Eiscreme statt Schokolade: Konstanzer Schüler engagieren sich für Schwächere

Suso-Gymnasium hilft mit Lernkooperation Schülern der Gebhardschule – Geschwister-Scholl-Schüler räumen Wald auf

Konstanz. Dass Konstanzer Schüler Verantwortung übernehmen und sich für Schwächere und die Umwelt engagieren, haben sie beim dritten Konstanzer SMV-Gipfel gezeigt. Während Schüler des Heinrich-Suso-Gymnasiums Schülern der Gebhardschule helfen wollen, räumen Geschwister-Scholl-Schüler im Wald auf. Auch politisch haben sich Konstanzer Schüler erfolgreich engagiert und mit den Konstanzer Stadtwerken solange verhandelt, bis sie ihren verbilligten Busfahrpreis bekommen haben.

Konstanzer Schüler engagieren sich

24 Schülervertreter und KSP-Mitglieder hatten sich im Ratssaal getroffen, um verschiedenste Punkte zu besprechen. Am Anfang stellten sich die Schülersprecher und -vertreter vor und berichteten, was an ihren Schulen von ihren SMVen seit dem letzten Gipfel organisiert und erreicht wurde – Ideen wurden ausgetauscht, so KSP-Sprecher Franz Sauerstein. Judith Grosch, Schülersprecherin der Geschwister-Scholl-Schule, erklärte: „Wir planen zum Beispiel ein Stück Wald gemeinsam aufzuräumen – alle Schüler sollen bei ,GSS goes Green‘ mitmachen.“ Das Suso-Gymnasium stellt eine Lernkooperation mit der Gebhardschule auf die Beine – „Gymnasiasten helfen Gebhardschülern“, so Alicia Zimmerer, Ausschussreferentin am Heinrich-Suso-Gymnasium.

„Send-a-Rose-Aktion“ erfolgreich

Ein Erfolg war auch wieder die „Send-a-Rose-Aktion“. 2000 Euro gehen dieses Jahr an UNICEF, über 100 Schokonikoläuse erhielt die Konstanzer Tafel und über 300 Euro wollen die Schüler an das Kinderhospiz spenden. „Die nächste Aktion soll vielleicht schon im Sommer stattfinden – statt Schokolade zu den Rosen gibt es dann unter Umständen Eiscreme“, heißt es in einer Mitteilung des KSP. Die Gewinne aus den Aktionen sollen in Zukunft nur noch „regional“ verteilt werden, „da die Anschaffungen, die mit den Spenden der Schüler getätigt werden, dann unmittelbar gesehen werden können und weniger Spendengelder in der Bürokratie großer Spendenorganisationen verloren geht“, sagt Cecilia Beck, Schülersprecherin des Heinrich-Suso-Gymnasiums.

Günstiger mit dem Bus fahren

Franz Sauerstein, Pressesprecher des Konstanzer Schülerparlaments, der die Aktionen und Schritte gegen hohe Buspreise für Schüler in Konstanz des letzten Jahres auf den Weg gebracht hatte, verkündigte er, dass unter 20-Jährige ab Juli 2012 für nur noch 1,50 Euro Bus fahren – vier Karten für sechs Euro gibt es dann am Automat. Dafür bekam Franz Sauerstein mächtig Beifall. Am Montag schrieb es dann wie viele andere Schüler Deutsch-Abitur.

Fotos: KSP

Ein Kommentar to “Eiscreme statt Schokolade: Konstanzer Schüler engagieren sich für Schwächere”

  1. G.Schmackvoll
    20. März 2012 at 16:24 #

    Also ich finde dieses Engagement vorbildlich und bin der Meinung das an anderen Schulen dieses oder ein ähnliches Modell eingeführt – uns auch zur Pflicht werden sollte.
    Hervorragend!

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