Drei Schweizer AKWS im 100-Kilometer-Radius um Konstanz

Konstanzer CDU-Bundestagsabgeordneter Jung fordert „Stresstests“ in der Schweiz

Konstanz. „Unser Nachbarland Schweiz sollte sich an den ,Stresstests‘ der EU für Kernkraftwerke beteiligen.“ Das fordert der Konstanzer Bundestagsabgeordnete Andreas Jung (CDU) nach einem Gespräch mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen in Berlin. Er sagte im Umkreis von Konstanz befänden sich drei Schweizer AKWs, die jeweils nicht einmal 100 Kilometer entfernt seien.

Röttgen trifft Schweizer Bundesrätin Leuthard

Röttgen hatte Jung berichtet, dass er am kommenden Dienstag die Schweizer Bundesrätin Doris Leuthard treffen und mit ihr unter anderem auch über dieses Thema sprechen wolle. Die CVP-Politikerin ist in der Schweizer Regierung unter anderem für Umwelt und Energie und damit auch für die Sicherheit der Kernkraftwerke zuständig. Bei dem schon länger vereinbarten Termin in Berlin wolle der Bundesumweltminister seine Schweizer Kollegin für eine Beteiligung an der Sicherheitsüberprüfung gewinnen.

Radioaktivität macht nicht an Grenzen halt

Damit bekommt der Konstanzer CDU-Kreisverband weitere Unterstützung für seinen Antrag, in dem er sich auch für einen schnellstmöglichen Verzicht auf die Kernenergie in Deutschland ausspricht. „Die Risiken der Kernenergie machen nicht an Grenzen halt“, heißt es in dem Antrag unter anderem. „Für unsere Sicherheit sind höchste Standards in der Schweiz deshalb von größter Bedeutung“, erklärt der CDU-Kreisvorsitzende Andreas Jung.

Schweizer AKWs näher als deutsche

Die Schweizer Standorte Beznau, Leibstadt und Gösgen seien allesamt in einem Umkreis von 100 Kilometern von Konstanz und der Region damit viel näher als das nächste deutsche Kernkraftwerk. „Für unsere Region ist es deshalb wichtig, dass die Schweiz hier mitmacht“, so Jung. „Bei den ,Stresstests‘ geht es nicht um eine Angelegenheit der EU, sondern um die gemeinsame Sicherheit in Europa.“

EU-Energiekommissar Oettinger wirbt für Beteiligung

Um Unterstützung hatte die Kreis-CDU auch die Bundesregierung und EU-Energiekommissar Günther Oettinger gebeten. Oettinger hat die ,Stresstests‘ für alle Kernkraftwerke innerhalb der Europäischen Union durchgesetzt. Die Belastungstests sollen unter anderem die Gefahren von Naturkatastrophen, Stromausfällen und Terrorangriffen zum Gegenstand haben. Dabei sollen etwa Kühlsysteme und Notstromsysteme unter die Lupe genommen werden. Oettinger wirbt ebenfalls dafür, dass sich an dieser Sicherheitsüberprüfung auch jene europäischen Staaten beteiligen, die nicht der Europäischen Union angehören.

25 Kommentare to “Drei Schweizer AKWS im 100-Kilometer-Radius um Konstanz”

  1. Thomas Heidrich
    6. April 2011 at 19:30 #

    Ich bitte see-online ausdrücklich, mich zu informieren, wann diese „Stresstests“ stattfinden. Ich möchte nämlich noch ein paar Jahre leben.

    Ich weiß nicht, was ein „Stresstest“ bei Politikern, wie dem Herrn Jung bedeutet. Im Kontext der Informatik, in welchem ich heimisch bin, bedeutet ein Stresstest die Belastung eines Systems bis an die evtl. bekannten Belastungsgrenzen und darüber hinaus. So wird geprüft, wie sich ein System unter sehr hoher Last verhält bzw. wie man es nach einer Überlastung wieder repariert bekommt.

    Mir fallen da einige Testfälle ein. Alle Benutzer melden sich gleichzeitig an, 10.000 Nutzer wollen gleichzeitig eine bestimmte Aktion ausführen, ein Nutzer schaltet den Computer zwei mal pro Sekunde ein und aus bis er nicht mehr blinkt,…

    Etwas derartiges möchte ich bei einem AKW nicht mal ansatzweise erleben.

    Beispiele wären: Die Notstrom, Kühlung, Abschirmung,… fällt komplett aus. Nunja, schauen wir mal, ob wir das AKW wieder flott bekommen.

  2. Petra Meich
    7. April 2011 at 06:15 #

    Und das fällt ihm jetzt erst auf????? Ach Herr Jung, Sie sind putzig.

  3. db
    7. April 2011 at 14:21 #

    Herr Jung könnte ja mal seine Kolleginnen und Kollegen auf Bundesebene dazu anspornen, ein gutes Beispiel für die Schweiz zu geben und den rot-grünen Atomausstieg wieder in Kraft zu setzen. Damit wäre das Schlamassel, das die Bundesregierung uns mit der Laufzeitverlängerung eingebrockt hat ausgestanden. Bis dahin habe ich für alle Bemühungen seitens der CDU, sogar die Grünen bei der Gegnerschaft gegen die Atomkraft rhetorisch zu überbieten, nur ein müdes Lächeln übrig.

  4. Bolle Knallquist
    7. April 2011 at 15:38 #

    Genau. Am deutschen Ökowesen soll die ganze Welt genesen! Und wenn die Schweizer nicht so wie wir wollen, schicken wir halt unsere Kavallerie.

  5. Yogi.Baer
    7. April 2011 at 18:28 #

    Jeder von Euch Schwätzern möge doch mal die Funktionsskizze eine Siedewasserreaktors aufmalen. Wisst Ihr eigentlich, wovon Ihr quasselt? Wer von Euch hatte denn z.B. beim Öffnen seines Browsers als Startseite NHK? Aber brav denen nachlabern, die eben dieser NHK die Bilder klauen und ihre eigenen Lügen dazubrabbeln. Für mich war das jeden morgen die Erkenntnis (nach NHK- Information) dass Goebbels immer noch unter uns weilt und sein Propagandasystem immer noch funktioniert. Hauptsache, das Grüne kommt an die Macht Interessant war auch, wie schnell die hysterische „Berichterstattung“ in sich zusammenfiel, nachdem man sein Ziel erreicht hatte: Das Grüne zur Regierungspartei zu machen. Heute hört man kaum noch was- und laut NHK haben die Japaner den Reaktorsatz weitestgehend im Griff, und die vom Grünen ewünschte Kernschmelze blieb aus, schade!!
    Lasst euch fein weiter belügen! Ihr habt es nicht besser verdient.

