Eine Synagoge für jüdische Gemeinde mitten in Konstanz

Grundsteinlegung für Konstanzer Synagoge noch in diesem Jahr

Bauplatz in der SigismundstraßeKonstanz. Gestern gedachte die Stadt Konstanz 108 jüdischen Bürgern, die vor 70 Jahren ins Konzentrationslager nach Gurs deportiert wurden. Die wichtigere Nachricht ist aber die, dass jetzt doch noch eine neue Synagoge in Konstanz gebaut werden kann. Entstehen soll sie wie geplant mitten in der Stadt in der Sigismundstraße.

Nachricht vom Synagogenbau kam überraschend

Das Gezerre ist vorbei. Der Weg ist frei. Konstanzer jüdischen Glaubens werden ein neues Gotteshaus bekommen. Grundsteinlegung soll noch in diesem Jahr sein. Eröffnet werden könnte die Synagoge 2012. Die Nachricht kam überraschend. Immer wieder hatte sich der Bau verzögert. Die Frist die, die der Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank der Israelitischen Kultusgemeinde Konstanz und dem Oberrat der Israealitischen Religionsgemeinschaft Baden gesetzt hatte, war längst abgelaufen. Darüber, dass es Jetzt doch noch eine Einigung gab, informierte OB Frank nach einer Gedenkveranstaltung.

Synagoge entsteht in Sigismundstraße

Wie bereits mehrfach berichtet, hatte die Stadt der Israelitischen Kultusgemeinde ein Grundstück in der Sigismundstraße überlassen, auf dem eine Synagoge gebaut werden soll. Der Baugrund liegt nur wenige Schritte vom Standort der 1938 zertörten Synagoge entfernt. Wegen des Streits der Konstanzer Gemeinde mit dem Oberrat hat sich ein Baubeginn aber immer weiter verzögert. Im Falle, dass sich örtliche Gemeinde und Oberrat nicht einigen hätten können, wollte die Stadt den Bauplatz zurück. Soweit wird es nun doch nicht kommen.

Bauen möchte Oberrat der Israealitischen Religionsgemeinschaft Baden. Offenbar gibt es auch eine Einigung, die Höhe der Investition betreffend. Der Oberrat der Israealitischen Religionsgemeinschaft Baden zögerte zuletzt auch, weil denkmalrechtliche Vorgaben die Baukosten in die Höhe treiben werden und den Synagogenbau verteuern.

Ein Kommentar to “Eine Synagoge für jüdische Gemeinde mitten in Konstanz”

  1. Bruno Neidhart
    22. Oktober 2010 at 10:02 #

    Das ist eine gute Nachricht. Der OB zeigte bei der ganzen Auseinandersetzung Geduld und lag damit richtig. Es erstaunt nur, was sich der Südkurier im Internet leistete, als er höchst beleidigende Leserkommentare zur Veröffentlichung freigab. Heute Freitagmorgen hat sich die Zeitung wohl eines Besseren besonnen.

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