Forschungsbündnis der organismischen Biologie an Konstanzer Uni

Universität Konstanz und Max-Planck-Institut für Ornithologie eröffnen „International Max Planck Research School for Organismal Biology“

Konstanz. Das Max-Planck-Institut für Ornithologie und der Fachbereich Biologie der Universität Konstanz eröffnen mit der „International Max Planck Research School (IMPRS) for Organismal Biology“ ein Bündnis zur Förderung der Doktorandenausbildung.

Going wild, going global

Die IMPRS for Organismal Biology wird im Rahmen einer akademischen Feierstunde des Fachbereichs Biologie der Universität Konstanz am Donnerstag, 14. Oktober 2010, eröffnet. Professor Dr. Martin Wikelski, Professor für Ornithologie an der Universität Konstanz und Sprecher der IMPRS, hält in diesem Rahmen auch seine Antrittsvorlesung zu dem Thema „Going wild, going global: Why biology needs field ecology“. Die Veranstaltung im Hörsaal R 712 beginnt um 15.15 Uhr.

Forschungs- und Ausbildungsmöglichkeiten für Doktoranden

An der IMPRS for Organismal Biology kooperieren zurzeit 25 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts an den Standorten Seewiesen und Radolfzell und der Universität Konstanz. Durch diese Zusammenarbeit erschließen sich den Doktoranden die Forschungs- und Ausbildungsmöglichkeiten beider beteiligter Partner. Die Doktoranden werden in laufende Forschungsvorhaben eingebunden und lernen vielfältige theoretische und experimentelle Aspekte der aktuellen Projekte kennen. Die IMPRS bietet den Promovenden eine Betreuung durch ein so genanntes Kompetenzteam. Es besteht aus mindestens drei Wissenschaftlern aus beiden Institutionen.

Wissenschaftler sprechen Englisch

Die Research School bietet ein spezielles Lehrprogramm, bestehend aus Vorlesungen, Seminaren und Workshops. Zusätzlich werden den Doktoranden Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, die für ihre berufliche Laufbahn wichtig sind. Dazu zählen zum Beispiel Kurse über Statistik oder Zeitmanagement. Die Doktoranden treffen sich regelmäßig, um sich auszutauschen und die anderen Projekte kennen zu lernen. Dadurch findet nicht nur eine Vernetzung statt, sondern die Promovenden sammeln auch Erfahrung im wissenschaftlichen Austausch. Die gemeinsame Sprache ist Englisch. Ausländische Doktoranden haben zudem die Möglichkeit, an Deutschkursen teilzunehmen.

Profitieren von internationalem Netzwerk

Die Internationalität ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung: „Wir sind daran interessiert, dass ausgezeichnete Wissenschaftler an unseren Forschungsprojekten mitarbeiten, daher suchen wir Nachwuchskräfte gleichermaßen im In- und Ausland“, so Martin Wikelski. „Die Doktoranden werden von dem internationalen Netzwerk profitieren, aber auch für die Institutionen sind neue Sichtweisen der intenationalen Doktoranden und das von ihnen mitgebrachte Wissen eine Bereicherung“, so Wikelski weiter.

Weg für sechs Jahre frei

Die Research School beinhaltet die Forschungsrichtungen der Neuro- und Verhaltensbiologie, Ökologie, Limnologie, Immunologie und Evolutionsbiologie. Zu den untersuchten Tiergruppen zählen Fische, Vögel, Säugetiere und Wirbellose. „Die Spannweite reicht von einem Doktoranden, der untersucht, wie Vögel über den Himalaya ziehen, bis zu seinem Kollegen, der erforscht, wie Mücken ihre Brutplätze finden“, beschreibt Wikelski die Forschungsfelder. Im Rahmen IMPRS for Organismal Biology werden derzeit 30 Doktoranden betreut. Knapp 60 Prozent von ihnen stammen aus dem Ausland, 14 verschiedene Länder sind vertreten. Die Research School ist über einen Zeitraum von sechs Jahren bewilligt.

Foto: Uni Konstanz

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