Friedrichshafen feiert 25 Jahre Graf-Zeppelin-Haus

Das „Graf-Zeppelin-Haus war die Initialzündung“ für die Kulturstadt Friedrichshafen – Konstanzer schauen neidisch übern See

Friedrichshafen (sig) Sie arbeiten seit einem Vierteljahrhundert Hand in Hand: Das Programm zum 25-jährigen Bestehen des Graf-Zeppelin-Hauses haben sie folgerichtig auch gemeinsam erstellt. Heute gestatteten Tourismusdirektor Dietmar Philipp und Kulturamts-Chef Winfried Neumann einen Blick in ihre Vorhaben.

Vergnüglicher Bürgerumtrunk zum Geburtstag

Die Häfler und andere Freunde der guten Stube am See dürfen sich freuen. Locker und lustig, so Philipp, soll das Jubiläum im Oktober begangen werden, ohne lange Reden, ein vergnüglicher Bürgerumtrunk, dem Anspruch des Hauses gerecht werdend, eine Begegnungsstätte für alle zu sein. Stark engagiert ist dabei die Föhr-Gastronomie, die seit 1994 für den gastronomisch guten Ruf sorgt. Durch den Jubiläumsabend am 17. Oktober mit einzelnen Interviewblöcken wird „Mister Hafenkonzert“ Walter Rundel führen. Mit dabei: Die A Capella-Gruppe „F.I.T.A.“ aus Ailingen, „Die Drei vom Dohlengässle“ oder der Comedean Bernd Kohlhepp. Aus dem fernen Namibia hat übrigens „GZH-OB“ Martin Herzog sein Kommen zugesagt.

Fotoausstellung erinnert an Höhepunkte

Vom 13. Oktober bis 21. November wird das Kulturbüro in der großen Eingangshalle eine Fotoausstellung präsentieren, in der an alle Veranstaltungs-Höhepunkte in 25 Jahren GZH erinnert werden soll. Vernissage ist am 13. Oktober um 19 Uhr. Technische Hausführungen gibt es am 10.Oktober. Wer Glück hat, kann bei der Schwäbischen Zeitung eine von 100 Teilnehmerkarten gewinnen, um bei einem der fünf Termine dabei zu sein. Zwischen dem 19. Oktober und dem 17. Dezember gibt es außerdem ein Jubiläums-Kulturangebot des Kulturbüros, das mit einem Sprechtheater beginnt und dem SWR-Sinfonieorchester endet (detailliert berichten wir noch über das Programm).

Kultur-Manger holte nie Billig-Versionen

Winfried Neumann ist seit Beginn dabei. Er war kurz zuvor aus Frankfurt losgeeist worden, pendelte die letzten Monate vor der Eröffnung zwischen Main und Bodensee, um rechtzeitig das Kulturprogramm am See auf die Beine zu stellen. Ihn zu verpflichten sollte sich als Glücksfall erweisen. Er sorgte dafür, das Niveau im Haus permanent hoch zu halten und für jeden etwas zu bieten. Seit 25 Jahren kommt ein Großteil der Bevölkerung wegen dieses vielseitigen Angebots und der hohen Qualität der Veranstaltungen. Auch in Zeiten enger Budgets kaufte Neumann keine Billig-Versionen ein. Dass das ankommt, unterstreichen die durchgängig gehaltenen Abonenten-Zahlen. „Was wir versprochen haben haben wir gehalten“, sagte Winfried Neumann gestern in einer Zwischenbilanz.

Die Initialzündung

Einen regelrechten „Kultur-Boom“ habe das Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen und der Region entfacht, erinnert Neumann. Die alte Festhalle war endlich überstanden, und es entstanden das Kulturamt, das zunächst noch mit der Bücherei und der Volkshochschule in der Karlstraße untergebracht war. Heute sind alle in prächtigen Immobilien zu Hause, und dafür, so Neumann, war das GZH „die Initialzündung“. Mehr noch: In dessen Schlepptau und der erwachten Kultur entstanden Bahnhof Fischbach, Caserne, Kiesel oder die Schlosshof-Oper. Eine Entwicklung, die ohne GZH nicht vonstatten gegangen wäre, ohne sich gegenseitig Konkurrenz zu machen. „Das Herz für Kultur schlägt im GZH“, postuliert Winfried Neumann.

Foto: sig/Tourismusdirektor Dietmar Philipp (links) und Kulturamts-Chef Winfried Neumann bereiten gemeinsam das Jubiläum 25 Jahre Graf-Zeppelin-Haus vor.

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