, daß sich Türken und
    Kurden wegen Differenzen abgeschlatet haben.
    Will hier nicht die verblödeten Nazis in Schutz nehmen.
    Aber der Fall hat es in sich. Und eine eilige anberaumte
    Demonstration erfüllt doch gar keinen Zweck. Schade
    um die vielen Lichtlein.
    Und vergesst nicht den Fall Mannichl. Es wird nämlich
    bald Weihnachten. Soviel Anstand sollte doch sein.

  14. Karottenstreichler
    19. November 2011 at 18:22 #

    @ 11
    Sachliche Kritik ? Wird es Ihnen schlecht wenn Sie mal die Wahrheit
    lesen. Gut. Das kann ich nachvollziehen.

  15. Bodenseenixe
    19. November 2011 at 18:27 #

    @ 11 Satansbraten

    Die beiden “mutmaßlichen Mörder” haben ja die volle Konsequenz daraus gezogen und sich härter bestraft, als das der deutsche Staat hätte “jemals! tun können, von daher ist es von der Justiz her doch bestens gelaufen!

    Wenigstens hatten sie den Anstand der Bevölkerung nicht noch “auf der Tasche” zu liegen für den Rest ihres Lebens!

    13 Jahre Haftbefehl, in der Zeit 10 Morde, Nagelbombenanschlag in Köln, Sprengstoffanschlag auf Galinskis Grab, Sprengstoffanschlag auf den Jüdischen Friedhof in Berlin, Anschlag auf die Wehrmachtsausstellung in Saarbrücken, 12 Banküberfälle.

    Nicht übel für Mundlos, der AC/DC und Lindenberg hörte, Abitur nachmachen wollte. Für Zschäpe, die Gärtnerin, die früher im Supermarkt klaute und oft erwischt wurde, und Böhnhardt, der als tumber Schläger bezeichnet wird. Irgendwas stinkt zum Himmel.

  16. Satansbraten
    19. November 2011 at 18:40 #

    Hallo Bodenseenixe!´
    Es störte mich schon die Überschrift. Wir sind gegen
    rechte Ideen und gegen rechte Gewalt.
    Mein Gottchen. Ich habe auch einen rechten Arm. Ist
    der jetzt schlecht?
    Habe mal eine provokante Frage. Wieviel derer in KN
    hätten sich im unseligen Dritten Reich an einer solchen
    Demonstration beteiligt. Nur heute denkt man kann
    man gegen rechts sein. Damals hätten die die Hosen
    gestrichen voll gehabt. Das sind Maulhelden.

    Und ich schriebe es nochmals. Wenn ihr gegen alle
    politische Gewalt demonstriert, dann komme ich auch
    in die Höhle des Löwen. Schaut am Donnerstag, daß
    Euch kein heißer Wachs auf die Finger tropft. Das tut
    nämlich höllich weh.

  17. wak
    19. November 2011 at 18:41 #

    @Gyrel Ich habe mir überlegt, ob ich diese Kommentare so stehen lassen möchte. Ich habe mich entschlossen, sie nicht zu löschen. Sie zeigen wie nötig solche eine Demonstration gegen rechtsextremistische Gewalt ist. Ich bin mir sehr sicher, dass es einen breiten Konsens in unserer Gesellschaft gibt und eine große Mehrheit, zu der ganz unterschiedliche politische und gesellschaftliche Gruppierungen gehören, solche Taten und auch die Verharmlosung solcher Taten scharf verurteilt. Diese Taten, die der braune Mob begangen hat, sind abscheulich. Gewalttäter stellen sich außerhalb unserer Gesellschaft und Wertegemeinschaft. Nein, auch islamitische Taten sind zu verurteilen. In diesen Tagen geht es aber um eine andere Gefahr. Dieses Aufrechnen ist ja grauenvoll. Ich schließe die Debatte.