Frühgeburten unter 1500 Gramm in Singen

HBK Singen und Klinikum Konstanz kooperieren in der Frühgeborenenversorgung

Singen/Konstanz. Die Kliniken Singen und Konstanz arbeiten bei Frühgeborenen zusammen. Das sei das „erste sichtbare Zeichen“ der Zusammenarbeit zwischen den Häusern, sagen Peter Fischer, Geschäftsführer der HBH-Kliniken, und Geschäftsführer Rainer Ott vom Klinikum Konstanz. Die Kooperation der Kliniken Singen und Konstanz bei der Versorgung von Frühgeborenen soll nicht die einzige bleiben. Geplant ist der Zusammenschluss der Krankenhäuser im Kreis Konstanz zu einer Holding.

Große arbeiten zusammen

In einem gemeinsamen Schreiben an die niedergelassenen Ärzte, das außer von den Geschäftsführern auch von den Chefärzten der jeweiligen Frauenkliniken unterzeichnet wurde, informieren beide Kliniken, dass es angeregt „durch die gesundheitspolitischen Aktivitäten auf Kreisebene“ eine „interdisziplinäre perinatologische Kooperation zwischen den beiden großen Kliniken im Kreis, die an der Versorgung von Risikogeburten teilnehmen“ gebe.

Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe

Das bedeutet: bei drohender Frühgeburt unter der 32. Schwangerschaftswoche bzw. für Frühgeborene unter 1500 Gramm wird das Hegau-Bodensee-Klinikums als Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1) die Versorgung für den Landkreis Konstanz und die angrenzenden Landkreise gewährleisten. Dabei sollen die aus Konstanz stammenden und in Singen primär versorgten Frühgeborene bald möglichst wieder heimatnah in die Konstanzer Kinderklinik verlegt werden. Konstanz wird sich als Perinataler Schwerpunkt auch weiterhin um die Versorgung von Risikoschwangeren ab der 32. Schwangerschaftswoche aus seinem Einzugsbereich kümmern.

Überleben trotz Mindestmengenregelung

Mit diesem Konzept wollen die beiden Kliniken vor dem Hintergrund der Diskussion um Mindestmengen in der Frühgeborenenversorgung auch in Zukunft eine wohnortnahe und gut funktionierende stationäre Versorgung von Mutter und Kind im Landkreis sicher stellen. Beide Seiten sprechen von einer „historischen Chance“.

Foto: Marion Gonnermann PIXELIO www.pixelio.de

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.