  6. Lothar Herzog
    7. April 2011 at 20:07 #

    Also ich für meinen Teil kann nur sagen. Yogi – Baer hat recht.

  7. Frieder Hannspeter
    8. April 2011 at 15:04 #

    Die Atom-Optimisten um Yogi.Baer sind halt Ignoranten alter Schule. Der Vorwurf „Schwätzer“ fällt auf sie selbst zurück; gut ist immerhin, daß ihrem Geschwätz kaum noch einer zuhört. Die Mehrheit der Bevölkerung will den Ausstieg und wird ihn auch bekommen. Bei zukünftigen Wahlen würden zu Recht alle Parteien abgestraft, die sich der Atom-Lobby dienstbar machen. Ob die Schweiz, Frankreich und andere den Ausstieg verpassen, stört „nur“ insofern, als sie weiterhin unverantwortliche Gefahrenquellen für die Menschheit darstellen. Atomkraftwerke sind letztlich nicht beherrschbar (mit oder ohne Tsunami) und außerdem überflüssig.
    Kein Mensch muß einen Reaktor auf ein Papier malen können, bevor er mitreden darf. Kein Mensch muß zum Nordpol fahren, um zu überprüfen, ob es da Eisbären gibt; es gibt sie. Zum Südpol muß er auch nicht, da gibt es sicher keine. – Man muß die Grünen nicht lieben, aber die Wirklichkeit hat ihre Kritik an der Atomkraft eingeholt, und das nicht nur einmal und auch nicht zum letzten Mal.

  8. Yogi.Baer
    8. April 2011 at 17:16 #

    Was ist eigentlich mit dieser Lobby?
    Wie stehen die Grünen zu dem Umstand, dass ihre Politik der extremen Subventionierung von Solar- und Windenergie einhergeht mit Parteispenden unter anderem der IBC Solar AG, der SMA Solar Technology AG, der Ostwind-Verwaltungsgesellschaft mbH, der Umweltkontor Renewable Energy, der EWO Energietechnologie GmbH, der Conergy AG, Pro Vento, der Nordex AG, der Windpark G. W. Meerhof GmbH & Co. KG, der Ersol AG, der Windpark wohlbedacht GmbH & Co. KG, der Wind Projekt Development GmbH, der Solarworld AG, der SMA Technologie AG, der Solon AG für Solartechnik, der AGU Energie- und Elektrotechnik GmbH?) Und nicht den Solar World- Maserati vergessen! (absolut CO²-frei!!)
    Kennen wir auch noch andere Argumente als die ach so böse Atomlobby?

  9. Lothar Herzog
    8. April 2011 at 17:43 #

    Ja Herr Frieder. Jetzt sollten Sie sich aber schnell mal etwas dazu
    einfallen lassen.
    Grüne und Parteispenden. Das darf doch nicht sein.

    Was ich noch fragen wollte. Gibt es nächstes Jahr die angekündigte
    Vergnügungssteuer auf das Fröhlichsein????????

  10. Yogi.Baer
    8. April 2011 at 21:03 #

    Nein, Herr Herzog
    aber einen „Kieseuro“, den die Kieswerkbetreiber bald für ihren Abbau in NRW zu zahlen haben.Ebenso eine erhöhte Grundwasserabgabe. Und jetzt winseln 10.000 Zipfelmützen um ihren Arbeitsplatz. Da kommt noch was schönes auf Euch zu- aber, wer Grüne wählt soll auch die Folgen fressen:
    http://tinyurl.com/3umsn7h
    Ich wünsche viel Spass

