Flughafen in Sinkflug übergegangen

Wirtschaftskrise lässt Flugverkehr massiv einbrechen

flugzeug HCP_IMG_9524_JetFriedrichshafen (wak) Der Flughafen Friedrichshafen, der südlichste Regionalflughafen Deutschlands, befindet sich im Sinkflug. Aufgrund der Wirtschaftskrise droht der Flughafen Friedrichshafen GmbH ein Minus von drei Millionen Euro. Die Fluggastzahlen stagnieren und lagen zuletzt bei 650.000. Die Wende bringen soll auch eine Kooperation. Ab 2010 wollen der Bodensee-Airport in Friedrichshafen und der Flughafen Saarbrücken zusammenarbeiten.

Zwei Flughäfen wollen zusammen gewinnen

Die beiden Geschäftsführer Professor Friedhelm Schwan (Saarbrücken) und Hans Weiss (Friedrichshafen) haben eine Vereinbarung unterzeichnet. Die beiden kleineren Flughäfen am Bodensee und an der Saar wollen ab 2010 Flugpläne abstimmen, neue Strecken entwickeln und durch Synergien Kosten senken. Geplant ist Ferienflüge aus verschiedenen Städten zusammenzuführen und die Maschinen aufzufüllen: So bekomme die Fluggesellschaft eine bessere Auslastung und könne wirtschaftlicher fliegen, heißt es. Geplant sei zum Frühjahr 2010 auch die neue Linie Friedrichshafen-Saarbrücken-Amsterdam für KLM/Air France. Welche Fluggesellschaft die Strecke bedient, sei aber noch unklar. Die Friedrichshafen-Strecke ist auch für die Saarwirtschaft interessant, etwa für das Saarbrücker ZF-Werk, dessen Hauptverwaltung in Friedrichshafen sitzt.

Skyguide spricht von massivem Einbruch des Flugverkehrs

Mit Rückgängen zu kämpfen hat in diesem Jahr nicht etwa der Friedrichshafener Flughafen allein. Als Folge der Wirtschaftskrise gab es 2009 einen drastischen Rückgang des Verkehrs am Himmel. Seit November 2008 ist der europäische Flugverkehr zum Teil sogar massiv eingebrochen, heißt es in einer Mitteilung der Schweizer Flugüberwachung Skyguide. Und der Verkehrsrückgang habe in der ersten Jahreshälfte 2009 weiterhin angehalten: Der Transitverkehr im von Skyguide kontrollierten Luftraum sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,3 Prozent und unterscheidet sich damit kaum von der Entwicklung im restlichen Europa. Die Wirtschaftskrise wirke sich – so wie auf den Bodensee Airport in Friedrichshafen – auch negativ auf den Verkehr der Flughäfen in der Schweiz aus. In Genf ging er in der ersten Jahreshälfte um 9,2 Prozent und in Zürich um 7,5 Prozent zurück. In Friedrichshafen ist aber nicht nur die Wirtschaftskrise das Problem: Zur Krise kommt ein Mitbewerber: Mittlerweile macht auch noch Memmingen dem Regionalflughafen in Friedrichshafen mächtig Konkurrenz.

Rote Zahlen machen Landrat Wölfe nervös

Dass angesichts dieser Entwicklung nicht nur Flughafenchef Hans Weiss beunruhigt ist, sondern auch der Landrat des finanziell angeschlagenen Bodenseekreises, Lothar Wölfe, angesichts der roten Zahlen nervös wird, verwundert nicht. Immerhin hält der Kreis 14,38 Prozent am Regionalflughafen. Vor zwei Jahren, 2007, stieg die Flughafen Wien AG mit 25,15 Prozent und wurde größte Eignerin der Flughafen GmbH. Die Stadt Friedrichshafen und der Bodenseekreis besitzen je 14,38 Prozent, das Land hält 12,44 Prozent. Weitere Anteile halten die ZF Friedrichshafen AG, die Luftschiffbau Zeppelin GmbH, die Technischen Werke Friedrichshafen GmbH, IHK Bodensee-Oberschwaben, Dornier GmbH und die MTU Friedrichshafen GmbH.

