Diese Software-Truppe hat see-online Leser glücklich gemacht

Software Autorin hat für Onlinezeitung für den Bodensee neue Seiten aufgeschlagen

Konstanz Nur zehn Monate hat es gedauert, bis see-online in diesem Sommer neue Seiten aufgeschlagen hat. Die Rückmeldungen, die wir bekommen haben, sind erfreulich. Unsere neue Seite scheint den meisten zu gefallen. Seit ein paar Wochen war bereits klar, dass es wie bisher nicht mehr länger weitergehen konnte. Die alte Website stieß immer öfter an ihre Grenzen: Immer mehr Seitenaufrufe, mehr Bannerwerbung, viel zu viele Datenbankeinträge, zu viele Plugins und ein nicht dynamisches Seitenlayout. Mit einem Mängelexemplar wollte see-online nicht in die Zukunft aufbrechen. Deswegen hat sich see-online in diesem Sommer für einen Relaunch entschieden. Umgesetzt hat ihn die Softwarefirma miradlo, Informatikdienstleistungen und Webdesign.

Riesenschritt für Onlinezeitung für Bodensee

Neil Armstrong sagte: „Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein Riesenschritt für die Menschheit.“ See-online findet, der Relaunch ist vielleicht ein kleiner Schritt für eine Softwareautorin, aber ganz bestimmt ein Riesenschritt für die zehn Monate junge unabhängige regionale Onlinezeitung. Als der Blog im November 2009 erstmals online ging, war es ein riesiges Abenteuer. Ein von Profis maßgeschneidertes Redaktionssystem hätte sich see-online damals nicht leisten können. Die Onlinezeitung ging mit einer improvisierten Seite an den Start.

Mängelliste immer länger

See-online arbeitete von Anfang an mit WordPress (kurz: WP), einem Weblog System, mit dem ein Webmaster die Inhalte von see-online, redaktionelle Texte, Bilder und Banner, einfach verwalten konnte. Die Updates kamen automatisch. Die Software war technisch immer auf dem neuesten Stand. Einen Diplom-Informatiker konnte see-online bis dahin nicht bezahlen. Die Mängelliste wurde mit der Zeit wohl auch deswegen immer länger und der Druck größer. Beim Barcamp Bodensee im Juni in Konstanz offenbarten sich einige Fehler, die in Sessions von Barcampteilnehmern angesprochen und diskutiert wurden. Am ärgerlichsten war vielleicht das statische Seitenlayout, das nicht mit dem Bildschirm mitwuchs, weshalb es je nach Bildschirmgröße Probleme mit dem Theme gab. Nur ein Beispiel: Statt „Die Onlinezeitung für den Bodensee“ stand da plötzlich auf einem großen Schirm nur noch zu lesen „Die Onlinezeitung für den XX“. Gleichzeitig fragten Werbekunden nach Premium Werbeplätzen, die see-online so nicht bieten konnte. Es wurde also höchste Zeit, dass sich mit der Website etwas drehte.

Redaktion und Technik

Ein Glücksfall für see-online ist es wahrscheinlich gewesen, dass sich Redakteurin Waltraud Kässer und Diplom-Informatikern Ute Hauth, Inhaberin von miradlo, trafen und sich von Anfang an sehr gut verstanden haben. Die Diplom-Informatikerin, die sich mit Webdesign berufsmäßig auskennt, musste nur einen Mausklick rechts machen, um zu sehen wie es um die technische Seite von see-online stand. Nicht einmal das Passwort brauchte sie dazu. Sie half in den folgenden Wochen immer wieder. Manchmal waren es praktische Tipps und, wenn es gar nicht anders ging, spielte Ute Hauth Feuerwehr. Dass es so nicht mehr lange weiter gehen konnte, war schnell klar. Auch wenn Techies und das Web 2.0 bereitwillig ihr Wissen teilten, reichte es nicht mehr. Im August explodierte die Datenbank. Nicht überraschend. Webmistress der alten wackeligen in do-it-yourself Manier gebastelten Seite wollte Ute Hauth nicht werden.

Diplom-Informatikerin mit dem richtigen Gefühl für see-online

Die Frage lautete jetzt: Was braucht see-online und was wäre machbar? Die Wünsche von Redaktion und Online-Sales waren riesig und das Budget begrenzt. Informatikerinnen denken offenbar aber sehr klar und suchen nach praktikablen Problemlösungen. Ute Hauth hat viel mehr Wünsche erfüllt als see-online sich am Anfang erhofft hatte. Auch, wenn die Informatikerin wahrscheinlich nicht jede Woche eine Onlinezeitung relauncht, hat sie schnell viel verstanden und begriffen, worauf es ankommt. Sie hat ihre eigenen Ideen eingebracht und das Projekt machte Riesenschritte nach vorn. Die Seite hat jetzt ein dynamisches Seitenlayout, ein neues Theme, die Navigation ist stimmig, die Besucher finden sich zurecht, unnötiger Spielkram fehlt und redaktionelle Beiträge sind leichter lesbar. Es gibt einen Aufmacher und Premium Werbeplätze. Das Einstellen redaktioneller Beiträge und die Bannerverwaltung sind unkomplizierter geworden.

Foto: Das Team von miradlo, Roland Baldenhofer, Ute Hauth und Thomas Heidrich (rechts)./wak

12 Kommentare to “Diese Software-Truppe hat see-online Leser glücklich gemacht”

  1. dekay
    1. September 2010 at 21:56 #

    Liebe Redaktion,

    mir fehlt bei diesem Text der Anzeigen-Hinweis.

