Erste FSME-Erkrankungen im Kreis Konstanz

Landesgesundheitsamt warnt vor Zecken – Die ersten sieben Fälle dieses Sommers

Konstanz. In Baden-Württemberg sind nach Beginn der wärmeren Jahreszeit die ersten Erkrankungsfälle an Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) aufgetreten. Aus den Kreisen Konstanz, Emmendingen, Offenburg und Aalen wurden von 18. April bis zur zweiten Maiwoche insgesamt sieben FSME-Erkrankungsfälle dem Landesgesundheitsamt gemeldet.

Risiko einer Hirnhautentzündung

Erkrankungen durch FSME-Viren sind aus fast allen Kreisen in Baden-Württemberg bekannt. Übertragen wird die Infektion über den Stich einer mit FSME-Viren infizierten Zecke. In den meisten Fällen verläuft die Infektion unbemerkt oder als grippeähnliche Erkrankung mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. In einigen Fällen kann sich jedoch im weiteren Verlauf eine Hirnhautentzündung und eine Entzündung des Gehirns entwickeln. In schweren Fällen können Lähmungen auftreten.

Nicht mit Shorts und Sandalen in den Wald

Neben der FSME-Infektion können Zecken eine weitere Erkrankung, die Borreliose übertragen. Diese bakterielle Infektion kann neben Fieber und Gelenkbeschwerden ebenfalls zu einer Hirnhautentzündung führen. Das Landesgesundheitsamt empfiehlt deshalb sich beim Aufenthalt in der freien Natur gegen Zeckenstiche zu schützen. Beim Aufenthalt in Wald und Garten sollte geschlossene Kleidung getragen werden. Kommt es zu einem Zeckenstich, sollte die Zecke baldmöglichst entfernt werden, heißt es in einer Mitteilung des Landesgesundheitsamtes.

Impfung empfohlen

Der beste Schutz vor einer FSME-Erkrankung sei eine Impfung. Die FSME-Impfung ist in Baden-Württemberg für Kinder ab einem Jahr und für Erwachsene öffentlich empfohlen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten. Für einen vollständigen Impfschutz sind drei Impfungen erforderlich. In Baden-Württemberg hatten laut Landesgesundheitsamt im Jahr 2009 je nach Kreis zwischen 17 und 65,8 Prozent der Schulanfänger mindestens drei FSME-Impfdosen erhalten. Allerdings habe der Anteil der geimpften Schulanfänger im Landesmittel mit 38,6 Prozent deutlich höher als unter Erwachsenen gelegen, von denen nur 27,2 Prozent geimpft waren (Quelle zu

Erwachsenen: GfK-Konsumforschung, Nürnberg). Im Jahr 2010 wurden insgesamt 122 FSME-Fälle gemeldet. In 93 Prozent der Fälle handelte es sich um Erwachsene. Gegen die Borreliose gibt es keine Schutzimpfung, diese Erkrankung lässt sich jedoch mit Antibiotika behandeln.

Ein Kommentar to “Erste FSME-Erkrankungen im Kreis Konstanz”

  1. Margit Mezger
    25. Juli 2014 at 20:27 #

    Hallo alle zusammen!

    Ich komme als Süddeutsche im September zurück aus Köln nach Singen.
    Kompliziert nicht?
    Zecken sind schon als Kind auf mich „geflogen“ und jetzt mache ich mir
    nicht nur Sorgen um mich, sondern auch um meine Katze.

    Ich ziehe nach Mühlhausen, 10 km nördlich von Singen. Wie ist dort die FSME-Lage?
    Soll ich mich impfen lassen?
    (Eine Bekannte hier in Köln ist an FSME gestorben)
    Gibt es etwas, das meiner Katze vorsorglich hilft (Zeckenband, Impfung …?) Was ist sicher?

    Grüße noch aus dem schnöden Köln
    Margit Mezger

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