Frühchen im Kreis Konsanz: Junge Eltern sammelten 10.600 Unterschriften

Elternaktion für den Erhalt der Frühgeborenenversorgung im Großraum Bodensee

Singen. Rund 10.600 Unterschriften sammelte die Elternaktion für den Erhalt der Frühgeborenenversorgung in der Region. Die Unterschriften kamen im Großraum Bodensee zusammen. Die Aktion hatte Michael Buczynski, selber Vater einer viel zu früh geborenen Tochter die im Singener Klinikum versorgt wurde, ins Leben gerufen.

Viele Unterschriften für Frühchen

Die Aktion startete am 15. November 2010 und endete jetzt im Januar. Gemeinsam mit seiner Frau und weiteren Mitstreitern sammelte der junge Vater Unterschriften gegen den geplanten neuen Mindestmengenbeschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Versorgung von Frühgeborenen unter 1250 Gramm. Er hatte über die Presse und auf einer eigens dafür geschaffenen Homepage (www.fruehchen-aktion.de.vu) auf die Aktion aufmerksam gemacht – mit großem Erfolg wie die große Anzahl an gesammelten Unterschriften zeigt. Mittlerweile sind alle ausgegebenen Listen wieder bei Michael Buczynski eingetroffen und er plant nun, die Unterschriftenlisten wenn möglich persönlich der Sozialministerin des Landes Baden-Württemberg, Dr. Monika Stolz, zu übergeben. Eine Terminanfrage ans Sozialministerium läuft.

Junger Vater machte Erfahrung mit Frühchen selbst

Als betroffener Vater, der weiß, was es bedeutet täglich über Wochen in steter Sorge um das Kind in die Klinik zu fahren, wollte Buczynski etwas zum Erhalt der Frühchenversorgung im Singener Klinikum beitragen. „Wenn man so etwas mitgemacht hat“, erklärt er mit Blick auf die eigenen Erfahrungen „sind solche Diskussionen kaum zu ertragen“, begründet er sein Engagement gegen den GBA-Beschluss. Als Betroffener wissen er und seine Frau nur zu gut, wie wichtig neben der Qualität der medizinischen Versorgung auch die Nähe zum früh geborenen Kind ist.

Für Perinatalzentrums des Singener Klinikums

Die gesammelten Unterschriften stammen aus dem gesamten Einzugsbereich des Perinatalzentrums des Singener Klinikums. Dieser umfasst neben dem Landkreis Konstanz auch Teile der Landkreise Tuttlingen, Waldshut-Tiengen, Bodenseekreis, Sigmaringen, Rottweil, Schwarzwald-Baar, Zollernalbkreis und Ravensburg.

Bildtext: Über die riesige Resonanz auf seine Unterschriftenaktion zum Erhalt der Frühchenversorgung im Landkreis Konstanz freut sich deren Initiator Michael Buczynski aus Gaienhofen. (Bild: privat)

Ein Kommentar to “Frühchen im Kreis Konsanz: Junge Eltern sammelten 10.600 Unterschriften”

  1. Lothar Herzog
    7. Februar 2011 at 20:18 #

    So etwas kann man nur begrüßen. Wir brauchen Kinder. Und vor
    allem grlückliche Eltern. Glückwunsch.

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