  11. Yogi.Baer
    8. April 2011 at 23:01 #

    Eigentlich abe ich Euch ein wenig liebgewonnen in Eurer Hilflosigkeit und dem Nichtwissen um Kernenergie. Deswegen jetzt einen kleinen Beitrag um „Deutsche Angst“: bzw es ist in grosser- es steht dem Admin frei, ihn zu veröffentlichen oder in seine Berichterstattung einzubauen. Interessant ist er auf jedem Fall…..braucht aber Platz;
    Über fehlendes Selbstbewusstsein und deutsche Angst
    Kaum etwas könnte die sagenumwobene ,,Deutsche Angst“ besser illustrieren als die jetzt wieder aufgeflammte hysterische Debatte um Atomkraft. Mit seinem Ausstiegs-Kurs aus der Atomkraft steht Deutschland weltweit ziemlich alleine da. Tatsächlich dürfte die Angst vor der Technologie in kaum einem anderen Land so ausgeprägt sein wie in den beiden Kriegsverlierer-Ländern Deutschland und Österreich. Es sind die Länder, denen man die ,,Alleinschuld“ am Zweiten Weltkrieg zusprach, der größten Katastrophe der Weltgeschichte.
    Die Neigung zu übertriebenen Ängsten ist immer ein Ausdruck eines schwachen Selbstbewusstseins. Dieses rührt in Europa von den zwei Weltkriegen her und von der daraus folgenden Befürchtung, der Fortschritt führe nicht zu einer Verbesserung der menschlichen Lebensbedingungen, sondern die Menschheit treibe immer tiefer in den Strudel von Zerstörungswut, Mordlust und Hass hinein, besonders natürlich wegen der Deutschen. Daraus resultierte die Zivilisations- und Deutschenangst der Grünen. Besonders schwach ist das Selbstbewusstsein der Gesellschaft in Österreich und Deutschland, weil diese Länder nicht nur den Zweiten Weltkrieg durchmachen mussten, sondern auch die Demütigung der Niederlage erlebten und zudem in dieser grauenhaften Situation auch noch für den Zweiten Weltkrieg allein schuldig gesprochen wurden. Dadurch wurden sie erst Recht für das Grauen des Zweiten Weltkriegs extrem ,,sensibilisiert“, aber in einer Weise, die nur Angst und einen Mangel an Selbstvertrauen förderte.
    Die Deutschen haben tatsächlich sehr viel Angst, wenn man ihre – noch – recht komfortable wirtschaftliche und politische Lage bedenkt. Sie fürchten sich vor Arbeitslosigkeit und ,,Armut“, vor Krieg, vor Atomkraft und -bomben, vor dem Klimawandel, wegen des verlorenen Weltkrieges besonders jedoch vor den ,,Neonazis“; neuerdings aber auch zunehmend vor dem Islam. Es sind sehr irrationale Ängste. Wegen dieser allgemeinen übertriebenen Angst-Mentalität wollen sie keine Kinder kriegen, denn die Kinder könnten ja arbeitslos werden oder einem Gewaltverbrechen zum Opfer fallen. Außerdem, was ist denn, wenn das Kind mit seinem Gekreische nervt oder die Nachbarn schlecht über die Eltern reden, weil sie finden, dass die Eltern keine perfekte Erziehung bieten? Laut einer im Februar veröffentlichten Forsa-Studie haben 63 Prozent der befragten Kinderlosen mit Kinderwunsch unter Anderem deshalb keine Kinder, weil sie ,,erst eine solide finanzielle Basis für die Gründung einer Familie mit Kind schaffen“ wollen. Das ist ein schwaches Argument, wenn man bedenkt, unter welchen Umständen in der Nachkriegszeit Kinder geboren wurden – schließlich sank bereits 2006, in Zeiten des finanziellen Überflusses, die Geburtenrate auf den Stand von 1945. Und dennoch sahen nach der Studie 86 Prozent der befragten Kinderlosen mit und ohne Kinderwunsch einen Grund für die niedrige deutsche Geburtenrate darin, dass ,,finanzielle Unsicherheit oder die Sorge um den Arbeitsplatz die Entscheidung für Kinder erschwert“. Die allgemeine deutsche Angst-Mentalität ist zu einem existenziellen demographischen Problem geworden, aber es geht auf allen Bereichen kontinuierlich bergab, es tickt auch die finanzielle, gesellschaftliche und einwanderungspolitische Bombe. Nach den Zahlen des EU-Statistikamts Eurostat aus dem Juli 2010 haben die Kriegsverlierer-Nationen Deutschland und Österreich die niedrigsten Geburtenraten in der EU, womit diese beiden Kriegsverlierer neben der Angst vor der Atomkraft noch eine weitere Gemeinsamkeit haben.
    Zu denken geben muss hierbei, dass das Gegenteil von Angst, nämlich Mut und stoisches Draufgängertum, eindeutig eine sehr männliche Eigenschaft ist. Deshalb fürchtet sich Deutschland auch vor allem, was männlich ist. Dieses Männliche wird, wie fast alles, wovor sich die Deutschen fürchten, als verwandt mit dem Nationalsozialistischen eingestuft, um die Angst und Abscheu noch zu verstärken. Der Medienwissenschaftler Norbert Bolz beschrieb es einmal so: „Nach der Entnazifizierung kommt jetzt die Entmachoisierung, die Verwandlung des Mannes in ein sorgendes Haustier. Letztlich geht es um die Ausrottung von Stolz und Ehrgeiz.“ Tatsächlich findet im Westen eine Art mentale Vertuntung der Gesellschaft statt, und das Epizentrum dieser mentalen Vertuntung ist Deutschland. Es herrscht eine linke Abscheu auf alles, was hart, stark, männlich, deutsch und rechts ist. Das Ergebnis ist eine Gesellschaft der Waschlappen, die duckmäuserisch und mimosenhaft auf ihre Feinde reagiert. Kurzum: „s ist ein wehrloses, schwaches Land.
    Das kann man beispielsweise daran ablesen, wie waschlappenhaft auf Jugendkriminalität oder Linksextremismus reagiert wird. Es darf kein Gut und Böse mehr geben, denn das ist ja nach der Logik der Weicheier überkommenes Männlichkeitsdenken. Stattdessen werden die Grenzen zwischen Gut und Böse immer mehr verwischt, Kriminalität und Linksextremismus werden nicht geächtet und mit aller Härte bekampft, sondern permanent verharmlost, kleingeredet oder mit Verweis auf die Kindheit des Täters und seine Leiden gerechtfertigt. Kriminelles Gesindel als das zu bezeichnen, was es ist, gilt als ,,Schwarz-Weiß-Denken“. Der ehemalige US-Präsident George Bush wurde besonders deshalb so gehasst, weil er einer der wenigen Politiker war, die überhaupt noch auszusprechen wagten, dass es Gut und Böse gibt. Und dass das Böse bekämpft werden muss.
    In Deutschland dagegen bilden sich überall Räume des Linksextremismus und der jugendlichen Gewaltkriminalität, die Polizei zieht sich feige aus den rechtsfreien Räumen zurück. Und die Gesellschaft gewöhnt sich daran. Das fängt schon damit an, dass das Vermummungsverbot etwa am 1. Mai in Berlin nicht durchgesetzt wird, sondern die Polizei zuguckt, wie sich Massen von Vermummten versammeln. Man wird auch nicht konsequent kontrolliert, wenn man sich etwa mit einem Rucksack in die Zone der Randale begibt. Stattdessen werden lachhafte, sogenannte ,,Anti-Konflikt-Teams“ gebildet, die ,,grüngelbe Lätzchen“ tragen (Henryk M. Broder). Die Polizei setzt auf ,,Deeskalation“, wobei schon dieser Begriff die Verwischung des Unterschieds zwischen Gut und Böse zeigt: Suggeriert er doch, dass die Polizei, indem sie den Rechtsstaat durchsetzt, an einer ,,Eskalation“ schuld wäre.
