Gestern Glasverbot-Razzia am Konstanzer Seerhein

Mehr als 50 Park- und Seetsraßennutzer sollen Bußgeld zahlen – Polizei berichtet von vielen Verstößen

Konstanz. Polizeibeamten haben am Montagabend erstmals das seit Samstag im Konstanzer Herosépark und an der Seestraße geltende Glasverbot überwacht. Mehr als 50 Park- und Seestraßenutzer, die Flaschen dabei hatten, sollen jetzt ein Bußgeld zahlen. Anwohner und Parknutzer hatten das Glasverbot gefordert, da Scherben am Ufer eine Gefahr für Badende sind.

Viele Verstöße gegen Flaschenverbot

Der Montag sollte der bisher heißeste Tag des Sommers werden. Bereits am Nachmittag füllte sich der Herosépark mit Parkbesuchern. Am Montagabend überwachten Beamte des Polizeireviers erstmals die Glasverbotszone in der Seestraße und am Seerhein. Dabei stellten die Polizisten zahlreiche Verstöße fest.

Hinweistafeln bereits abgerissen

„Ein Großteil der Personen entfernte sich oder versuchte die Flaschen zu versteckten“, so ein Polizeisprecher. „Andere erklärten wiederum, sie hätten von dem Verbot nichts gewusst“, sagte der Sprecher. Die im Bereich des Seerheins aufgestellten Verbotszeichen waren nach Mitteilung der Polizei von Unbekannten bereits abgerissen. Mehr als fünfzig Personen werden trotzdem bei der Stadt Konstanz angezeigt. Die Stadtverwaltung sei vorab informiert gewesen. „Es ist beabsichtigt gegen alle betroffenen Personen ein Bußgeld zu erlassen“, informierte die Polizei.

Polizei zeigte auch Frei-Pinkler an

Das Polizeirevier wolle auch weiterhin das Verbot konsequent überwachen. Auch andere Ordnungsstörungen würden von den Beamten verfolgt und zur Anzeige gebracht. Angezeigt worden ist auch eine Person, die am gestrigen Abend in der Öffentlichkeit urinierte.

Gelbe Karte für alkoholisierte Jugendliche

In der Seestraße hat die Polizei am Montagabend außerdem zwei männliche Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren kontrolliert. „Die beiden standen sichtbar unter erheblichem Alkoholeinfluss“, so ein Sprecher der Polizei. Der Atemalkoholwert des 16-Jährigen lag bei 1,22 Promille. Der 17-Jährige kam nach Mitteilung der Polizei sogar auf 2,42 Promille. Beiden sei im Rahmen des Projektes „HaLT“ eine Gelbe Karte ausgehändigt worden. Die Mutter des 16-Jährigen sei damit einverstanden gewesen, dass die Personalien ihres Sohnes an die zuständige Beratungsstelle weitergegeben werden. Außerdem werde in beiden Fällen die Führerscheinstelle unterrichtet. „Verkehrsbehörden, Beratungsstellen und Polizei arbeiten eng zusammen“, so ein Polizeisprecher. Das erklärte Ziel sei, den jungen Menschen einen verantwortungsvoller Umgang mit der legalen Droge „Alkohol“ beizubringen.

6 Kommentare to “Gestern Glasverbot-Razzia am Konstanzer Seerhein”

  1. Art
    31. Mai 2011 at 14:39 #

    Meine Güte wie kleinkariert. Sollen sich die Jugendlichen an der Tankstelle versammeln? Konstanz ist jugendfeindlich.

  2. Elisabeth
    31. Mai 2011 at 14:51 #

    Kleinkariert ist ganz anderst.Wir wollen alle was vom schön angelegten Herosepark haben. Dort baden und uns wohl fühlen. Durch Chaoten wird das alles kaputt gemacht

  3. Art
    31. Mai 2011 at 15:05 #

    Ach so, ich wusste nicht, dass jeder der aus Glasflaschen trinkt ein Chaot ist. Aber vielleicht sind es genau diese Verallgemeinerungen, die zu Intoleranz und Spießbürgertum führen.

  4. Sauerei
    31. Mai 2011 at 16:14 #

    So eine sauerei, da freuen sich jeden Abend 200 leute darüber das sie einen Platz haben um sich zu treffen und dann wird das alles von ein paar Spießern kaputt gemacht die sich gestört fühlen. Statt die polizei dort 3 mal die woche kontrolieren zu lassen hätte man auch jemanden bezahlen können der für ein klein wenig Ordnung sorgt.

  5. Nic
    31. Mai 2011 at 16:56 #

    Naja, so schlimm ist es doch nicht von Glasflaschen auf Plastikflaschen umzusteigen!
    Es wird ja kein Versammlungsverbot durchgesetzt, sondern nur dafür gesorgt, dass man nicht in irgendeine zerbrochen Glasflasche oder im Urin Fremder reinlatscht.

  6. Frido
    4. Juni 2011 at 20:54 #

    Ich bin für das Glasverbot.
    Natürlich baden jetzt viele die Fehltritte einzelner aus, aber wenn es nicht anders geht, habe ich lieber einen ungefährlichen Schwimm-Nachmittag als ne Glasflasche am Abend.
    Und irgendwie haben wir (nicht Glasflaschenwerfer) uns dass auch selbst zuzuschreiben. Ein wenig Courage aller und hin und wieder mal einen Chaoten ansprechen hätte Schritte der Stadt evtl. verhindert.

    Ich nehm jetzt halt ne Plastikflasche. Na und?

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