Wirtschaftskrise lässt Flugverkehr massiv einbrechen

Flughafen in Sinkflug übergegangen

Friedrichshafen (wak) Der Flughafen Friedrichshafen, der südlichste Regionalflughafen Deutschlands, befindet sich im Sinkflug. Aufgrund der Wirtschaftskrise droht der Flughafen Friedrichshafen GmbH ein Minus von drei Millionen Euro. Die Fluggastzahlen stagnieren und lagen zuletzt bei 650.000. Die Wende bringen soll auch eine Kooperation. Ab 2010 wollen der Bodensee-Airport in Friedrichshafen und der Flughafen Saarbrücken zusammenarbeiten.

Zwei Flughäfen arbeiten zusammen

Die beiden Geschäftsführer Professor Friedhelm Schwan (Saarbrücken) und Hans Weiss (Friedrichshafen) haben eine Vereinbarung unterzeichnet. Die beiden kleineren Flughäfen am Bodensee und an der Saar wollen ab 2010 Flugpläne abstimmen, neue Strecken entwickeln und durch Synergien Kosten senken. Geplant ist Ferienflüge aus verschiedenen Städten zusammenzuführen und die Maschinen aufzufüllen: So bekomme die Fluggesellschaft eine bessere Auslastung und könne wirtschaftlicher fliegen, heißt es. Geplant sei zum Frühjahr 2010 auch die neue Linie Friedrichshafen-Saarbrücken-Amsterdam für KLM/Air France. Welche Fluggesellschaft die Strecke bedient, sei aber noch unklar. Die Friedrichshafen-Strecke ist auch für die Saarwirtschaft interessant, etwa für das Saarbrücker ZF-Werk, dessen Hauptverwaltung in Friedrichshafen sitzt.

Skyguide spricht von massivem Einbruch des Flugverkehrs

Mit Rückgängen zu kämpfen hat in diesem Jahr nicht etwa der Friedrichshafener Flughafen allein. Als Folge der Wirtschaftskrise gab es 2009 einen drastischen Rückgang des Verkehrs am Himmel. Seit November 2008 ist der europäische Flugverkehr zum Teil sogar massiv eingebrochen, heißt es in einer Mitteilung der Schweizer Flugüberwachung Skyguide. Und der Verkehrsrückgang habe in der ersten Jahreshälfte 2009 weiterhin angehalten: Der Transitverkehr im von Skyguide kontrollierten Luftraum sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,3 Prozent und unterscheidet sich damit kaum von der Entwicklung im restlichen Europa. Die Wirtschaftskrise wirke sich – so wie auf den Bodensee Airport in Friedrichshafen – auch negativ auf den Verkehr der Flughäfen in der Schweiz aus. In Genf ging er in der ersten Jahreshälfte um 9,2 Prozent und in Zürich um 7,5 Prozent zurück. In Friedrichshafen ist aber nicht nur die Wirtschaftskrise das Problem: Zur Krise kommt ein Mitbewerber: Mittlerweile macht auch noch Memmingen dem Regionalflughafen in Friedrichshafen mächtig Konkurrenz.

Rote Zahlen machen Landrat Wölfe nervös

Dass angesichts dieser Entwicklung nicht nur Flughafenchef Hans Weiss beunruhigt ist, sondern auch der Landrat des finanziell angeschlagenen Bodenseekreises, Lothar Wölfe, angesichts der roten Zahlen nervös wird, verwundert nicht. Immerhin hält der Kreis 14,38 Prozent am Regionalflughafen. Vor zwei Jahren, 2007, stieg die Flughafen Wien AG mit 25,15 Prozent und wurde größte Eignerin der Flughafen GmbH. Die Stadt Friedrichshafen und der Bodenseekreis besitzen je 14,38 Prozent, das Land hält 12,44 Prozent. Weitere Anteile halten die ZF Friedrichshafen AG, die Luftschiffbau Zeppelin GmbH, die Technischen Werke Friedrichshafen GmbH, IHK Bodensee-Oberschwaben, Dornier GmbH und die MTU Friedrichshafen GmbH.

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