    Wegen dieser durch den anti-männlichen Affekt begründeten Verwischung zwischen Gut und Böse richtet sich die Empörung der Gutmenschen weniger stark gegen Straftäter und andere asoziale Elemente der Gesellschaft, als gegen jene, die diese Kriminellen und asozialen Elemente anprangern. Als Nicolas Sarkozy etwa noch als französischer Innenminister jugendliche Randalierer als ,,Abschaum“ und ,,Gesindel“ bezeichnete, brach absurderweise eine Kampagne gegen Sarkozy los, und nicht etwa gegen die Randalierer. So als ob Sarkozy und nicht die marodierenden Jugendlichen randaliert hätten. Es war, als ob kriminelles Gesindel ein Anrecht auf nette Behandlung hätte. Deutsche Medien diffamierten Sarkozy, indem sie unterstellten, er hätte alle Jugendlichen so betitelt. So behauptete die ,,Berliner Zeitung“ dreist, der Präsident hätte ,,französische Vorstadtjugendliche“ als ,,Gesindel“ bezeichnet. Wieder zeigt sich hier die Verwischung zwischen Gut und Böse, indem nämlich französische Vorstadtjugendliche mit randalierenden französischen Vorstadtjugendlichen nonchalent gleichgesetzt werden.
    Die Verweichlichung und Heulsusenhaftigkeit der deutschen Eliten zeigt sich aber auch in einem ehemaligen Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der nach einer Medienkampagne gegen ihn seinen Rücktritt kundtut und dabei meint, er befinde sich ,,am Ende meiner Kräfte“. Dieser Mann, der sich wegen des Geschreibsels von ein paar linken Feuilletonisten am Ende seiner Kräfte fühlt und daher fast zu heulen beginnt, soll nun die Führung über deutsche Generäle ausgeübt haben – das ist der Zustand von Deutschland! Guttenberg erinnert damit an den Rücktritt des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler, der dabei Tränen in den Augen hatte. Seinen Rücktritt begründete Köhler allen Ernstes damit, dass die Kritik, er habe einen grundgesetzwidrigen Einsatz der Bundeswehr zur Sicherung von Wirtschaftsinteressen befürwortet, den notwendigen Respekt vor dem höchsten Staatsamt vermissen lasse.
    Es ist deshalb eigentlich fehl am Platz, von nicht-linker Seite immer wieder den Meinungsterror durch die Linken derart intensiv anzuprangern und in den Mittelpunkt zu stellen. Keine Frage, konservative und liberale Positionen werden nicht nur hierzulande sehr schnell stigmatisiert, aber solche Phänomene des Meinungs-Konformismus gibt es nicht nur im Post-DDR-Deutschland, sondern es gab sie schon immer und überall. Das eigentliche Problem in der heutigen Zeit ist, dass sich im Gegensatz zu früher nicht gegen den Konformismus gewehrt wird, sondern man sich stattdessen bereits nach der geringsten Beschimpfung zurückzieht und den Mund verbieten lässt. Schon Bismarck sah dies bei einem Erlebnis nach seinem ersten Parlamentsauftritt als das eigentliche Problem an. Er war damals im Reichstag ausgepfiffen worden, und ein älterer Verwandter gab ihm später den Rat, Bismarck habe zwar recht gehabt, aber so etwas sage man doch nicht. Bismarcks Antwort: ,,Wenn du meiner Meinung gewesen wärst, hättest du mir beistehen sollen. Nur dein Eisernes Kreuz hindert mich, dir einen verletzenden Vorwurf zu machen.“ Noch zwanzig Jahre später meinte Bismarck bei der Erinnerung an dieses Erlebnis gegenüber seinem Vertrauten Robert von Keudell: ,,Mut auf dem Schlachtfeld ist bei uns Gemeingut. Aber sie werden nicht selten finden, dass es ganz achtbaren Leuten an Zivilcourage fehlt.“
    Ob es heute an Mut auf dem Schlachtfeld nicht mangelt, vermag ich nicht zu beurteilen, aber in Bezug auf die Zivilcourage stimmt das Bismarck-Zitat noch immer. Nur weil ein paar linke Sozialwissenschaftler die eigene Meinung als ,,rechtsextrem“ oder etwas anderes einordnen, macht sich das Bürgertum politisch in die Hose. Der normale Bürger beklagt sich dann aber darüber, dass Angela Merkel und die CDU-Politiker bei linkem Gegenwind sofort einknicken würden. Doch das Duckmäusertum und die Hasenfüßigkeit sind auch an der Basis weit verbreitet. Man denke nur an eine CDU-Fraktion eines niedersächsischen Kreisverbandes, die 2009 ihren Fraktionsvorsitzenden abwählte, weil eine linke Kampagne dessen Tätigkeit für die nationalkonservative Wochenzeitung ,,Junge Freiheit“ skandalisierte. Man denke auch daran, dass in den einschlägigen ,,politisch inkorrekten“ Medien und dem dazugehörigen Kommentarbereich häufig nur unter Pseudonym geschrieben wird, denn es könnte ja berufliche Probleme geben. Man geht dabei stets vom schlimmsten Fall aus und ermuntert auch noch andere zur Unsicherheit und fragt sie, ob sie nicht lieber unter Pseudonym schreiben wollen – deutsche Angst eben.
    Am Deutlichsten zeigt sich die deutsche Angst, wie sollte es anders sein, beim Umgang mit der NPD und dem Rechtsextremismus, denn man hat Angst vor einer Rückkehr des braunen Reichs – und vor sich selbst. Dass man solchen lächerlichen Witzvereinen wie der NPD nicht ihre Versammlungsfreiheit zugesteht und ihnen keine faire Medienberichterstattung und keine faire Behandlung durch die Politik zukommen lassen will, ist nicht nur ideologisch zu erklären, sondern muss Ausdruck einer ungeheuren Angst sein. Deshalb die allgemeine Verbots- und Gängelungs-Freude in diesem Bereich. Da machen sich ganze Dörfer und Städte ins Hemd, nur weil sich irgendwo 50 „Rechtsradikale“ in einer Kneipe versammeln wollen, während auf den Straßen brutale Gewalt weitgehend unbehelligt ihr Unwesen treiben darf. Wenn ein CDU-Bundestagsabgeordneter sich nicht 100-prozentig politisch korrekt über die deutsche Geschichte äußert, muss er gleich aus der Partei geschmissen werden und sein Bundestags-Mandat verlieren. Selbst bei Worten und Begriffen, die nicht als absolut konditionierend im Sinne des Antifaschismus erscheinen, zeigt man sich schon ,,entsetzt“ und wittert größte Gefahr, egal ob es um den ,,inneren Reichsparteitag“, um die ,,gleichgeschalteten“ Medien oder um ,,entartete“ Kultur geht. Vor einigen Jahren riss in Berlin gar ein junger Mann einer Hitler-Figur im Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds den Kopf ab, weil er sich offenbar vor Hitler noch im Zustand einer Kerze ängstigte. Dabei sah er sich vermutlich selbst als modernen Stauffenberg! Auch die Tatsache, dass Deutschland es seinen Bürgern nicht zutraut, Adolf Hitlers Buch ,,Mein Kampf“ im Handel erwerben zu können und sich anschließend ein kritisches Urteil darüber zu bilden, sondern dass dieses Buch zensiert werden muss, zeigt, dass in Wirklichkeit nichts ,,bewältigt“ ist und bei Politik und Medien immer noch extreme Angst vor einem vierten Reich mitschwingt.
