Friedrichshafener OB Brand bietet Amtskollegen Nakagawa Hilfe an

Auch japanische „Zeppelinstadt“ Tsuchiura von Erdbeben betroffen

Friedrichshafener OB BrandFriedrichshafen. Auch die japanische „Zeppelinstadt“ Tsuchiura, zu der Friedrichshafen seit 1994 freundschaftliche Beziehungen pflegt, ist von dem Erdbeben am vergangenen Freitag nicht gänzlich verschont geblieben. Auch in Tsuchiura habe es Schäden gegeben, heißt es seitens der dortigen Stadtverwaltung. Doch das öffentliche Leben erhole sich langsam aber stetig. Von Verletzten oder Toten in Tsuchirua wurde nicht berichtet. Das teilte die Stadt Friedrichshafen mit.

 

OB schrieb an Amtskollegen Nakagawa

Oberbürgermeister Andreas Brand hat in einem Brief an seinen Amtskollegen Nakagawa in Tsuchiura sein Mitgefühl ausgedrückt: „Mit größter Betroffenheit haben wir die Nachricht vom Erdbeben in Japan aufgenommen. Wir sind fassungslos über das Ausmaß der Zerstörung, das die Menschen in weiten Teilen Japans getroffen hat.“ In dem Schreiben hat OB Brand seinem Amtskollegen in Tsuchiura auch die Unterstützung Friedrichshafens angeboten: „Wir helfen gerne, wenn wir können.“

Kein Friedrichshafener beim Kasumigaura-Marathon

Trotz der Katastrophe halte die Stadt Tsuchiura derzeit an den Planungen für den Kasumigaura-Marathon fest, der im April stattfinden soll. An diesem Marathon nehmen jedes Jahr rund 10.000 Sportler teilnehmen. Auch Friedrichshafen war – auf Einladung der Stadt Tsuchiura – in den vergangenen Jahren immer mit einem Sportler vertreten. Doch aufgrund der außergewöhnlichen Umstände und mit Rücksicht auf mögliche Gesundheitsgefahren für den Athleten werde dieses Mal kein Vertreter aus Friedrichshafen mitlaufen. Dies hat OB Brand seinem Amtskollegen Nakagawa in Tsuchiura mitgeteilt.

Stadt nur 200 Kilometer von AKW Fukushima entfernt

Ob der Marathon tatsächlich stattfinden könne, sei allerdings auch noch ungewiss, heißt es aus Friedrichshafen. Weitere Nachbeben oder die Gefahr von radioaktiven Strahlen aus dem rund 200 Kilometer entfernten Kernkraftwerk Fukushima könnten diese Veranstaltung noch gefährden. Tsuchiura liegt rund 70 Kilometer nördlich von Tokio in der Provinz Ibaraki und an der Verkehrsache Tokio – Sendai, dem Ausgangspunkt des vom Seebeben ausgelösten Tsunami.

 

 

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