DLRG am badischen Bodenseeufer während Hitzewelle im Juli täglich im Einsatz

DLRG zieht vorläufige Bilanz der Bade- und Wassersportsaison 2010

Konstanz. Eine vorläufige DLRG-Bilanz der Wasserrettung am badischen Bodenseeufer zum Ende der Hauptbade- und Wassersportzeit hat der DLRG-Bezirksvorsitzende Andreas Hoffmann vorgelegt. Insgesamt war die DLRG auf dem See in 26 Fällen im Einsatz, wobei in fünf Fällen hilflose Personen – zumeist in Zusammenarbeit mit der Wasserschutzpolizei und dem landgebundenen Rettungsdienst – aus dem Wasser gerettet wurden, hinzu kamen eine ganze Reihe von Bootsbergungen nach Kenterungen.

Hitzewelle zu Anfang Juli

Einige typische Einsatznotrufe seien genannt: „Kanu-Fahrer in Seenot“ – „alkoholisierter Ruderer im Bojenfeld“ – „Schwimmer vermisst“ – „gekenterte Jolle – Segler über Bord“. Parallel zum Verlauf des Sommers mit der Hitzewelle zu Anfang Juli waren die ehrenamtlichen Retter der DLRG über einige Wochen hinweg fast täglich gefordert, an manchen Tage schrillten die Alarmmelder sogar mehrfach. Leider kamen die Helfer in zwei Unglücksfällen zu spät; in drei weiteren Fällen – darunter eine ausgedehnte Nacht-Fahrt bis vor Romanshorn und ein Einsatz am Hochrhein – nahmen die Rettungsboote an größeren Sucheinsätzen der Wasserschutzpolizei teil.

Rettungseinsätze in Marienschlucht

Wenn man die reinen Zahlen betrachte, so DLRG-Bezirksvorsitzender Andreas Hoffmann, seien in der Saison 2010 zwar einige Einsätze weniger zu verzeichnen gewesen; doch neben diesen direkten Wasserrettungseinsätzen fielen natürlich auch Dutzende von weiteren Hilfeleistungen bei großen und kleinen Problemen auf dem See und in den Strandbädern für die ehrenamtlichen Retter an. Einen Schwerpunkt bildeten im vergangenen Sommer nach wie vor die Notrufe im Bereich des Überlinger Sees und aus der stets gut besuchten Marienschlucht, die für Rettungswagen kaum zugänglich ist; hier wurden die DLRG-Boote in mehreren Fällen als schwimmende Krankentransportfahrzeuge genutzt – neben den dort fast schon obligatorischen Einsätzen bei Knochenbrüchen waren auch 2010 wieder Schwächeanfälle und die Suche nach Vermissten Teil der DLRG-Aufgaben. Wie schon im vergangenen Winter bleibt den DLRG-Aktiven jetzt aber kaum eine Verschnaufpause, da im Hinblick auf die Ganzjahres-Aktivitäten der Freizeitsportler wieder während der kompletten Herbst- und Winterzeit in allen Seeteilen auf badischer Seeseite je ein Einsatzboot mit entsprechender Mannschaft auf dem See in Bereitschaft bleibt.

Appell zum Schwimmenlernen

Eindringlich appelliert Andreas Hoffmann erneut an die Eltern und die Schulen in der Region, Kindern die Teilnahme an einem Schwimmkurs zu ermöglichen und auch das Schulschwimmen nicht zu vernachlässigen. Der beste Ertrinkungsschutz, so Hoffmann sei eine frühe Schwimmausbildung. Nach einer aktuellen Untersuchung können in Deutschland 1/3 aller Kinder unter 14 Jahren nicht schwimmen. Solche Zahlen bestärken die Forderung des Bezirksvorsitzenden „alle Bodenseekinder müssen schwimmen können„.

Entsprechende Schwimmkurse werden von allen Ortsgruppen der DLRG angeboten.

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