    Der ehemalige SPD-Staatssekretär im Verkehrsministerium, Ulrich Kasparick, zeigte kürzlich den bayerischen CSU-Ministerpräsidenten Horst Seehofer an, weil dieser meinte, gegen eine Zuwanderung in deutsche Sozialsysteme wolle man sich bei der CSU ,,bis zur letzten Patrone“ wehren. Der SPD-Mann Kasparick sah sich hier an Hitlers Befehl zur Verteidigung Stalingrads ,,bis zur letzten Patrone“ erinnert, zeigte Seehofer wegen ,,Volksverhetzung“ an und überschrieb die Begründung für diese Entscheidung in seinem Blog mit den Worten: ,,Wehret den Anfängen“. Er mahnte ernsthaft: ,,Aus den Gedanken folgen die Worte, aus den Worten die Taten, aus den Taten wird unser Schicksal.“ Der Mann war Bundestagsabgeordneter und parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung! Auch Karl-Theodor zu Guttenberg vergleicht er in seinem Blog immer wieder mit Hitler: ,,Die Bereitschaft solch verunsicherter Menschen, sich anzupassen, nimmt weiter zu. ‚Führer befiehl – wir folgen’. Wir kennen diesen Satz aus nicht allzu weit entfernter Vergangenheit. Wir wissen aus der zweiten Diktatur, wie groß die Bereitschaft war, den neuen Verführern zu folgen. Und wir sehen nun, wie groß die Bereitschaft vieler ist, sogar erwiesenen Hochstaplern weiter zu folgen.“ Eine weitere Kostprobe dieser Fundgrube für Historiker, die sich einmal mit dem deutschen Massenwahn des ,Schuldkults beschäftigen wollen: ,,Aus der Schweiz kommen besorgte Stimmen. Da werden Vergleiche angestellt zwischen dem Erstarken der Nazis mit Hitler und dem Rückhalt in der Bevölkerung, den zu Guttenberg hat. Beides ‚verkrachte Intellektuelle’, der eine als ‚Weltkriegsgefreiter’ verhöhnt, der andere als ‚Betrüger’ entlarvt – und doch folgen ihnen die Massen. Beide geübt im Verdrehen der Argumente: Schuld hat nicht der Täter, sondern der Ankläger. Beide geübt im Umgang mit den Medien. Denn: da gibt es mächtige Zeitungen und da gibt es Leute mit Geld, die sie stützen. Man kauft sich das Volk. Man kauft ‚Fans’. Und erzeugt so mediale Aufmerksamkeit. Wir wissen aus den Anfängen der Naziherrschaft, dass die Verquickung von Medien, Geld und Beziehungen maßgeblich war für den Aufstieg des Verführers. Die Deutschen haben ‚an ihn geglaubt’. Wörtlich kann man in diesen Tagen Ähnliches über die deutsche Bevölkerung und zu Guttenberg lesen.“ Wow!
    Über die Begleitung Guttenbergs nach Afghanistan durch seine Frau schrieb Kasparick: ,,Die Frau des Ministers begründet ihre Teilnahme an der Reise: sie wolle ‚als Gattin und Mutter zu Weihnachten bei den Soldaten’ sein. Ich werde aufmerksam. Diese Klänge kenne ich. Von Goebbels.“
    Ausdruck von Verweichlichung, Dekadenz und Angst ist auch die durch linke Sozialwissenschaftler nunmehr gesellschaftlich und politisch zum allgemeinen Konsens gewordene These, wer Hartz IV beziehe, lebe in ,,Armut“. Von ,,menschenunwürdigen“ Niedriglöhnen in Deutschland wird zudem häufig gesprochen. Laut einer Studie des Weltwirtschaftsinstituts DIW, die im letzten Jahr öffentlich wurde, sollen in Deutschland angeblich mehr als elf Millionen Deutsche unter der Armutsschwelle leben. Es handelt sich jedoch tatsächlich natürlich allenfalls um geistige, moralische und mentale Armut.
    Mehr Menschlichkeit bringt diese Verweichlichung und Entmannung der Gesellschaft nicht, im Gegenteil, die tatsächlichen Unmenschlichkeiten werden dadurch verdeckt. Die Gewinner von Verweichlichung und der Diskreditierung von allem Harten und Männlichen sind zudem die tatsächlichen Machos und gewaltaffinen Klientels. Weil man ja immer schön ,,deeskalieren“ und ,,die Hand reichen“ will, agieren Kriminelle und Extremisten immer dreister und unbekümmerter, die Opfer werden im Stich gelassen und verhöhnt. In den Schulen gucken viele Lehrer bei Gewalttaten feige weg oder schieben dem Opfer die Schuld in die Schuhe, um sich mit den Tätern gutzustellen. Es deutet sich zudem bereits an, dass diese Waschlappen-Mentalität bei einem Teil der Gesellschaft ins Gegenteil umschlägt und es nun zu einem tatsächlichen Kult um übersteigerte Männlichkeit und Grobheit kommt. Bei zahlreichen Hip-Hop-Texten kann man das ,,bewundern“. Während erst die Feministen den Männern vorschreiben wollten, dass ein Mann gefälligst einfühlsam und kommunikativ zu sein und das Haus zu hüten hat, treten nun die Neo-Feminismus-Machos auf, die wiederum allen Männern die Männlichkeit absprechen, welche nicht verprollt und asozial sind. Es gilt, hier nicht von einem Extrem ins Andere zu schwenken, sondern sich mit deutlichen Worten gegen die dreisten Anmaßungen von beiden Seiten zu wehren.
    Neben dem verbreiteten Irrglauben, diese Verweichlichung führe doch zu mehr Menschlichkeit, besteht ein weiterer darin, diese Verweichlichung sei doch nur liberal, oder, aus der Perspektive der Kritiker, der Liberalismus sei an ihr schuld. Das Gegenteil ist der Fall. Das schwache Selbstbewusstsein und das ständige Eingeredet-bekommen, dass bereits eine Existenz als Hartz-IV-Empfänger ,,Armut“ darstellt, und dass Niedriglöhne in Deutschland ,,menschenunwürdig“ seien etc., führt dazu, dass der Einzelne sich nicht mehr zutraut, die Probleme selbst zu lösen. Die einzige Rettung naht in seinen Augen dann durch den alle und alles umsorgenden, totalen Sozialstaat. Dieser soll Luxus-Renten und komfortables Leben fürs Nichtstun garantieren, allen Kindern ,,Chancengleichheit“ in der Bildung bieten und die armen Studenten mit kostenlosem Studium auf Steuerzahlerkosten alimentieren; er soll ferner selbst für die durch Fress-Wahn und unvernünftigem Alkoholkonsum selbst verschuldeten Krankheiten von beleibten Leuten aufkommen und uns durch Verbote vor den Nazis, Islamisten und Glühbürnen schützen. Und vor der Atomkraft.
    Um aus dieser Situation herauszukommen, sind neben einer marktwirtschaftlichen Kehrtwende vor allem auch andere Inhalte in deutschen Leerplänen und eine weniger pessimistische Schulpädagogik erforderlich. Ich erinnere mich gut, wie mir von meinen Lehrern in einer im Nachhinein völlig absurden Weise ständig Angst vor dem Atomkrieg, dem Klimawandel oder der Arbeitslosigkeit eingetrichtert wurde. Gudrun Pausewangs Atom-Horror-Buch ,,Die Wolke“ mussten ja bekanntlich ganze Schüler-Generationen in Deutschland lesen. Am Ende meiner Schulzeit war ich überzeugt davon, dass ich in einem Alter von 30 oder 40 Jahren ohnehin tot sein werde – wegen dem Klimawandel. Dazu kommt natürlich die viel zu intensive Beschäftigung mit der Zeit von 1933 bis 1945. Diese Beschäftigung bringt kaum Erkenntnisse, dafür aber ständig beklemmende Stimmung im Klassenraum, die die Schüler nur ,,runter zieht“. Die tatsächlichen demographischen, finanziellen und gesellschaftlichen Gefahren für Deutschland werden durch solche Untergangsphantasien und ewigen erkenntnislosen Bewältigungen verdrängt. Ach ja, übrigens: Das zweite von Gudrun Pausewang intensiv behandelte Thema war der Nationalsozialismus.
    18. März 2011
    http://www.ef-magazin.de/2011/03/18/2916-zeitgeist-deutschland-verweichlicht-und-entmannt

