Für und Wider zu Begegnungszonen-Provisorium in Konstanz

Freie Grüne Liste möchte Begegnungszone sofort – SPD will sich verweigern

Streit ums Parken im LagoKonstanz. Die Freie Grüne Liste (FGL) Konstanz ist für die Gleichberechtigung von Verkehrsteilnehmern, von Autos, Fahrradfahrern und Fußgängern in der Stadt und sie ist auch für weniger Verkehr. Deswegen stimmt sie heute voraussichtlich für das Begegnungszonen-Provisorium am Bahnhof und für Tempo 30 in der Laube. Für eine Erweiterung des Lago-Parkhauses ist die FGL aber nicht. Deswegen möchte sie nicht, dass die Stadt die Begegnungszone mit privatem Geld der Investorengruppe Büll & Dr. Liedtke GmbH finanziert. Das ist konsequent.

CDU: Ja zu Lago-Parkhaus und Begegnungszone

Die Begegnungszone ist Voraussetzung dafür, dass das Lago-Parkhaus um 230 Stellplätze vergrößert werden kann. Da die neuen Stellplätze mutmaßlich das Verkehrsaufkommen vergrößern, müssen die Verkehrsplaner den Verkehrsstrom rund ums Lago zuerst verringern, bevor die Stellplätze entstehen können. Das Mittel, den Verkehr auszubremsen, ist die Begegnungszone. Tempo 20 würde die Strecke durch die Stadt für den Durchgangsverkehr unattraktiv machen. Die bürgerlichen Parteien sind grundsätzlich für die Lago-Parkhauserweiterung. Deswegen sind sie auch für die Begegnungszone und die provisorische Begegnungszone, bis die Stadt das Geld hat, eine städtebaulich herausragende Entwurfsplanung umzusetzen. Das sagte am Montag Alexander Fecker, bis vor kurzem noch Fraktionschef der CDU im Gemeinderat.

So verweigert sich die SPD

Die SPD dagegen ist gegen die Parkhaus-Erweiterung und deswegen nun auch gegen die Begegnungszone oder die provisorische Begegnungszone. Die zusätzlichen Stellplätze würden am falschen Platz entstehen. Weil die SPD so recht sowieso noch nie für eine Begegnungszone zum jetzigen Zeitpunkt war, lehnt die das Provisorium erst recht ab.

FGL: Nein zu Lago-Parkhaus und ja zu Begegnungszone

Die Freie Grüne Liste möchte wiederum die Erweiterung des Lago-Parkhauses nicht, aber unbedingt die Entschleunigung des Verkehrs. Sie will nur das Junktim nicht, also keine Kopplung zwischen Parkhaus-Erweiterung und Begegnungszone. Konsequenterweise einigten sich die Mitglieder der FGL-Fraktion am Montagabend deshalb darauf, ja zur provisorischen Begegnungszone zu sagen, aber kein Geld von Cornelius Liedtke zu nehmen und weiterhin nicht für die Parkhaus-Erweiterung zu sein. „Wir sind doch keine Banenrepunblik“, sagte Stadträtin Anne Mühlhäuser. 60.000 Euro stünden für die Begegnungszone sowieso im städtischen Haushalt – auf die 77.000 Euro, die von Cornelius Liedtke kämen, könnte die Stadt da auch verzichten. Auch Tempo 30 in der Laube möchte die FGL – am liebsten auch tagsüber. Mühlhäusers Fraktionskollege Peter Müller-Neff wiederum sprach mit der SPD – wenn er sich da bloß nicht mit dem „Nein-Erreger“ infiziert hat. Die Sitzung im Rathaus an der Laube beginnt um 16 Uhr.

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Ein Kommentar to “Für und Wider zu Begegnungszonen-Provisorium in Konstanz”

  1. TB
    7. Juni 2011 at 15:23 #

    Ach, das ist ja doll: „auf die 77.000 Euro, die von Cornelius Liedtke kämen, könnte die Stadt da auch verzichten“.

    So also gehen die Grünen mit unseren Steuergeldern um! Obwohl es vor kurzem noch hieß, die Stadt Konstanz möge ihre Ausgaben auf den Prüfstand stellen. Es gab sogar eine Klausurtagung zum Thema Sparen. Alles schon vergessen? Schon ein starkes Stück, daß für grüne ideologische Verbohrtheit auch noch der Steuerzahler aufkommen muss. Naja .. das muss er ja eh schon ganz gewaltig.

    Übrigens sehr bezeichend, daß so ein Spruch ausgerechnet von einer Lehrerin kommt, für deren Gehalt und Pension ebenfalls der Steuerzahler aufkommen muss. Solche Leute wissen leider nicht, was es bedeutet, eigenverantwortlich Geld zu verdienen. Aber wie das Geld anderer Leute zum Fenster hinausgeworfen werden kann, das wissen die. Ich frage mich schon, ob manche Wähler noch ganz bei Sinnen sind, wenn sie bei solchen Kandidaten ihr Kreuzchen machen.

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