Gefährliche Raupe kann Asthma-Anfälle auslösen

Warnung vor Waldspaziergängen wegen Eichenprozessionsspinner

Bodenseekreis/Friedrichshafen (red) Der für den Menschen gesundheitsschädliche Eichenprozessionsspinner ist fast überall in Baden-Württemberg auf dem Vormarsch. Auch der Bodenseekreis ist betroffen. Darauf hat aus aktuellem Anlass die Techniker Krankenkasse (TK) hingewiesen.

Hautauschläge und Bindehautentzündungen auslösen

In ihrem aktuellen Entwicklungsstadium haben die Raupen bereits Brennhaare gebildet, so dass insbesondere bei Waldbesuchen Auswirkungen auf die Gesundheit befürchtet werden müssen. Der Kontakt mit den Raupenhaaren kann starken Juckreiz, Hautauschläge, Bindehautentzündungen und Asthma-Anfälle auslösen. Bei empfindlichen Personen ist sogar ein anaphylaktischer Schock möglich. Darauf weist die Techniker Krankenkasse (TK) in Baden-Württemberg hin.

Nesselgift für Emfindliche gefährlich

Die in den Nachtstunden fliegenden Falter sind unscheinbar. Aber ihre Raupen haben es in sich. Die für den Menschen giftigen, mikroskopisch kleinen Härchen der älteren Raupen können bei Hautkontakt oder beim Einatmen zu allergischen Reaktionen führen. Sie enthalten ein Nesselgift, das sehr heftige Symptome auslösen kann. „Ein Spaziergang durch den Wald kann in den Befallsgebieten – vor allem in trocken-warmen Gegenden – momentan zu einem sehr unangenehmen Erlebnis werden. Wenn die genannten Symptome auftreten, sollte man den Arzt auf diese mögliche Ursache hinweisen“, so Nicole Battenfeld, Sprecherin der TK in Friedrichshafen.

Raupennester können Reaktionen auslösen

Wer unfreiwillig Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner hatte, sollte intensiv duschen, sowie Haare und Kleidung waschen. Die TK warnt davor, Raupen und deren Nester im eigenen Garten selbst zu entfernen. Sie sollten von Fachleuten mit Schutzanzug und Atemschutz beseitigt werden. Erst ab Mitte Juli, wenn es zur Verpuppung der Raupen kommt, geht von den Tieren selbst keine Gefahr mehr aus. Allerdings können die in den Raupennestern verbliebenen Härchen der abgestreiften Raupenhülle bei Waldbesuchern noch bis zu einem Jahr gesundheitsgefährdende Reaktionen auslösen.

Foto: TK E. Wagenhoff, FVA-WS

2 Kommentare to “Gefährliche Raupe kann Asthma-Anfälle auslösen”

  1. dokape
    25. Juni 2010 at 11:21 #

    Allerdings sollte auch auf das Vorkommen und Aussehen des Eichenprozessionsspinners hingewiesen werden. Die Raupe ernährt sich nämlich von Eichen und tritt daher, wie der Name schon sagt, an Eichen auf. Die leicht gelbliche Raupe hat auf dem Rücken einen schwarzen Streifen und eben diese vielen kleinen feinen Häärchen, die die Reaktionen auslösen.

    Im Gegenzug dazu ist die auch momentan vermehrt auftretende Traubenkirschen-Gespinstmotte harmlos. Auch diese bildet solche Nester aus, unter Umständen werden sogar ganze Bäume oder Baumgruppen komplett eingesponnen.
    Die auch T-Spinner genannte Raupe ist auch leicht gelblich, hat aber eine Reihe schwarzer Punkte seitlich rechts und links. Sie tritt nur auf der Traubenkirsche auf. Die Bäume werden meist komplett kahl gefressen, bevor sich die Raupe einspinnt und verpuppt. Die spätere Motte hat hellgraue bis weiße Flügel und auf jedem Flügel 5 Reihen mit dunklen Punkten.

  2. Richard Friedel
    21. September 2010 at 22:50 #

    Zu viel Asthma?
    Mit den modernen Medikamenten ist die Tendenz zu mehr Asthma so erschreckend, dass man fragt, ob die Medikamente selbst Schuld sind und ob nicht etwa ein Asthmasprayeffekt eine Rolle spielt. Die Fachwelt selbst findet keine Erklärung wie Umweltbelastung für die Zunahme der Erkrankungen.

    Die von der Fachwelt propagierte Unausweichlichkeit der chemischen Mittel, die nur die Symptome durch Erweiterung der Bronchien oder durch deren Beruhigung mit Kortisonpräparaten bekämpfen, ist physiologisch gesehen unhaltbar. Die Argumente der Fachärzte und Pharmaleute sind unwissenschaftlich.

    Siehe das Bild bei http://www.lrz.de/~s3e0101/webserver/webdata/Respp.pdf dass die Funktion der „Atmungspumpe „ (Respiratory pump) beschreibt und von Dr. Steven Alexander PhD stammt.

    Laut dem Bild wird bei der Einatmung als natürliche Gesetzmäßigkeit der Druck im Bauchraum erhöht. Wenn man gegen diesen festgelegten Funktionsablauf verstößt, in dem man die Bauchmuskeln absichtlich entspannt, so wird die Atmung zunehmend flach und schließlich asthmatypisch. Die Regel der Fachärzte über die womöglich lebenslange Einnahme der Symptomunterdrücker muss also bei näherem Hinsehen als suspekt gelten, wenn die Schwäche und Stärke der Einatmung vom Bauchdruck und somit von
    der Wechselwirkung abhängt. Die Fachärzte vertun sich und sie übersehen einen natürlichen Mechanismus, der offensichtlich krankengymnastisch bzw. atemtherapeutisch zu behandeln wäre. Für eine normale Einatmung kann man zu asiatischen Methoden (qigong, Zen etc.) greifen, wo die Bauchatmung eher als „Luft in den Bauch drücken“, denn eine ruhige Prozedur ohne Anstrengung bedeutet. Leider werden diese Methoden oft mit europäischen Augen gesehen, so dass der wirkliche Sinn des „Bauchdruckatmens“ oder aber des „Tandenatmens“ verborgen bleibt. Der Sinn und das Leitprinzip ist unter anderem, dass diese Form der Atmung mit Druck die Einatmung fördert. Für Beispiele der Beschreibungen, wo die Bauchatmung unverfälscht erscheint, siehe http://www.lrz.de/~s3e0101/webserver/webdata/NNAU.pdf und
    http://www.lrz.de/~s3e0101/webserver/webdata/T3.pdf Diese Texte sind wohl als „Asiatica“ und nicht als „Esoterik (ohne Wissenschaft) einzureihen. Selbstverständlich erfordert die Praxis eine andere Grundeinstellung als die des Asthmatikers mit hohem Medikamentenkonsum und gar keiner Neigung zur Fitness. Richard Friedel

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