  12. dk
    9. April 2011 at 07:45 #

    Vielleicht besteht ein kleiner Teil der „German Angst“ auch in dem Lesen überlanger Texte.

    Aus dem Sportbereich wird Angst eher als gesunde unbewusste Reaktion des Körpers auf Gefahren gesehen. Dabei soll der Körper sogar kurzfristig ungewöhnliche Leistungen mobilisieren können, um der Gefahr zu entgegen, was aber nicht lange durchgehalten werden kann (also Sprint im Gegensatz zum Marathon).

    Mit Sauerstoffschuld am Boden liegend werde ich einsichtig nun meinen zu langen Text beenden.

  13. Lothar Herzog
    9. April 2011 at 09:37 #

    Nummer 12
    Wenn Ihnen das lesen von langen Texten Schwierigkeiten bereitet
    sind Sie ein Fall für den Augenarzt.
    Dieser Artikel passt doch wunderbar zu dem Gesprächsabend im
    Konzil und gibt flankierend auch unser Verhalten in Bezug auf die
    verheerenden Zerstörung in Japan wieder.
    Die Japaner habe riesige Zerstörungen an Material. Wir dagegen
    riesige Zerstörungen in unseren Empfindungen.

  14. dk
    9. April 2011 at 12:19 #

    zu 13
    In der Tat bin ich vor Monaten Kunde beim Augenarzt geworden: allerdings hat er beruhigt, dass dieses Nachlassen der Sehkraft allgemein altersbedingt ist. Die Exoten mit glasklarer Sicht wären also zu bewundern.

    Witzig ist, dass der Mensch beim Primat der Politik noch keine 3 Augen besitzt: links – mitte – rechts (oder vielleicht sogar 5, falls man noch 2x radikal dazuzählt). Mein linkes Auge sieht lt. Arztbefund deutlich schwächer.

    In einer Online-Zeitung wurde ein Experte zur erstaunlichen Gelassenheit der Japaner ausgefragt: neben den Naturbedingungen (dauernde Konfrontation mit Erdbeben und Tsunamis) wurde der Buddhismus als Sozialisierung erwähnt.

    Bei Youtube gibt es viele Videos, wo Japaner ihre Wohnung filmen, obwohl alles wackelt und umkippt; die Stimmen klingen eher erstaut, dass das Beben so heftig geworden ist. Im Supermarkt retten sich die Leute nicht, sondern warten und stützen Regale ab; zerbrochene Gläser werden gereinigt, sobald das Wackeln etwas nachgelassen hat. Und aus Hochhäusern schauen Japaner heraus und beobachten, wie es in benachbarten Wolkenkratzern wackelt.

    Beim Ansehen der Videos erinnerte man sich an das Thema „Islam vs. Christentum“ und überlegte sich, ob man nicht lieber zukünftig eher „Tempel der Gelassenheit“ bauen sollte. Vielleicht verheilen sogar „zerstörte Empfindungen“. . . . . http://de.wikipedia.org/wiki/Buddhismus
    Nur ein flüchtiger Gedanke zur Therapie der „German Angst“: neben jedem Windrad eine B-Tempel als Hingucker.

  15. Lothar Herzog
    9. April 2011 at 12:34 #

    Nummer 14
    Waren Sie schon mal in Japan? Kennen Sie Japaner?
    Nur diese Frage beantworten.
    Aus der Ferne betrachtet sieht einiges anders aus!

  16. dk
    9. April 2011 at 19:44 #

    Nr.15 Nur diese Frage beantworten.

    Nein.

    Ein Besuch in Japan oder eine direkte Bekanntschaft wurde nicht behauptet. Ich hatte von einer Online-Drittquelle und von Youtube-Videos berichtet und keinerlei Ansprüche für mich erhoben. Man kann sich die Quellen beim tagesanzeiger.ch bzw. youtube.com ansehen, sofern noch nicht gelöscht. Ferner kann man das Thema mit google.com vertiefen. Ob man gleich ein Flugticket bestellt, möge jeder selbst entscheiden; mir kam der Gedanke damals nicht, ins Katastrophengebiet zu reisen.

  17. Lothar Herzog
    10. April 2011 at 08:36 #

    Nr. 16
    Sie haben mich missverstanden. Ich wollte fragen ob Sie persönlich
    Japaner kennen oder jemals kennengelernt haben.

    Ich hatte das Vergnügen 1998. Ich habe auch schon ein kleines
    Erdbeben im Hotel in tokio mitgemacht.

    Die Leute sind viel gelassener wie wir.

    Regt ihr Euch gerne weiter auf. Wir schalten die Kernkraftwerke
    ab und dafür importieren wir Strom aus Atommeilern aus
    Frankreich usw.

    Alles verlogen. Begreift es doch endlich. Das „Grüne“ Denken ist
    eine Art „Unterdrückungsdiktatur“.

    Ein Grüner ist nur glücklich wenn er den anderen Vorschriften
    machen kann. Darum sind auch soviele Grüne Lehrer und auch
    Sozialheinis.

  18. dk
    10. April 2011 at 11:17 #

    Nr. 17

    In diesem Sinne würde ich mich nur als „Naturliebhaber“ ansehen, der es geniesst, tiefe Atemzüge in den KNer Wäldern machen zu können und hofft, dass die Uni sich nicht zu sehr in Richtung Litzelstetten und Schwaketen ausbreitet. Wenn man gerade morgens und abends einen gewaltigen Hustenreiz mit empfindlichen Magen verspürt, empfiehlt sich der Aufenthalt im Freien.

