Friedrichshafener Privatuniversität lehrt Geschäftsmodelle im Web

Zeppelin Universität startet berufsbegleitenden Master-Studiengang für digitale Geschäftsmodell-Innovationen

Friedrichshafen. Die Zeppelin Universität (ZU) Friedrichshafen bietet ab dem kommenden Herbstsemester 2011 einen berufsbegleitenden, universitären Masterstudiengang für digitale Geschäftsmodell-Innovationen an. Mit dem neuen Studiengang „Executive Master of Digital Pioneering (eMA DIP)“ reagiert die ZU auf die zum Teil fundamentalen Umbrüche von Geschäftsmodellen durch die Digitalisierung – ob im Handel, bei Verlagen, der Musikindustrie, der Gesundheits- oder Mobilitätsbranche. Der Studiengang wurde gemeinsam mit der Deutschen Telekom AG entwickelt und wird in Kooperation mit der University of Cambridge in England angeboten.

IT trifft Management

Der Masterstudiengang richtet sich sowohl an IT-Fachkräfte mit einem Hintergrund beispielsweise in Informatik, Wirtschaftsinformatik, Physik oder Mathematik, die eine Managementkarriere einschlagen wollen, wie auch an Mitarbeiter aus den Bereichen Unternehmensentwicklung, Strategie, Vertrieb und Einkauf.

Immer mehr Geschäfte im Web

Aktuelle Studien belegen: Der Markt für digitale Geschäftsmodelle wächst jährlich mit Raten von zehn Prozent. Über Internetangebote kann man derzeit 1,6 Milliarden Menschen weltweit erreichen. Und das mobile Internet wird künftig einen Marktanteil einnehmen, der mindestens das Doppelte umfasst im Vergleich zum stationären Internethandel.

Pionierstudiengang für Pionierprodukte

„Im Studiengang geht es also um das konkrete Entwickeln von Pionierprodukten und -prozessen im Kontext der Digitalisierung und damit um die Frage, wie solche digitalen Geschäftsmodelle für einen Buchhändler, für einen Maschinenbauer, für einen Lebensmittelhersteller oder ein Energieunternehmen aussehen können“, sagt Tim Göbel, ZU-Vizepräsident und verantwortlich für die Studiengangsentwicklung.

Studium dauert 18 Monate

Das interdisziplinäre Studium startet erstmals im September 2011 und erstreckt sich über 18 Monate. Dozenten sind renommierte, internationale Wissenschaftler mit der Spezialisierung auf digitale Geschäftsfelder sowie erfahrene Praktiker. Das insgesamt zwölf Präsenzwochen umfassende Programm beinhaltet unter anderem die Bereiche Innovations- & Technologiemanagement, Business Model Innovation, Digitale Wertschöpfungsketten, Management wissensbasierter Unternehmen, Netzwerktheorien, Trendforschung/Szenariotechnik, Mediensysteme, Weltöffentlichkeit, rechtliches und politisches Umfeld von Digitalisierung, Kundenverhalten und Marketing sowie das Praxiswerkzeug „Design Thinking“. Hinzu kommt eine studienbegleitende Projektarbeit, die von jedem Teilnehmer bearbeitet und individuell von einem Professor begleitet wird.

Konkrete Geschäftsidee im Fokus

Der Studiengang verzahnt konsequent Theorie und Praxis: Die Teilnehmer bewerben sich mit einer eigenen „Transformationsidee“, die sie in den Studiengang einbringen und studienbegleitend als konkrete Geschäftsmodellentwicklung betreiben. „Damit stellt der Studiengang ein Laboratorium für die entsendenden Unternehmen dar, das nicht nur transformationalen Charakter für den teilnehmenden Mitarbeiter hat, sondern auch für das Geschäftsmodell des Unternehmens selbst“, erläutert Göbel. Ein zusätzlicher Fokus wird auf das Thema „time-to-markets“ gelegt, also die Frage, wie schnell erste Ideen in funktionierende Markt-Produkte überführt werden können. Ferner lernen die Teilnehmer unternehmerisches Handeln, Projektmanagement und die Kultur des ständigen Wandels kennen.

Studium kostet 8300 Euro

Die Investition für das Programm beträgt 8300 Euro pro Semester; es schließt mit dem Abschluss „Master of Arts for Digital Pioneering“ ab. Der Studiengang befindet sich derzeit in der abschließenden Akkreditierung bei der Akkreditierungsagentur ACQUIN.

Weitere Informationen unter: www.zeppelin-university.de/emadip

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