Einen Döner bitte! Mohammed, mir schmeckt's

Grenzüberschreitende Tagung beschäftigt sich mit Integration

Konstanz/Kreuzlingen. Seit dem Streit um Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ diskutiert Deutschland über Integration und darüber ob Integration in Deutschland missglückt ist. In der sich bedroht fühlenden Mittelschicht fällt ausländerfeindliches Gedankengut auf fruchtbaren Boden. Die Politik propagierte schon das Ende von Multikulti, während die SPD im Kreis Konstanz gerade erst eine türkischstämmige Landtagskandidatin gewählt hat.

„Städte gestalten Zukunft“

„Mehr Mit“ – „Weniger Für“ ist das Thema grenzüberschreitende Tagung am Samstag, 13. November, in Kreuzlingen. Im Brennpunkt stehen Konzepte der Partizipation von Migranten. Eingeladen sind Migrantinnen und Migranten, Politiker und Politikerinnen, Mitarbeitende der Verwaltung und freien Einrichtungen sowie alle Interessierten. Die Tagung finden im Rahmen des Interreg IV Programms „Städte gestalten Zukunft“ statt. Geplant und organisiert wird die Veranstaltung von den Integrationsverantwortlichen der Städte Dornbirn, Konstanz, Kreuzlingen, Radolfzell, Schaffhausen und Singen.

Open Space

Gehen wird es um folgende Fragen: Wie können sich Migrantinnen und Migranten mit Ihren Interessen einbringen? Wie können neue Formen verankert werden? Es gibt ausreichend Zeit, um in Gesprächen und Diskussionen Fragestellungen und Ideen zu entwickeln. Die Methode, die dabei angewandt wird, ist die Open Space Methode. Open Space ist eine Methode zur Strukturierung von Konferenzen und Tagungen mit einer großen Zahl von Menschen. Es gibt nicht den klassischen Input in Form eines Vortrags. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer geben eigene Themen in das Plenum und gestalten dazu eigene Arbeitsgruppen. Begleitet werden sie von Moderatoren. Die Ergebnisse werden am Schluss gesammelt.

Multikulti-Essen und „urban skillz“

An diesem Tag werden auch die Forschungsergebnisse der Fachhochschule für Angewandte Wissenschaften St: Gallen vorgestellt. Die Fachhochschule war beauftragt worden, die bestehenden lokalen, das heißt städtespezifischen Partizipationsangebote hinsichtlich ihres Entstehungskontextes, ihrer Ausgestaltung, aber auch ihrer Teilnahmemöglichkeiten zu untersuchen. Für interkulturelle Verpflegung ist nach Mitteilung der Stadt Konstanz ebenso gesorgt wie für einen mitreißenden Auftritt der Tanzgruppe „urban skillz“ aus Konstanz.

Anmeldung, Ideen und Vorschläge beim Büro der Integrationsbeauftragten CybullaE@stadt.konstanz.de, Tel.: 07531-900456. Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei.

Foto: Rainer Sturm PIXELIO www.pixelio.de

2 Kommentare to “Einen Döner bitte! Mohammed, mir schmeckt's”

  1. Mabely
    5. November 2010 at 09:51 #

    Das sind ja wieder gut gemeinte Aktionen. Nur sie werden nichts bringen – außer der Erkenntnis, dass der Koran eine Eingliederung/Integration verbietet. Es ist Mulimen nicht gestattet, sich mit Ungläubigen zu vermischen – in jeder Hinsicht.
    Imame predigen die Unterwanderung unserer Systeme mit Tricks – die sind nämlich zur Erreichung deren Ziele erlaubt.
    Muslime sind grundsätzlich aus deren Sich die besseren Menschen, die über den Ungläubigen stehen. Und die überwiegen von uns gewährten Transferleistungen betrachten diese als Bringschuld – Allah hat das so verheißen und so geschieht allerorten das, was unser Sozialsystem ausbluten lässt.

    Alle gutgemeinten Aktionen,auch Eure, müssen ins Leere laufen.
    Schade um die Kosten und Mühen, die Ihr Euch macht.

    Habt Ihr nicht mitbekommen, was Erdogan sagte ? Er will alle aus seinem Land rausschmeißen, die keine Muslime sind, also auch die Armenier und vor allem die Christen, deren Häuser neuerdings markiert sind. Er fühle sich nicht verpflichtet für die Fremden zuständig zu sein. Er hat hier in Deutschland bei seinem Besuch klar gemacht, dass seine Landsleute sich nicht integrieren sollen, sondern ihrer Kultur treu bleiben sollen. Auch seine Forderungen hier in Deutschland sollten Euch wachgerüttelt haben. Die gleichen Forderungen sollten wir einmal in der Türkei anbringen – das gäbe Protestaktionen ohnegleichen.

  2. Bruno Neidhart
    5. November 2010 at 11:27 #

    Um den Überblick zu behalten sei „Mabely“ u. a. empfohlen, das heutige (5.11.) Interview von Rita Süssmuth in der SZ zu lesen.

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