    Ansonsten hat man mir im Studium eine „Handbuch-Hörigkeit“ abgewöhnt: bestimmte „Päpste“ soll man zwar erwähnen, aber eine kritische Hinterfragung und Einordnung wird als vorteilhaft angesehen.

    Wie erwähnt habe ich ein schlichteres Naturverständnis, finde aber ein paar schattige Tannen in der Umgebung architektonisch weit besser als eine Betonkugel.

    Der folgende Artikel hat etwas mit „Handbüchern“ zu tun, wobei anzumerken ist, dass Japan lange Zeit auch Vorbild für Management-Theorien war und neue Ansätze und Denkweisen auch heute noch an dt. Hochschulen erwähnt werden, um Themen umfassend abzurunden.

    Es werden auch 2 Bücher zum Artikel erwähnt und eine lange Liste angezeigt, falls man bei Suche „Japan“ eintippt. Das andere Fremde (hier Fernosten) fördert die Kreativität mehr als das Alltägliche, was mit Internet völlig unproblematisch ist (und politisch korrekt).

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/die-tsunami-katastrophe/Das-japanische-Volk-leidet-unter-Selbstzufriedenheit/story/11912566?dossier_id=885

  19. Lothar Herzog
    10. April 2011 at 11:41 #

    Hallo 18
    Naturliebhaber bin ich auch. Ich habe zum Beispiel mich gestern
    sehr gefreut als ich meine Zitronenbäumchen nach draußen
    gebracht habe und sah wie sich schon neue Früchte bilden. Auch
    meine Bananenstauden wachsen prächtig.

    Deshalb kann ich aber trotzdem mit dem Parteiprogramm der
    neuen „Faschisten“ , also den Grünen, hadern.

    Schon heute gebe ich mehr für Energie aus wie für die Lebensmittel
    für meine Familie.

    Da stimmt doch was nicht mehr.

    Und dann muss ich auch noch einen Haufen Nichtsnutze durchfüttern. Mir reicht es langsam.

    Wenn wir so weitermachen grasen in 20 Jahren Kamele vor dem
    Reichstagsgebäude.

  20. Yogi.Baer
    10. April 2011 at 12:11 #

    Zur allgemeinen Auflockerung mal „Grüne Forderungen“
    “Grüne fordern Verbot” erhält man 492.000 Ergebnisse!
    – Motorrollern.
    – TV-Werbung für Süßigkeiten
    – Tabakwerbeverbot
    – “Bounty Killer”
    – von Wildtieren und nicht domestizierte Tierarten im Zirkus.
    – Werbung für Autos
    – Haltung von exotischen Tieren
    – Bundeswehrwerbung
    – von Burschenschafter-Treffen
    – Sexismus in der Werbung
    – Zweitakterverbot
    – Werbung für Schokoriegel und Gummibärchen
    – fordern HDJ-Verbot
    – Billigflüge zu Dumpingpreisen gehören verboten
    – für großkalibrige Waffen für Privatpersonen
    – Verbot von “Killerspielen”
    – Verbot von Waffenbörse in München
    – Grüne fordern Verbot der Demonstration.
    – ein Verbot von Alt-Lkws
    – Flatrate-Bordelle
    – ein sogenanntes Offenbarungsverbot
    – Grüne fordern Steuern auf Plastiktüte
    und nochwas:

    Energierationierung in Friedenszeiten vorbereitet: Parlament verabschiedet Gesetz zur Erfassung des Energieverbrauches aller Bürger.
    Völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit hat der deutsche Bundestag am 4.11.2010 ein Gesetz durchgewunken, dass den Einstieg in die komplette Erfassung des Energieverbrauches eines jeden Einzelnen ermöglicht. Kaschiert, als zwingend umzusetzende EU-Richtlinie zur Steigerung der Energieeffizienz, soll dieses Gesetz die Effizienz der Endenergienutzung kostenwirksam – wie es ehrlich in der Begründung heißt – steigern. Ausdrücklich werden die „ehrgeizigen EU-Klimareduktionsziele“ als Begründung für diesen erneuten und diesmal erfolgreichen Angriff auf die Freiheit des Einzelnen genannt.

