Erste „Lange Nacht der Wissenschaft" in Konstanz

An fünf Standorten dreht sich eine Nacht alles um Energie

Konstanz (wak) Lange Nächte der Kunst und der Museen haben sich etabliert. Konstanz setzt am kommenden Samstag einen drauf und lädt zur ersten Konstanzer „Langen Nacht der Wissenschaft“ ein. Mit dabei sind auch die beiden Hochschulen und die Insel Mainau. Im Fokus stehen das Zukunftsthema „ Energie“ und deren Erforschung. Eine Diskussion über „Energieszenarien aus der Sicht von Wissenschaft, Politik und Wirtschaft“ im Audimax der Universität zählt zu den Höhepunkten der Nacht, die Teil des Konstanzer Projekts „grenzenlos denken“ ist. Passieren wird all das an fünf Standorten, die Shuttlebusse miteinander verbinden.

Begegnung mit der Wissenschaft

Die Konstanzer „Lange Nacht der Wissenschaft“ will am Samstag, 17. Juli, ein ebenso wissenschaftliche wie unterhaltsame Nacht der „Energie“, ihrer Erforschung und ihrer Nutzung werden. Fragen, die beantwortet werden, lauten: Was genau verstehen wir unter „Energie“? Welche Formen der Energie nutzen wir und wie könnte sich eine künftige Energieversorgung gestalten? An fünf Standorten versammelt die Wissenschaftsnacht ab 18 Uhr interaktive Experimente, informative Ausstellungen, wissenschaftliche Diskussionen von Energieexperten und allem voran die Möglichkeit, Wissenschaft und aktueller Forschung persönlich „zu begegnen“. Das teilte die Universität, die in der Nacht eine von fünf Akteurinnen sein wird, heute so mit.

Forschung trifft Alltagsleben

Gemeinsam mit der Stadt Konstanz, der Mainau GmbH, den Stadtwerken Konstanz GmbH und der Hochschule Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) Konstanz veranstaltet die Universität erstmals die wissenschaftliche Großveranstaltung. Die „Lange Nacht der Wissenschaft“ ist ein Höhepunkt des Konstanzer Wissenschaftsprogramms „grenzenlos denken“; die Schirmherrschaft hat Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung. In den Laboren und Hörsälen der HTWG und der Universität Konstanz, an Bord der städtischen Bildungsfähre im Konstanzer Hafen, auf der Insel Mainau wie auch auf dem Gelände der Stadtwerke Konstanz treffen die Nachtschwärmer auf Ausstellungen, Vorträge und Wissenschaftsshows. Forschung und Alltagsleben begegnen sich.

Zielgruppe Kinder

Das wissenschaftliche Programm ist mit einem Schwerpunkt für Kinder und Jugendliche konzipiert; ein buntes Rahmenprogramm, Kinderbetreuung und kulinarische Entdeckungen runden das Angebot ab. Alle Veranstaltungen sind kostenlos; ein unentgeltlicher Service der Stadtwerke Konstanz GmbH ermöglicht es allen Besuchern, in Bussen schnell zwischen den Standorten zu pendeln und sich ihr eigenes Programm zusammenzustellen.

Podiumsdiskussion und Literarischer  Salon

Ein Höhepunkt der „Langen Nacht der Wissenschaft“ wird die Podiumsdiskussion „Energie im Wandel“ ab 19 Uhr im Audimax der Universität Konstanz sein. Der Spezialist für erneuerbare Energie Joachim Nitsch von der Universität Stuttgart, Gotelind Alber, Consultant bei Sustainable Energy and Climate Policy und Unternehmensvertreter Winfried Hoffmann von Applied Materials Inc., dem weltgrößten Anbieter von Halbleitertechnik, werden in der 90-minütigen Debatte die Energieszenarien aus der Sicht von Wissenschaft, Politik und Wirtschaft ausbreiten. Nicht abseits steht aber auch die Literatur: Wer ihr begegnen will, findet sie im Literarischen Salon „Energie und Dichtkunst“ ab 21 Uhr in der Studiobühne der Universität Konstanz. Der Ägyptologe und Kulturwissenschaftler Jan Assmann, Barbara Basting, Leiterin der Kultur-Redaktion beim Schweizer Radiosender DRS 2 in Basel, Ulrich Raulff, Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach, und die Konstanzer Regisseurin und Kabarettistin Hilde Schneider lesen aus Texten, die – wie im Fall eines altägyptischen Papyrus‘ – teils in überraschendem Bezug zum Thema Energie stehen. Die Stadt Konstanz stellt auf ihrer Bildungsfähre das innovative Konzept „Energy Island“ vor. Die ausgemusterte Fähre „Fritz Arnold“ soll zu einer emissionsfreien, schwimmenden Forschungsplattform zum Thema erneuerbarer Energien umgestaltet werden.

HTWG beantwortet Zukunftsfragen

In der HTWG werden am Seerheincampus wesentliche Zukunftsfragen zur Energie in einem Vortragsprogramm thematisiert: Ist der Verbrennungsmotor ein Relikt? Welche Solarpotentiale haben unsere Städte? Wie bekämpft man kriminelle Energie in Wirtschaftsunternehmen? Wie aus Hochspannung Haushaltsstrom wird und dieser in die Steckdose kommt, machen die Stadtwerke Konstanz in einem Umspannwerk auf ihrem Gelände erlebbar.

Party auf der Mainau

Ab 23 Uhr geht das wissenschaftliche Programm der „Langen Nacht der Wissenschaft“ in ein gemeinsames Fest auf der Insel Mainau über. Die Mainau GmbH öffnet ihren Schlossgarten bei Nacht und lädt alle Nachtschwärmer auch unabhängig von dem wissenschaftlichen Programm zu einem gemeinsamen Fest ein. Bereits ab 21 Uhr finden auf der Mainau Wissenschaftsshows der besonderen Art statt. Die Förderung der Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertreffen am Bodensee macht es jedermann möglich, die Insel Mainau während der „Langen Nacht der Wissenschaft“ und auch während des Abschlussfestes kostenlos zu besuchen.

Ausführliche Informationen, unter anderem das vollständige Programm (zum Download und Ausdrucken), gibt’s im Internet.

Foto: Uni Konstanz Hanns Fahlbusch

Ein Kommentar to “Erste „Lange Nacht der Wissenschaft" in Konstanz”

  1. dk
    13. Juli 2010 at 22:22 #

    Vor Jahren haben beim Lauftreff im Winter-Halbjahr häufig die Sterne auf der Strecke Hörnle-Staat-Egg hernieder geschienen und den Blick bis Mainau und „Übersee“ frei gegeben, so dass man seine Leuchte nicht benötigte. Ein Blick nach oben könnte sich lohnen.

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