    Mit besten Grüßen
    dekay

  2. wak
    1. September 2010 at 22:04 #

    Keine Panik. Dieser Text gehört in die Reihe „Wir über unseren Relaunch“, in der wir in drei Beiträgen erklären, wer, was, wieso? Der aktuelle Beitrag ist die Nummer drei. Das wär’s dann auch schon gewesen. Mit Blick auf die vielen Rück- und Nachfragen, die bei uns eingegangen sind, halten wir unsere Berichterstattung in eigener Sache für angemessen und vor allem für unbedingt nötig.

  3. detlev
    2. September 2010 at 01:31 #

    See-Online hat optisch einen „Riesensprung“ gemacht.
    Kein Einwand oder Kritik soll die Randnotiz sein, dass im Vergleich mit „bundesweiten“ Zeitungen deren Header/Logo einiges schmaler und eher farblich abgehoben ist: man hat gleich mehr Inhalt im Blickfeld.

  4. Detlev (Hobby-Maler)
    2. September 2010 at 14:04 #

    Wenn man See-Online aufruft, kann ich gerade noch den Scheitel von Frau Hauth erahnen. Etwas mehr als die obere Hälfte wird vom Logo inkl. Navigation beansprucht; darauf folgt ein Teil des Leitartikels mit dunklem Hintergrund, so dass der ganze Bildschirm zu 90% fast gleichmässig dunkel wirkt, was mich eher an ein drohendes Unwetter (Wald, See) bzw. den kommenden Bodensee-Nebel erinnert. Vielleicht ist auch nur die Auflösung des Bildschirms ungünstig gewählt.

    Erst wenn man nach unten scrollt, wird es deutlich heller und der Gesamteindruck leuchtend klar.
    Wenn man unter „color scheme“ oder „color wheel“ googelt, gibt es Kombinationen mit 5 Farben und man kann mit Tools variieren (Schrift, Hintergrund, usw.). Etwas helles (See-) bläuliches für Logo und Leitartikel würde für den User-Einstieg etwas bunter und zur Bodensee-Werbung passender wirken.

    Der Ansatz „weniger ist mehr“ ist sehr interessant und viel übersichtlicher: Design-Überladung kann wirklich die schnelle Informations-Erfassung erschweren, wie man nun gemerkt hat. Motto: den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.

  5. dekay
    2. September 2010 at 16:53 #

    Panik habe ich nicht. Nur verlieren Sie damit ein Abgrenzungsmerkmal zum großen Medienhaus. Die feiern Veränderungen im Haus ja auch in den eigenen Medien intensivst ab.

    Ideal wäre für sowas ja eine „Meta“-Rubrik oder ein eigener Blog. Aber machen Sie mal weiter, ich freue mich auf weitere ‚externe‘ Geschichten.

  6. wak
    2. September 2010 at 18:38 #

    Wahrscheinlich muss man Sergey Brin und Larry Page oder Mark Zuckerberg heißen, um ein paar Garagengeschichten erzählen zu dürfen…

  7. detlev
    3. September 2010 at 00:04 #

    @ Garagengeschichten

    Ich träume davon, dass Bill Gates in der KNer Altstadt über den Weg läuft.

    Beeindruckt hat mich bei der MS-Welt, dass in einem Experten-Buch der Autor im Vorwort über MS deftig lästern konnte: früher hat man MS vorgehalten, über die Köpfe weg zu entwickeln; nun in Web2.0-Zeiten beklagt man, dass man mit Newslettern, Beta-Versionen, Blogs usw. regelrecht „zugemüllt“ wird.
    Ein solch emotionales Vorwort hat man noch nie gelesen, der Herausgeber hat keine Stellung dazu bezogen. Beides sind Experten, Kongress-Speaker und mit mehrfachen MS-Examens-Titeln dekoriert.
    Wenn sich MS-Leute als Evangelisten bezeichnet werden, hätte ich für diese Frevler Kirchenaustritt vermutet.
    Das war noch vor der KNer Maultaschen-Zeit.

    Vielleicht gibt es einmal Startups-Geschichten nicht nur bei See-Online. Manchmal wird man nur Arbeitnehmer, um zu erfahren, was alles schief läuft, und erkennt, eigentlich kann man auch einiges.
    Wozu eigentlich andauernd die Gymnasiums- und Studien-Zeiten verkürzen?

  8. Steffi
    25. September 2010 at 17:04 #

    Na da bin ich aber gespannt wie sich das weiter Entwickeln wird. Ich denke wir warten einmal ab und Zerreden nicht gleich alles.

  9. Technik-see-online.info
    30. Dezember 2010 at 13:45 #

    Aktualisierter Stand ist jetzt drin, damit die Sicherheitslücke keine Chance hat, siehe:
    http://blog.wordpress-deutschland.org/2010/12/29/wordpress-3-0-4-de-edition-und-upgradepaket.html

    Außerdem lassen sich jetzt Kommentare per Mail abonnieren, sowohl wenn man selbst kommentiert, aber auch, wenn man nicht kommentieren will.

    Die Tests brachten keinen Fehler, wir hoffen es passt alles…

    Soviel für 2010, gutes neues Jahr 2011 für alle Leser

    vom Technikteam für see-online.info

  10. wak
    30. Dezember 2010 at 14:39 #

    Hi, das ist ja klasse! Die Redaktion sagt danke :)

  11. Thomas Heidrich
    17. Dezember 2011 at 19:14 #

    So, die Site ist aktualisiert. Viel Spaß damit :-)

  12. wak
    18. Dezember 2011 at 11:19 #

    Liebe Techies, vielen Dank. Sieht ein bisschen anders aus, die Admin dahinter, aber sehr schick ;-) Schöne Bescherung! Eine kleine Frage habe ich mal vorsichtshalber nichtöffentlich per Mail gestellt. Will mich ja nicht blamieren. ;-)

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