    Energierationierung in Kriegszeiten!
    Zuvor war nämlich ein noch ehrgeizigeres Gesetz – ebenfalls zur „Effizienzsteigerung“ wie es im damaligen Gesetzestext verharmlosend hieß[1]- noch im März 2009 von der damaligen schwarz-roten Regierung bzw. deren Umweltminister Gabriel als Kabinettsvorlage eingebracht worden. Es sah vor, dass zuerst die Energiemenge, die ein jeder in diesem Land verbraucht, zu erfassen sei, um dann per neu einzurichtender Überwachungs- und Sanktionierungsbehörde in jedem Jahr diese neu zuzuteilen. Natürlich nicht, soviel wie ein jeder verbrauchen wollte, sondern jedes Jahr 1% weniger als im Jahr davor. Dieses Gesetz wurde nicht etwa entrüstetet von Kanzlerin Merkel und ihren Kollegen im Kabinett als Angriff auf die Freiheit und Demokratie zurückgewiesen, sondern nur auf später vertagt.
    Wie die Kollegen Maxeiner & Miersch schon im März 2009 voraussahen, wurde es nur in der wohl begründeten Hoffnung zurückgestellt, dass es über den Umweg einer EU-Richtlinie wieder als deutsches Gesetz auftauchen würde. Und das ist nun geschehen. Die erste Stufe wurde gezündet und als „alternativlos“ von den federführenden Beamten des Ministeriums eingestuft.
    Zur Begründung führen sie aus:
    Die Richtlinie 2006/32/EG verfolgt den Zweck, die Effizienz der Endenergienutzung in den Mitgliedstaaten kostenwirksam zu steigern. Sie verpflichtet unter anderem zur Festlegung eines generellen nationalen Einsparrichtwerts und zum Erlass kostenwirksamer, praktikabler und angemessener Maßnahmen, die zur Erreichung dieses Ziels beitragen sollen. Insbesondere sollen die erforderlichen Mechanismen, Anreize und die institutionellen, finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen zur Beseitigung vorhandener Markthindernisse und –mängel, die der effizienten Endenergienutzung entgegenstehen, festgelegt werden sowie die Voraussetzungen für die Entwicklung und Förderung eines unverzerrten Marktes für Energiedienstleistungen und für die Erbringung von anderen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz für die Endverbraucher geschaffen werden.
    Im verschrobenen Bürokratendeutsch wird da angekündigt, dass mit diesem Gesetz der freie Markt abgeschafft werden soll, sorgfältig umschrieben mit der angestrebten…“ Beseitigung vorhandener Markthindernisse und –mängel“
    Dann wird unverdrossen auf die öffentliche Hand als „Vorbild“ gesetzt und in der Begründung behauptet: Die öffentliche Hand habe bei der Steigerung der Energieeffizienz eine Vorbildfunktion zu übernehmen…
    Um dann die Katze aus den Sack zu lassen:
    „…Sie hat dafür zu sorgen, dass Energieeffizienzmaßnahmen ergriffen werden, deren Schwerpunkt auf kostenwirksamen Maßnahmen liegt, die in kürzester Zeit zu umfassendsten Energieeinsparungen führen.“
    Das heißt, die Bürger müssen und dürfen gezwungen werden, in kürzester Zeit umfassendste Energieeinsparungen durchzuführen. Und damit das auch klappt werden für
    ..Energieverteiler, Verteilernetzbetreiber und Energieeinzelhandelsunternehmen (sind) besondere Verpflichtungen vorgesehen, um die Voraussetzungen für die Entwicklung und Förderung eines Marktes für Energiedienstleistungen und für die Erbringung von anderen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz für die Endverbraucher zu schaffen. Hierzu gehören insbesondere Informations-, Förder- und Sicherstellungsverpflichtungen. Diese Unternehmen sind auch zur informativen Abrechnung des Energieverbrauchs zu verpflichten.
    Dies alles muss natürlich auch überwacht werden, wozu die wackeren Bürokraten gleich eine neue Behörde einrichten wollen. In der Begündung dazu heißt es :
    „…Die Erfassung und Unterstützung der Erreichung der Ziele wird einer Bundesstelle für Energieeffizienz übertragen. Diese wurde bei dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingerichtet (BAFA). Sie nimmt gebündelt Aufgaben zur Umsetzung des Gesetzes wahr. Hierzu gehören u. a. die Beobachtung des Marktes für Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen, die Bereitstellung von Informationen sowie zur Erarbeitung von Vorschlägen für den Fall, dass die Marktkräfte zur Schaffung eines Marktes für Energiedienstleistungen nicht ausreichen…
    D.h. falls die Kräfte des zuvor abgeschafften Marktes nicht ausreichen sollten, was mit Sicherheit aus Sicht der neuen Behörde eintreten wird, dann darf diese Vorschläge erarbeiten, welche die Bürger zwingen und ggf. sanktionieren werden, um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Das wäre dann die im Ursprungsgesetz von Ex-Minister Gabriel im März 2009 vorgesehene Rationierung von Energie , wie sie auch später im schwarz-gelben „Energiekonzept“ der Bundesregierung vom September 2010 – wenn auch verschlüsselt- vorgesehen ist. Und dies alles winken unsere Volksvertreter so einfach durch. Ob sie wirklich wussten was sie taten? Wenn ja, dann haben sie ihren Wählern und allen Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes einen Bärendienst erwiesen! Und wenn nicht, wozu sind sie denn da? Wahrscheinlich erfüllt sich wieder einmal das weise Wort Tucholskys: „Wenn man durch Wahlen die Politik ändern könnte, dann wären diese längst verboten „
    Das Gesetz können Sie hier einsehen. Die Begründung hier herunterladen. Wer an seine Abgeordnete oder Abgeordneten eine Mail schreiben will findet hier seine/ihre Mailadresse.

    Michael Limburg
    EIKE- Institut
    http://www.eike-klima-energie.eu/

  21. Yogi.Baer
    10. April 2011 at 15:12 #

    Herr Limburg hat den Artikel ab der
    „Energierationierung in Friedenszeiten“verfasst. Er ist mitverantwortlich für den Internet- Auftrritt des EIKE- Institutes, welches sich Klima- und Energiekritik zur Aufgabe gemacht hat und das Ganze wissenschaftlich angeht. Man beachte die Autorenliste. Nicht, dass jemand behauptet, ich schmücke mich mit fremden Federn…..

  22. Wolfrad Beinhäuser
    11. April 2011 at 13:26 #

    Was wollen uns die völkisch-nostalgischen Betrachtungen in dieser Rubrik sagen? Auf den Punkt gebracht: Volk steh auf, Sturm brich los! Sie wissen, von wem dieser Aufruf stammt? – Aber alle Pseudowissenschaftlichkeit, alle Volkspsychologie, alles Machohafte, alles, was hier zum „gesunden Volksempfinden“ gerechnet werden muß, es ist der Schrott vergangener Zeiten, gepaart mit der Ignoranz für aktuelle und zukünftige Probleme. Aus jedem Knopfloch schauen der Sozialdarwinismus und der Größenwahn der Allmachbarkeit hervor. Rückwärts gewandt kommt noch Euer tiefes Bedauern über das Scheitern von Wilhelm II und Adolf I hinzu, diesen Herrenmenschen, deren moderner Abklatsch Ihr gerne sein würdet. – Da wird nichts draus! Wenn es in dieser Welt noch eine Zukunft für die Menschheit geben wird, dann wird es sie unter dem Stichwort „Zivilisation“ geben. Dort haben Eure Ideen und Eure Propaganda keinen Platz, weil sie inhuman, unzivilisiert, völkisch, rassistisch und letztlich eliminatorisch sind. Also, spart Euch die Schreibe, Ihr seid Jahrzehnte zu spät dran!

  23. Yogi.Baer
    11. April 2011 at 13:51 #

    Nochwas zur Partei des Friedens und der ewigen Glückseligkeit unter Windmühlen und Solarpaddel:

    “Tritt Ihn” und die ach so friedliebende Friedenspartei:

    Trittin signalisiert Zustimmung zu Libyen-Einsatz
    11.04.2011, 8:32 Uhr | dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

    Berlin (dpa) – Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin hat Zustimmung zur geplanten Beteiligung der Bundeswehr an einem humanitären Libyen-Einsatz signalisiert…

  24. Yogi.Baer
    11. April 2011 at 13:56 #

    # 23
    Was will uns der Künstler damit sagen: Kritisieren Sie das Für oder das Wider die Kernenergie?
    (die inzwischen für den Bilderlieferanten der GEZ- Medien kaum noch Thema Ist). Oder einfach nur ein moraltheologischer Monolog?

  25. wak
    11. April 2011 at 14:59 #

    See-Online schließt diese Diskussion.

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