Fast Food vertreibt bürgerliche Küche aus dem Bahnhof

Burger King will auch ins Zentrum der Stadt

Konstanz (gro) Eine weitere so genannte „gut bürgerliche Küche“ soll getilgt werden: Ins Südquadrat des Konstanzer Hauptbahnhofs ziehe noch dieses Jahr eine Filiale der Kette „Burger King“, heisst es in gut unterrichteten Gastrokreisen. Damit würde eines der beliebtesten Konstanzer Speiselokale verschwinden. Einen „Burger King“ gibt es schon in Konstanz: an der Reichenaustrasse auf der Höhe des „Praktiker“-Markts. Die Situation dort draussen ist verkehrstechnisch einigermassen kompliziert. Motorisierte Laufkundschaft hat es schwer, den richtigen Zugang zu finden und landet deshalb meist im benachbarten Drive-In-„McDonalds“.

„Bahn AG hat keinen Sinn für gesunde Stadtentwicklung“

„McDonalds“, die weltgrösste Fast-Food-Kette, ist auch am Bahnhofplatz vertreten und kann dort den einschlägigen Bedarf komplett decken. „Burger King“ darf sich gegenüber trotzdem etablieren. Dies dürfte darauf zurückzuführen sein, dass diese Fast-Food-Kette der Bahn AG eine Pacht zahlt, die der bisherige, durchaus erfolgreiche Pächter nicht aufbringen kann. Kein Wunder, dass etliche Konstanzer Wirte „sauer“ auf die Bahn AG sind, die für Aspekte einer gesunden Stadtentwicklung „offenbar weder Gefühl noch Sinn“ habe, wie ein Mitglied des Konstanzer Wirtekreises gestern sagte.

Foto: Burger King

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