Die „Schöne Else“ in den Wäldern um Konstanz

Hommage an den Baum des Jahres 2011 – Wertvollen Holzes des „Schweizer Birnbaums“

Konstanz. Sie ist eine Laubbaumart, ihr Holz ist edel, ihre Blätter sehen denen des Ahorns ähnlich, sie ist Baum des Jahres 2011 und einige Expemplare stehen auch rund um Konstanz. Wir sprechen schon der „schönen Else“, der Elsbeere.

Die „schöne Else“

Die Elsbeere wird wegen ihrer schönen Herbstfärbung auch „schöne Else“ genannt und wegen ihres wertvollen Holzes heißt sie auch „Schweizer Birnbaum“. Sie kommt bundesweit selten vor, nur Wenige erkennen den Baum in der Landschaft. In diesem Jahr wurde die Elsbeere zum Baum des Jahres 2011 ernannt.

Wildfruchtbaum braucht viel Licht

Im Landkreis Konstanz kommen Elsbeeren in den Wäldern vereinzelt vor. Zukünftig werden aber noch mehr Elsbeeren wachsen. Auf vielen Kulturflächen und Renaturierungsflächen im Landkreis Konstanz sollen junge Elsbeeren gepflanzt werden. Der Wildfruchtbaum hat es in den Wäldern am Bodensee nicht leicht. Die Elsbeeren brauchen viel Licht. Doch Buchen überwachsen sie häufig. Ohne genügend Licht stirbt die Elsbeere ab. Jetzt erhalten Elsbeeren von den Förstern des Kreisforstamts bei den Waldpflegearbeiten aber besondere Zuwendung und werden, wie das Konstanzer Landratsamt mitteilte, „häufig freigeschnitten“.

Artenschutz im Wald

Dr. Martin Schreiner vom Kreisforstamt erklärte: „Für uns ist die Erhaltung und Förderung der Elsbeere ein wichtiger Beitrag für den nachhaltigen Natur- und Artenschutz im Wald“. Die besondere Pflege von Elsbeeren habe in den hiesigen Wäldern Tradition. Im Staatswald auf dem Bodanrück stehe ein besonders mächtiger Baum, eine natürliche Kreuzung von Elsbeere und Mehlbeere mit 75 cm Durchmesser. „Wir haben diesen Baum bewusst vor einigen Jahren freigestellt. Er soll hier noch lange wachsen können“, informiert Förster Michael Flöß mit Stolz über diesen besonderen Baum in seinem Revier.

Stattlicher Baum auf Bodanrück

Auch der Waldnaturschutzexperte Albrecht Franke vom Regierungspräsidium Freiburg ist vom Konstanzer Baum begeistert: „So starke, natürlich entstandene Elsbeer-Mehlbeer-Bäume sind in Baden-Württemberg selten“.

Foto: Landratsamt Konstanz/Revierförster Michael Flöß misst den Durchmesser der „Schönen Else“

Ein Kommentar to “Die „Schöne Else“ in den Wäldern um Konstanz”

  1. Mohrrübenkiller
    9. August 2011 at 11:27 #

    Danke für den guten Bericht. Solche Berichte lobe ich mir.
    Es gibt also über den Bodensee und den Bodanrück auch
    mal etwas erfreuliches zu berichten.

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