Galerie Geiger zeigt Arbeiten Hans Jörg Glattfelder

Reliefartig wirkende Flächen und faszinierende Bildräume – Die i-Phones der Bildenden Kunst

Konstanz. Drangvolle Enge herrschte am Samstagabend in der Konstanzer Galerie Geiger. Kunsthistoriker Stephan Geiger und sein Vater Roland, Inhaber der Galerie, freuten sich nicht nur darüber, dass der Künstler persönlich gekommen war, sondern auch über viele Besucher aus der Schweiz.

Züricher Szene unterwegs zu Glattfelder

Die Züricher Kunstszene hatte sich auf den Weg gemacht. Wenigstens einige wollten bei der Vernissage der Ausstellung der neusten Arbeiten des in Zürich geborenen und in Paris lebenden Künstlers dabei sein. Hans Jörg Glattfelder zählt zu den bekanntesten Vertretern der konstruktiv-konkreten Kunst in Europa. Sein Markenzeichen sind die weit über die Wandfläche ausgespannten Rautenformen, deren monochrome Grundfläche durch ein klares Liniengefüge strukturiert wird. Die Premiere in der Galerie Geiger in Konstanz ist sozusagen wieder einmal eine kleine Weltpremiere.

Tschüs rechter Winkel

Den rechten Winkel und die euklidische Weltordnung im zwei- und dreidimensionalen euklidischen Raum lässt Glattfelder hinter sich. Die Arbeiten wirken aufregend reliefartig. Beim Betrachten glaubt der Ausstellungsbesucher Höhen und Tiefen und Wellen zu erkennen. Die Blicke verlieren sich in faszinierenden Bildräumen. Aus der Reihe fallen die „Langsamen Eier“, deren einzelne Elemente sich einmal pro Stunde um 360 Grad drehen. In die Ausstellung eingeführt hat am Samstagabend Stephan Geiger, der die Bedeutung Hans Jörg Glattfelders salopp mit der von Apple verglich. Auch Apple setzen mit dem Design neue Maßstäbe und ging über das bis dahin gewohnte hinaus. S0 gesehen sind  Hans Jörg Glattfelders Arbeiten die i-Phones der konstruktiv-konkreten Kunst.

Infos und Öffnungszeiten

Am besten selbst einmal anschauen. Der Eintritt in die Galerie am Konstanzer Fischmarkt ist frei. Öffnungszeiten der Galerie sind Dienstag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr und Samstag 11 bis 17 Uhr oder jederzeit nach Vereinbarung. Die Ausstellung ist 21. November zu sehen.

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