Freie Grüne Liste Konstanz: Wintersonnwendfeier Junger Nazis verhindern

Konstanz. Die Freie Grüne Liste (FGL) Konstanz hat sich dafür ausgesprochen, rechtsradikale Veranstaltungen in der Stadt Konstanz und im Landkreis Konstanz zu verhindern. In einer Mitteilung heißt es, die FGL stehe hinter der „Erklärung für eine Kultur der Anerkennung und – gegen Rassismus“ und verurteilt aufs schärfste Treffen wie die der „Jungen Nationaldemokraten“.

Wintersonnwendfeier Junger Nazis

Ein solches Treffen, eine sogenannte Wintersonnwendfeier Junger Nazis, hatte im Dezember vergangenen Jahres auf der Ruine Altbodman im Kreis Konstanz stattgefunden. Wie dieses Treffen abgelaufen ist, dokumentiert ein knapp zweieinhalbminütiges Video, das seit Heiligabend 2011 auf Youtube zu sehen ist. In ihrer Erklärung schreibt dei FGL, sie bitte alle Verantwortlichen, die Grafen von und zu Bodman, den Landrat und die Bürgermeister, darauf hinzuwirken, dass solche Treffen im Landkreis Konstanz verhindert werden und sich nicht wiederholen.

Sorge vor Treffen in Ruine Altbodman

Dass sich ein solches Treffen wiederholen könnte, befürchten die Linksjugend [’solid] Ortsgruppe Konstanz und Die Linke.SDS Hochschulgruppe an der Universität Konstanz. Sie schreiben: „Unserer Sorge um den unverhohlenen Umtrieb von Neonazis auf dem Altbodman hatten wir in mehreren Mails bereits Teilen der Stadtverwaltung in Konstanz und Singen, sowie dem Grafen Johannes von Bodman übermittelt und hoffen nun auch auf Ihre Unterstützung“, schrieben sie an Konstanzer Gemeinderatsfraktionen. Zuspruch bekommen haben die Linken nach eigenen Angaben bereit vom Grafen von und zu Bodman sowie vom Konszanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt.

Beleidigung der Nazi-Opfer

Die Linken erklärten: „Der Missbrauch der Ruine Altbodman für die Profilierung der menschenverachtenden Ideologie der JN/ NPD stellt für uns eine Beleidigung der millionenfachen Opfer des Nazi-Regimes und der gesamten jüngeren Geschichte Europas dar.“ Das Berufen auf Brauchtum und „germanische Tradition“ werde hier auf perfide Weise für die Mobilisierung gegen Menschen anderer Herkunft und der demokratischen Organisation unserer Gesellschaft genutzt.

Foto: Foto: wrw PIXELIO www.pixelio.de

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