Fünf FSME-Erkrankungen im Bodenseekreis

Südwesten gehört zu den Risikogebieten – Richtiger Impfzeitpunkt wäre jetzt

Friedrichshafen. Die Zahl der Menschen, die in Baden-Württemberg an der Hirnhautentzündung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) erkrankten, ist zurück gegangen. Mit insgesamt 118 Patienten zählte das Robert-Koch-Institut (RKI) vergangenes Jahr 27 Betroffene weniger als 2009. Die Techniker Krankenkasse (TK) in Baden-Württemberg weist darauf hin, dass inzwischen 42 von 44 Kreisen im Südwesten zu den Risikogebieten für eine Infektion durch Zecken zählen. Dazu gehört auch der Bodenseekreis, wo 2009 und 2010 jeweils fünf Krankheitsfälle bekannt wurden.

Techniker Krankenkasse rät zur Impfung

„Auch wenn die Impfbereitschaft in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist, besteht hier noch Nachholbedarf. Jeder, der sich viel in der Natur aufhält, auch wenn es nur im Garten oder Park ist, sollte sich impfen lassen“, so Nicole Battenfeld, Sprecherin der TK in Friedrichshafen. Eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung im vergangenen Jahr hat ergeben, dass nur jeder dritte Baden-Württemberger vollständig gegen FSME geimpft ist, im Bodenseekreis sind es mit 28,5 Prozent noch etwas weniger. Weitere 18 Prozent haben hier zwar zumindest die erste Impfung erhalten, aber nur eine Grundimmunisierung mit insgesamt drei Impfungen bietet einen zuverlässlichen Schutz.

Richtige Zeit zum Impfen wäre jetzt

Da die Impfung in drei Schritten erfolgt, ist jetzt der richtige Zeitpunkt damit zu beginnen: Nach der ersten Basisimpfung vergehen etwa ein bis drei Monate bis zur zweiten Impfung. Erst zwei Wochen nach dieser zweiten Impfung ist ein wirksamer Schutz vorhanden. Durch eine dritte Impfung wird schließlich ein Langzeitschutz aufgebaut, der alle drei bis fünf Jahre aufgefrischt werden sollte. Wird beim Arztbesuch nur geimpft, ist keine Praxisgebühr zu zahlen.

Mehr Infos gibt es unter www.zecken.de

Foto: TK/www.zecken.de.

3 Kommentare to “Fünf FSME-Erkrankungen im Bodenseekreis”

  1. Lothar Herzog
    12. Februar 2011 at 13:31 #

    Der größte Schutz beim Gang im Wald bietet ein geschlossener
    Übergang von Schuhen zur Hose an.
    Ein ganz einfacher Trick ist es die Hose mit einem Kalbinder zuzu-
    machen. Natürlich nicht so fest, das die blutzirkulation gestört wird.
    Ein Kabelbinder kostet ein paar Cent. Wenn Sie eine Zecke an sich
    entdecken und die Kosten rechnen die Sie haben mit Arztbesuch,
    Zeckenentfernung, Impfung, Wartezeiten usw., dann können Sie
    sich dies leisten.
    Noch ein guter Tip. Halten Sie das Gras in Ihrem Garten immer sehr
    niedrig. Gerade an Grashalmen klettern die Minikiller hoch. Nach
    jedem Spaziergang die Beugen absuchen. Auch am Hals.
    Viel Spass bei Waldspaziergang.

  2. Bruno Neidhart
    14. Februar 2011 at 09:56 #

    Herzlichen Dank an „Dr. Herzog“ für seine tief schürfenden medizinischen Erkenntnisse über den Zweck von „Kalbindern“ zur Vorbeugung von Zeckenbissen sowie über den Sinn des Kurzhaltens von Gartengras in diesem Zusammenhang.

  3. Lothar Herzog
    14. Februar 2011 at 12:18 #

    Sagen Sie mal Herr Neidhart. Können Sie nicht mal Ihre dummen
    Kommentare lassen.
    Wenn Sie bessere Vorsc hläge haben dann sagen Sie dies hier. Es
    gibt genügend Menschen die unter Zeckenbissen leiden.

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