DRF Luftrettung warnt: Die Wespen sind los

Vorsicht bei Wespenstichen – Gefahr von Kreislaufzusammenbruch nach anaphylaktischen Schock

Friedrichshafen. Ein Eis in der Tüte oder Grillfleisch lockt sie an. Im August und September summt und brummt es wieder: Im Cafe, beim Bäcker oder im Biergarten – kaum ein Ort an dem man derzeit nicht von Wespen geplagt wird. Ein kalter Winter und das warme Frühjahr haben ungewöhnlich große Bestände der Plagegeister hervorgebracht. Stechen sie zu, bleibt es in den meisten Fällen bei einem schmerzhaften Stich, im schlimmsten Fall kann es jedoch lebensgefährlich sein. Darauf weist die DRF Luftrettung in Friedrichshafen hin.

Schutz vor Wespen

Die Retter raten: „Bewahren Sie Ruhe! Hektische Bewegungen machen die Tiere meist noch aggressiver. Meiden Sie stark duftende Parfüms oder Haarsprays. Trinken Sie nicht direkt aus der Flasche. Benutzen Sie am besten einen Strohhalm. Laufen Sie nicht barfuss über eine Wiese! Wespen suchen dort vermehrt nach Nahrung.“

Eis lindert den Schmerz

Kommt es zu einem Stich, muss die Stelle sofort mit Eis gekühlt werden. Dies lindert den Schmerz und verhindert ein Ausbreiten des Giftes in den Körper.

Gefährliche allergische Reaktionen

Eine Gefahr bei Wespenstichen sind allergische Reaktionen, die im Extremfall lebensbedrohlich sein können. Beim so genannten anaphylaktischen Schock kann der Kreislauf innerhalb weniger Minuten komplett zusammenbrechen. Ist eine Allergie bekannt oder klagt der Gestochene plötzlich über starke Übelkeit, Atemnot oder Herzbeschwerden gilt es, über 112 den Notruf abzusetzen! Denn beim anaphylaktischen Schock ist höchste Eile geboten. „Wenn der Betroffene noch bei Bewusstsein ist, sollten ihn Ersthelfer in die so genannte Schocklage bringen, also die Beine erhöht lagern, damit der Kreislauf stabil bleibt“, erläutert der diensthabende Rettungsassistent an der Friedrichshafener Station.

Gefahr bei Stich in den Hals

Eine schnelle ärztliche Versorgung ist auch bei Wespenstichen im Hals- oder Rachenraum unverzichtbar: Durch das Zuschwellen der Atemwege kann Lebensgefahr bestehen. Ersthelfer sollten daher nicht nur den Notruf absetzen, sondern dem Gestochenen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Eis oder Eiswürfel zu lutschen geben. Die Kälte verhindert ein schnelles Voranschreiten der Schwellung. Wichtig ist außerdem, den Patienten zu beruhigen, denn Aufregung verschlimmert die Luftnot.

DRF Luftrettung auch auf Twitter: www.twitter.com/luftrettung.

Foto: DRF Luftrettung

Ein Kommentar to “DRF Luftrettung warnt: Die Wespen sind los”

  1. C. Idea
    1. September 2011 at 16:26 #

    Wespen im Glas können böse Folgen haben! Besser ist es vorzusorgen: es gibt klappbare Getränkeschutzdeckel, wiederverwendbar und in vielen Farben…

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